Bachelorarbeit, 2007
66 Seiten, Note: 1,7
1. KLÄRUNG DER TRAGENDEN BEGRIFFE
1.1 KIRCHLICHE KINDER- UND JUGENDARBEIT
1.1.1 Innerkirchliche Kinder- und Jugendarbeit
1.1.2 Kirchliche Kinder- und Jugendsozialarbeit
1.1.3 Verhältnis zur Sozialen Arbeit
1.2 FAMILIEN MIT MIGRATIONSHINTERGRUND
1.3 DER KULTURBEGRIFF
1.4 MULTIKULTURALITÄT UND INTERKULTURALITÄT
1.5 INTERKULTURELLE ÖFFNUNG
1.6 INTERKULTURELLE KOMPETENZ
2. LEBENSBEDINGUNGEN VON KINDERN UND JUGENDLICHEN AUS FAMILIEN MIT MIGRATIONSHINTERGRUND
2.1 WIRTSCHAFTLICHE LAGE DER FAMILIEN
2.2 WOHNSITUATION
2.3 DAS FAMILIÄRE NETZWERK
2.4 FREIZEIT
2.5 BILDUNG
2.6 DISKRIMINIERUNGS- UND BENACHTEILIGUNGSERFAHRUNGEN
2.7 HERAUSFORDERUNGEN FÜR DIE IDENTITÄTSENTWICKLUNG
3. BEGRÜNDUNG DER INTERKULTURELLEN AUSRICHTUNG KIRCHLICHER KINDER- UND JUGENDARBEIT
3.1 KIRCHLICHES SELBSTVERSTÄNDNIS
3.1.1 Sozialer Auftrag
3.1.2 Religiöser Auftrag
3.2 INTEGRATIONSLEISTUNG INTERKULTURELL KOMPETENTER KINDER- UND JUGENDARBEIT
3.2.1 Auseinandersetzung mit Sinnfragen
3.2.2 Religiöse Beheimatung
3.2.3 Gelebte Normen und Werte
3.2.4 Respekt vor Andersgläubigen
4. SCHWIERIGKEITEN DER ZUGÄNGLICHKEIT KIRCHLICHER ANGEBOTE FÜR KINDER UND JUGENDLICHE AUS FAMILIEN MIT MIGRATIONSHINTERGRUND
