Bachelorarbeit, 2012
52 Seiten, Note: 2,3
I. Sparta und seine Bedeutung zum Ende des peloponnesischen Krieges
1. Der Sieg Spartas im peloponnesischen Krieg
2. Die politische Stellung Spartas in der griechischen Staatenwelt nach dem Ende des peloponnesischen Krieges
2.1 Die Behandlung ehemaliger Gebiete des attischen Seebundes
2.2 Die Behandlung der Stadt Athen nach dem peloponnesischen Krieg
2.3 Wachsende Spannungen innerhalb des peloponnesischen Einflussraums
3. Die Expansion Spartas nach Kleinasien
4. Der korinthische Krieg
4.1 Kriegsursache und Ausbruch des Konfliktes
4.2 Kriegsverlauf
4.3 Die Bedeutung des Antalkidasfriedens
II. Die Machtpolitik des peloponnesischen Bundes
1. Wesentliche Strukturen der Gesellschaft von Sparta
1.1 Der wesentliche Aufbau der Regierung Spartas
1.2 Die Bedeutung der Vollbürger im System der Gesellschaft von Sparta
2. Die Helotengebiete und ihre Bedeutung für die spartanische Gesellschaft
3. Wesentliche Strukturen des peloponnesischen Bundes und seine Bedeutung als Machtinstrument
4. Schwachpunkte im System peloponnesischer Machtpolitik
III. Der Aufstieg Thebens
1. Die politische Verselbstständigung Thebens
2. Die Niederlage des peloponnesischen Bundes in der Schlacht bei Leuktra
IV. Strukturen des peloponnesischen Militärs
1. Sparta als zentrale Kraft im peloponnesischen Militär
1.1 Verschiedene Truppengattungen
1.2 Die Bedeutung der lakedaimonischen Phalanx
2. Schwäche und Niedergang
V. Spartas außenpolitischer Bedeutungsverlust
VI. Gesamtergebnis
Die vorliegende Arbeit analysiert die Organisation, die militärische Struktur und die Integrationsfähigkeit des peloponnesischen Bundes sowie die internen Schwachstellen der spartanischen Gesellschaft, die nach der Schlacht bei Leuktra 371 v. Chr. zum raschen Zusammenbruch der spartanischen Hegemonie führten.
1. Der Sieg Spartas im peloponnesischen Krieg
Obwohl unter zeitgenössischen Historikern der peloponesische Krieg oft auf einen längeren Zeitraum veranschlagt wird, ist in der Seeschlacht bei Aigospotami 405 v. Chr., doch das letzte, bedeutende Ereignis des peloponnesischen Krieges zu sehen10. Dem peloponnesischen Befehlshaber Lysandros gelang es in dieser Schlacht durch ein Täuschungsmanöver die am Strand liegenden Schiffe des letzten bedeutenden Flottenaufgebotes Athens vollständig aufzureiben11. Zwar kapitulierte Athen nach der Schlacht von Aigospotami 405 v.Chr. nicht sofort, allerdings war eine Kapitulation nur noch eine Frage der Zeit, da die Kornversorgung der von Getreidelieferungen über das Meer abhängigen Stadt Athen nicht mehr sichergestellt werden konnte12. In der anschließenden Belagerung Athens versuchte dieses zunächst noch Widerstand zu leisten, da es nicht bedingungslos auf die harten Bedingungen der Abreißung aller Befestigungsanlagen sowie die Auflösung der Flotte und die Aufgabe jeglicher hegemonialer Ansprüche eingehen wollte, musste aber nach einiger Zeit der Belagerung kapitulieren13. Obwohl inzwischen einige Mitglieder des peloponnesischen Bundes eine noch härtere Disziplinierung, etwa die vollständige Auflösung der Polis, verlangten, entschied man sich für die ursprünglichen Kapitulationsbedingungen und eine Anbindung Athens an den peloponnesischen Bund über ein Bundverhältnis zur militärischen Gefolgschaft14. Denoch war Athen als eigenständige Kraft damit vorrübergehend vollständig von der politischen Landkarte Griechenlands verschwunden15.
I. Sparta und seine Bedeutung zum Ende des peloponnesischen Krieges: Untersuchung der Situation nach dem Sieg im Peloponnesischen Krieg und der sich daraus entwickelnden politischen Spannungen sowie der Expansion nach Kleinasien.
II. Die Machtpolitik des peloponnesischen Bundes: Analyse der internen spartanischen Sozialstruktur, der Rolle der Heloten und der mangelhaften Struktur des Bundes als hegemoniales Machtinstrument.
III. Der Aufstieg Thebens: Darstellung der politischen Emanzipation Thebens und der entscheidenden Niederlage Spartas bei Leuktra.
IV. Strukturen des peloponnesischen Militärs: Untersuchung der lakedaimonischen Streitkräfte, ihrer Truppengattungen und der Bedeutung der Phalanx im Kontext ihrer strukturellen Überlastung.
V. Spartas außenpolitischer Bedeutungsverlust: Analyse der unmittelbaren Folgen der Schlacht von Leuktra und des Verlusts der hegemonialen Stellung Spartas.
VI. Gesamtergebnis: Synthese der Faktoren, die zum Zusammenbruch der spartanischen Gesellschaft und Machtstruktur führten.
Sparta, peloponnesischer Bund, Schlacht bei Leuktra, Hegemonie, Antalkidasfrieden, Theben, Vollbürger, Heloten, Phalanx, Lysandros, Epameinondas, korinthischer Krieg, Sozialstruktur, Militärgeschichte, Machtpolitik.
Die Arbeit behandelt den Aufstieg und Niedergang der spartanischen Hegemonie im antiken Griechenland, mit einem besonderen Fokus auf die strukturellen Probleme des peloponnesischen Bundes.
Zentrale Themen sind die spartanische Verfassungs- und Sozialordnung, die militärische Organisation, die Auswirkungen des peloponnesischen Krieges und der Aufstieg rivalisierender Mächte wie Theben.
Ziel ist es, die Schwachpunkte des peloponnesischen Gesamtsystems zu identifizieren, die nach der Schlacht bei Leuktra zum raschen Zusammenbruch der spartanischen Vormachtstellung führten.
Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer Auswertung antiker Quellen und moderner wissenschaftlicher Sekundärliteratur basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die politische Entwicklung nach dem Ende des Peloponnesischen Krieges, die Analyse der spartanischen Gesellschaft und des Militärs sowie den anschließenden Aufstieg Thebens.
Schlüsselbegriffe sind Sparta, peloponnesischer Bund, Leuktra, Hegemonie, Gesellschaftsstruktur und Machtpolitik.
Die Heloten waren eine unterworfene Volksgruppe, die die wirtschaftliche Grundlage für die spartanische Gesellschaft bildete, indem sie die Landgüter bewirtschaftete und den Vollbürgern so den Dienst als Berufssoldaten ermöglichte.
Die Niederlage zerstörte den Mythos der Unbesiegbarkeit der spartanischen Hopliten und markierte den unwiderruflichen Verlust der Ordnungsmacht-Position Spartas in der griechischen Staatenwelt.
Der Friede begünstigte zwar kurzzeitig die spartanischen Interessen, förderte jedoch eine rücksichtslose Expansionspolitik, die neue Konflikte provozierte und die internen Ressourcen Spartas überforderte.
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