Bachelorarbeit, 2002
62 Seiten, Note: 2,0
1. Einordnung und Anliegen
2. Funktionsweise und Entwicklung des Devisenmarktes
3. Das ursprüngliche Konzept Tobins einer Devisentransaktionssteuer
4. Heutige Zielsetzung und kritische Würdigung
4.1 Reduktion der Volatilität von Wechselkursen
4.2 Vergrößerung der Handlungsspielräume von Zentralbanken
4.3 Verhinderung von Währungskrisen
4.4 Erzielung von Einnahmen
4.5 Weitere assoziierte Ziele
5. Probleme bei der Implementation und Lösungsansätze
5.1 Probleme bei der technischen Umsetzung
5.2 Problem der politischen Umsetzbarkeit
6. Alternative Konzepte
7. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der Tobin-Steuer als Instrument zur Regulierung internationaler Devisentransaktionen. Das primäre Ziel ist es, die wissenschaftliche Debatte um diese Steuer, ihre ökonomischen Wirkungsmechanismen und die praktischen sowie politischen Herausforderungen bei der Implementierung kritisch zu würdigen.
Die Verringerung der Volatilität
Die Verringerung der Volatilität setzt an den kurzfristigen Transaktionen an, die eingeschränkt werden sollen, ohne die langfristigen Investitionen zu verhindern. 80% aller Devisentransaktionen sind Rundtrips von sieben Tagen und weniger (Anhang A5 in Haq, 1996). Die meisten Akteure handeln also nur in kurzfristigen Zeitfenstern, bei denen Tobin annimmt, dass hier Fundamentaldaten keine Rolle spielen. Durch die TT würden sich die Transaktionskosten erhöhen, und somit Anlagen mit kurzfristigen Zeithorizonten ggü. langfristigen Anlagen diskriminiert werden (degressiver Effekt). Während also die Steuer auf lange Investitionszeiträume bezogen, fast zu vernachlässigen ist, müssten Spekulanten bei täglichem Wechsel der Devisen bereits akkumuliert 48% p.a. an den Fiskus abführen. Abbildung 12 stellt die notwendige Rendite für eine Auslandsanlage bei einem Zinsniveau von 5% und verschiedenen Steuersätzen je nach Anlagezeitraum dar (Formeln im Anhang 2). Dadurch sollen Fundamentaldaten mehr Einfluss bei der Preisbildung bekommen, da das Gewicht weg von der kurzfristigen Spekulation verschoben wird und sich damit der Anlagehorizont erhöht.
1. Einordnung und Anliegen: Diese Einleitung skizziert die Häufung von Finanzkrisen und den daraus resultierenden Bedarf an verstärkter Finanzmarktregulierung.
2. Funktionsweise und Entwicklung des Devisenmarktes: Das Kapitel erläutert die Besonderheiten dezentraler Devisenmärkte und die Bedeutung von Liquidität sowie Spekulation.
3. Das ursprüngliche Konzept Tobins einer Devisentransaktionssteuer: Hier wird der historische Kontext der Steuer sowie deren theoretische Herleitung aus dem Trilemma der Geldpolitik dargestellt.
4. Heutige Zielsetzung und kritische Würdigung: Eine detaillierte Analyse der Argumente für eine Tobin-Steuer, unterteilt in Volatilitätsreduktion, Autonomie der Notenbanken, Krisenprävention und Fiskalzwecke.
5. Probleme bei der Implementation und Lösungsansätze: Dieses Kapitel behandelt die technischen und politischen Hürden, die einer weltweiten Einführung entgegenstehen.
6. Alternative Konzepte: Ein kurzer Überblick über konkurrierende Ansätze wie Kapitalverkehrskontrollen oder Mindestreservepflichten.
7. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Tobin-Steuer als eher unzureichendes Allheilmittel, das jedoch als politisches Signal an Bedeutung gewinnen kann.
Tobin-Steuer, Devisentransaktionssteuer, Volatilität, Spekulation, Finanzmarktregulierung, Devisenmarkt, Kapitalverkehr, Notenbanken, Währungskrisen, Liquidität, Arbitrage, Globalisierung, fiskalisches Aufkommen, Steuerwettbewerb, Finanzinnovationen.
Die Arbeit analysiert die Tobin-Steuer – eine Abgabe auf internationale Devisentransaktionen – und prüft deren Tauglichkeit als Instrument zur Stabilisierung globaler Finanzmärkte.
Die zentralen Felder umfassen die Funktionsweise des Devisenhandels, die Effekte der Spekulation auf Wechselkurse sowie die Auswirkungen der Besteuerung auf Liquidität und Kapitalströme.
Das Hauptziel ist eine kritische Würdigung der Tobin-Steuer hinsichtlich ihrer theoretischen Begründung, ihrer praktischen Effektivität und ihrer politischen Durchsetzbarkeit.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse der ökonomischen Wirkungsmechanismen, ergänzt durch die Auswertung empirischer Daten zur Devisenmarktstruktur.
Der Hauptteil analysiert die Zielsetzungen wie Volatilitätsminderung, geldpolitische Autonomie und Einnahmengenerierung sowie die damit verbundenen technischen und politischen Hindernisse.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Devisentransaktionssteuer, Spekulation, Volatilität, Finanzmarktregulierung und Kapitalverkehr.
Der Autor weist darauf hin, dass elektronische Handelssysteme und zunehmende Zentralisierung die Marktstruktur verändern, was die Effekte einer Tobin-Steuer schwerer prognostizierbar macht.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Steuer keine Krise verhindern kann, da die Anreize für spekulative Attacken in Krisenzeiten oft weit über den geringen Steuersätzen liegen.
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