4.1 RELIGIONSKONFLIKT
4.1.1 Absolutheitsanspruch
4.1.2 Fundamentalismus
4.1.3 Reaktionsformen kirchlicher Kinder- und Jugendarbeit auf die veränderte gesellschaftliche Situation
4.2 VORURTEILE
4.2.1 Entstehung
4.2.2 Funktion
4.2.3 Folgen
4.2.4 Denkbare Vorurteile in kirchlichen Kinder- und Jugendgruppen
4.3 HOCHSCHWELLIGE ANGEBOTSSTRUKTUR IN DER JUGENDARBEIT
4.3.1 Thematische Orientierung
4.3.2 Gruppenorientierung
4.4 JUNGSCHAR – DIE KLASSISCHE FORM KIRCHLICHER KINDERARBEIT
4.4.1 Was ist Jungschar?
4.4.2 Erfolg trotz thematischer und gruppenzentrierter Orientierung?
4.4.3 Mögliche Schließungsmechanismen
5. BEISPIELE INTERKULTURELLER KIRCHLICHER KINDER- UND JUGENDARBEIT
5.1 HAUSAUFGABENHILFE UND MITTAGSTISCH IN DER EVANGELISCH-METHODISTISCHEN KIRCHE IN DER STADT K.
5.2 JUGENDHAUS NORD DES CVJM ESSLINGEN
6. WICHTIGE ASPEKTE ZUR UMSETZUNG INTERKULTURELLER KOMPETENZ IN DER KIRCHLICHEN KINDER- UND JUGENDARBEIT
6.1 TRANSPARENZ
6.2 UMGANG MIT ANDEREN RELIGIONEN
6.2.1 Neues Verständnis des religiösen Auftrags
6.2.2 Religiöse Begegnung mit Kindern und Jugendlichen
6.3 BEDARFSGERECHTE ANGEBOTSGESTALTUNG
6.4 PERSONELLE ASPEKTE
6.5 UMGANG MIT VORURTEILEN
Die Arbeit verfolgt das Ziel aufzuzeigen, wie Kirchengemeinden Schließungsmechanismen in ihren Angeboten abbauen und eine interkulturelle Öffnung vollziehen können, um insbesondere Kinder und Jugendliche aus Familien mit Migrationshintergrund effektiv zu erreichen. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie kirchliche Kinder- und Jugendarbeit ihre soziale und religiöse Verantwortung wahrnehmen kann, ohne dabei exkludierend zu wirken.
4.2.4 Denkbare Vorurteile in kirchlichen Kinder- und Jugendgruppen
Kirchliche Kinder- und Jugendarbeit kann es mit Vorurteilen auf verschiedenen Ebenen zu tun haben. Zum einem kann es zwischen den Kindern und Jugendlichen zu vorurteilbesetzten Konflikten kommen, die mit dem Anderssein des anderen begründet werden. Die Eltern potenzieller besuchender Kinder könnten Vorbehalte gegen eine deutsche christliche Einrichtung haben etc.. Aber auch innerhalb der Kirchengemeinde und bei den Mitarbeitenden der Kinder- und Jugendarbeit selbst können Vorurteile vertreten sein und sind es in gewisser Weise, da jeder Mensch generalisiert und verallgemeinert.
Zwar vertreten alle großen Weltreligionen den Grundsatz der Geschwisterlichkeit, was der Bildung von Vorurteilen eigentlich widerspricht. Dem steht aber auch der jeweilige Absolutheitsanspruch gegenüber, der jedoch religiöse Menschen nicht automatisch anfällig für Vorurteile macht. Vielen ist der Grundsatz der Solidarität mit Ausgestoßenen (Geschwisterlichkeit) in ihrer Religion sehr wichtig und sie vertiefen ihre Religion dahingehend. Manch einer sucht aber in seiner Religion eine „mächtige und höhere Wir Gruppe“ um seine eigene Persönlichkeit festigen zu können. Die Ausgrenzung und Abwertung von Andersgläubigen braucht er zur eigenen Stärkung. Gehört in einer Kirchengemeinde ein Großteil der Mitglieder zur letzteren Gruppe, sind sie für Vorurteile äußerst anfällig. Es wird schwierig sein von solch einer Gemeinde die notwendige Unterstützung für eine interkulturelle bzw. –religiöse Öffnung der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu bekommen. Diese ist aber ohne solche Unterstützung kaum denkbar und würde am Sinn kirchlicher Kinder- und Jugendarbeit vorbei gehen.
1. KLÄRUNG DER TRAGENDEN BEGRIFFE: Dieses Kapitel definiert die zentralen Konzepte wie kirchliche Jugendarbeit, Migrationshintergrund, Interkulturalität und interkulturelle Kompetenz, die für die gesamte Untersuchung grundlegend sind.
2. LEBENSBEDINGUNGEN VON KINDERN UND JUGENDLICHEN AUS FAMILIEN MIT MIGRATIONSHINTERGRUND: Es werden die ökonomischen, sozialen und bildungsbezogenen Herausforderungen dieser Zielgruppe sowie deren Identitätsentwicklung in einem neuen kulturellen Kontext beleuchtet.
3. BEGRÜNDUNG DER INTERKULTURELLEN AUSRICHTUNG KIRCHLICHER KINDER- UND JUGENDARBEIT: Das Kapitel verankert die Notwendigkeit der interkulturellen Öffnung im christlichen Selbstverständnis, insbesondere durch den sozialen Auftrag der Nächstenliebe und das Konzept der Ganzheitlichkeit.
