Bachelorarbeit, 2021
50 Seiten, Note: 1,7
1.Einleitung
2.Theoretische Grundlagen
2.1. Konzeptspezifikation des sozioökonomischen Status
2.2. Erklärungsansätze: Einfluss des sozioökonomischen Status der Eltern auf das Gesundheitsverhalten und die Gesundheit ihrer Kinder
2.2.1 Schichtspezifisches Gesundheitsverhalten
2.2.2 Materielle und strukturelle Faktoren
2.2.3 Psychosoziale Faktoren
2.2.4 Kulturelles Verhalten
2.3. Zusammenfassung der erwartbaren Unterschiede im Gesundheitsverhalten und des Gesundheitsstatus
3. Empirische Ergebnisse: Einfluss des sozioökonomischen Status der Eltern auf das Gesundheitsverhalten und die Gesundheit ihrer Kinder
3.1.Datengrundlage und Methode
3.1.1. Forschungsdesign, Stichprobenauswahl und Studiendurchführung
3.1.2. Operationalisierung des sozioökonomischen Status
3.1.3. Operationalisierung des Gesundheitsverhaltens und des Gesundheitsstatus
3.2 Ergebnisse
3.2.1. Gesundheitsverhalten
3.2.2. Gesundheitsstatus
4. Fazit
Die Arbeit untersucht den kausalen Einfluss des sozioökonomischen Status der Eltern auf das Gesundheitsverhalten und den Gesundheitszustand ihrer Kinder in Deutschland, basierend auf Daten der zweiten Welle der KiGGS-Studie.
2.2.1 Schichtspezifisches Gesundheitsverhalten
Der Erklärungsansatz des Gesundheitsverhaltens in Abhängigkeit zum SES schildert die sozioökonomischen Unterschiede im gesundheitlichen Risikoverhalten, welches die Inanspruchnahme von Gesundheitsversorgung, insbesondere Präventivmaßnahmen, beinhaltet. Die grundlegende Erklärung dieses Ansatzes impliziert, dass schichtspezifische Unterschiede in der Morbidität und Mortalität durch ein gesundheitliches Risikoverhalten, das von dem jeweiligen SES bestimmt wird, verursacht werden (Steinkamp 1999: 120). Begründet werden kann dieses schichtspezifisches Risikoverhalten durch sozioökonomische Kulturkreise (Richter et al. 2011: 12), die als Zusammenschluss von Individuen verstanden werden, die einen ähnlichen SES besitzen (Richter und Hurrelmann 2006: 19).
Empirisch lassen sich für diese Erklärung Zusammenhänge zwischen dem SES und dem Gesundheitsverhalten, sowohl für das Risikoverhalten also auch für die Inanspruchnahme von Gesundheitsversorgungen, feststellen (Richter 2005; Janßen et al. 2006: 145). Als gesundheitsschädigendes Verhalten wird vor allem Substanzkonsum, Fehlernährung und Bewegungsmangel verstanden (Richter 2005: 115). Bei diesen Risikofaktoren besteht ein negativer Zusammenhang mit dem SES, das gesundheitsschädigende Risikoverhalten ist vor allem bei Personen mit niedrigem SES zu finden (Mielck 2000: 185). Besonders bei dem Risikoverhalten des Rauchens lässt sich ein Zusammenhang mit dem SES darstellen. Mehrere Studien konnten belegen, dass bei Personen mit geringer Schulbildung, geringem beruflichem Status, und niedrigem Einkommen das Rauchverhalten ausgeprägter ist (Mielck 2000; Helmert 2003).
1.Einleitung: Einführung in die gesundheitliche Ungleichheit bei Kindern und Formulierung der Forschungsfrage nach dem Einfluss des sozioökonomischen Status der Eltern.
2.Theoretische Grundlagen: Erläuterung der Konzepte zur sozialen Ungleichheit und Darstellung der Mechanismen, wie der elterliche Status die Gesundheit der Kinder beeinflusst.
3. Empirische Ergebnisse: Einfluss des sozioökonomischen Status der Eltern auf das Gesundheitsverhalten und die Gesundheit ihrer Kinder: Präsentation der Daten aus der KiGGS-Studie zur Überprüfung der aufgestellten Hypothesen hinsichtlich Ernährung, Sport, Substanzkonsum und Gesundheitsstatus.
4. Fazit: Kritische Zusammenfassung der Ergebnisse und Diskussion politischer Implikationen sowie notwendiger Präventionsstrategien zur Verringerung sozialer Ungleichheit.
Sozioökonomischer Status, SES, gesundheitliche Ungleichheit, KiGGS-Studie, Gesundheitsverhalten, Kindergesundheit, soziale Gerechtigkeit, materielle Deprivation, Risikoverhalten, Adipositas, Asthma, Prävention, psychische Gesundheit, Lebensbedingungen, soziale Schicht.
Die Arbeit untersucht, wie der sozioökonomische Status der Eltern die gesundheitlichen Chancen, das Verhalten und den tatsächlichen Gesundheitszustand ihrer Kinder beeinflusst.
Die zentralen Themen sind soziale Ungleichheit, die Auswirkungen von materiellen Ressourcen auf den Lebensstil sowie der Zusammenhang zwischen elterlichem Bildungsstand, Einkommen und der physischen sowie psychischen Gesundheit von Kindern.
Die Forschungsfrage lautet: "Wie wirkt sich der sozioökonomische Status der Eltern auf das Gesundheitsverhalten und die Gesundheit ihrer Kinder aus?" Ziel ist es, diese Wirkungszusammenhänge kausal zu erklären und empirisch zu belegen.
Die Arbeit basiert auf einer empirischen Analyse, wobei die Querschnittsergebnisse der zweiten Welle der KiGGS-Studie (Kinder- und Jugendgesundheitsstudie) verwendet werden, um Zusammenhänge mittels statistischer Kennzahlen wie der Odds-Ratio zu prüfen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung verschiedener Erklärungsansätze (z.B. materielle, psychosoziale und kulturelle Faktoren) und eine empirische Prüfung dieser Ansätze anhand von Variablen wie Ernährung, Sport, Substanzkonsum, Übergewicht und psychischer Auffälligkeiten.
Wichtige Begriffe sind insbesondere der sozioökonomische Status (SES), soziale Ungleichheit, KiGGS, gesundheitliches Risikoverhalten, materielle Deprivation und präventive Gesundheitsstrategien.
Die Autorin hebt hervor, dass Bildung als „Schlüssel für Gesundheit“ fungiert und bildungspolitische Maßnahmen langfristig positive „collateral benefits“ für die Gesundheit benachteiligter Kinder erbringen können.
Da sozioökonomisch schwache Haushalte häufiger von materieller Deprivation und instabilen sozialen Netzwerken betroffen sind, erreichen rein informationsorientierte Angebote diese Gruppen oft nicht oder führen nicht zur gewünschten Verhaltensänderung, weshalb strukturelle Verbesserungen notwendig sind.
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