4. SCHWIERIGKEITEN DER ZUGÄNGLICHKEIT KIRCHLICHER ANGEBOTE FÜR KINDER UND JUGENDLICHE AUS FAMILIEN MIT MIGRATIONSHINTERGRUND: Hier werden Barrieren wie Religionskonflikte, Vorurteile sowie die oft hochschwelligen und thematisch fokussierten Strukturen der klassischen kirchlichen Arbeit analysiert.
5. BEISPIELE INTERKULTURELLER KIRCHLICHER KINDER- UND JUGENDARBEIT: Anhand einer Hausaufgabenhilfe und eines Jugendhauses wird illustriert, wie kirchliche Träger aktiv versuchen, ihre Angebote für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund zu öffnen.
6. WICHTIGE ASPEKTE ZUR UMSETZUNG INTERKULTURELLER KOMPETENZ IN DER KIRCHLICHEN KINDER- UND JUGENDARBEIT: Das Abschlusskapitel formuliert Handlungsempfehlungen, insbesondere zur Transparenz, zum Umgang mit religiöser Vielfalt und zur bedarfsgerechten Gestaltung der Angebote.
Kirchliche Jugendarbeit, Interkulturelle Kompetenz, Migration, Migrationshintergrund, Soziale Arbeit, Interkulturelle Öffnung, Sozialraumorientierung, Religionskonflikt, Identitätsentwicklung, Vorurteile, Ganzheitlichkeit, Jungschar, Diskriminierung, Integration, Wertvermittlung
Die Arbeit untersucht, wie kirchliche Kinder- und Jugendarbeit sich interkulturell öffnen kann, um Kinder und Jugendliche aus Familien mit Migrationshintergrund besser zu erreichen und in ihre Angebote zu integrieren.
Im Fokus stehen die Lebensbedingungen von Migrantenfamilien, die theologische Begründung sozialer Arbeit, Barrieren beim Zugang zu kirchlichen Angeboten sowie Strategien zur Entwicklung interkultureller Kompetenz.
Das Ziel ist es, Schließungsmechanismen in der kirchlichen Arbeit zu identifizieren und Aspekte für Konzepte zu entwickeln, die einen niedrigschwelligen und respektvollen Zugang ermöglichen.
Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse zum interkulturellen Lernen sowie auf zwei illustrative Interviews mit Mitarbeitern in Einrichtungen der kirchlichen Kinder- und Jugendsozialarbeit.
Der Hauptteil analysiert die Lebensrealität von Kindern mit Migrationshintergrund, diskutiert die theologischen Begründungen für interkulturelle Arbeit und identifiziert konkrete Hindernisse wie Vorurteile und religiöse Absolutheitsansprüche.
Wichtige Begriffe sind Sozialraumorientierung, Identitätsentwicklung, interkulturelle Öffnung, religiöse Beheimatung und Schließungsmechanismen.
Der Anspruch, dass eine Religion die einzig wahre ist, kann im Dialog mit anderen religiösen Gruppen ausgrenzend wirken, wenn er nicht durch eine inklusive und respektvolle Haltung ergänzt wird.
Die Arbeit stellt fest, dass in der Jungschar (Kinderalter) eine Integration aufgrund der Offenheit der Angebote leichter gelingt als in Jugendkreisen, in denen Jugendliche sich vermehrt in Cliquen organisieren.
Sie vermeiden Missionierung im engen Sinn, praktizieren aber eine transparente Haltung, bei der christliche Werte authentisch gelebt werden, während gleichzeitig Raum für den Dialog und Respekt gegenüber anderen Religionen besteht.
Die Autorin folgert, dass der "Graben" zwischen Jugendlichen oftmals weniger durch den nationalen Hintergrund, sondern primär durch soziale Schichtunterschiede geprägt ist.
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