Examensarbeit, 2005
53 Seiten, Note: 1,3
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Schreibmotivation
2.2 Schreibkompetenz
2.3 Ansätze der Schreibdidaktik
2.4 Die Bausteine des Konzepts zur Förderung der Schreibmotivation und Schreibkompetenz in der Erprobungsstufe
2.4.1 Das Lesetagebuch
2.4.2 Das kreative und das freie Schreiben
2.4.2.1 Das kreative Schreiben
2.4.2.2 Das freie Schreiben
2.4.3 Schreibwettbewerbe/-projekte
2.4.4 Förderung der Schreibkompetenz durch Textüberarbeitungen
3. Der Aufbau des Konzepts
3.1 Zeitlicher Ablauf (Übersicht)
3.2 Der Fragebogen
3.3 Die Bausteine des Konzepts im Unterricht
3.3.1 Das Lesetagebuch im Unterricht
3.3.2 Das kreative Schreiben im Unterricht
3.3.3 Das freie Schreiben im Unterricht
3.3.3.1 Schreibanlässe
3.3.3.2 Das Freie-Texte-Heft
3.3.3.3 Die Schreibstunde
3.3.3.4 Die Vorlesestunde
3.3.4 Schreibprojekte/-wettbewerbe im Unterricht
3.3.4.1 Schreibprojekte
3.3.4.1.1 Schreibprojekt: „Die Straße, in der ich wohne“
3.3.4.1.2 Schreibprojekt: „Büchererstellungen“
3.3.4.2 Schreibwettbewerbe
3.3.5 Textüberarbeitungen
3.3.5.1 Die Rechtschreibkorrektur
3.3.5.2 Das Schreibkarussell
3.3.5.3 Die Textlupe
3.3.5.4 Die Schreibkonferenz
3.4 Veröffentlichungen
3.4.1 Der Freie-Texte-Ordner
3.4.2 Textausstellungen
3.4.3 Autorenlesung
3.4.4 Homepage der Schule
4. Evaluation und Ausblick
4.1 Evaluation
4.2 Ausblick: Das schulische Schreib- und Lesezentrum (SLZ)
Das Hauptziel der Arbeit besteht darin, ein motivierendes Konzept zur Förderung der Schreibmotivation und Schreibkompetenz für Schülerinnen und Schüler der Erprobungsstufe an Hauptschulen zu entwickeln, um dem Rückgang der Schreiblust entgegenzuwirken und eine tragfähige Schreibkultur zu etablieren.
3.3.3.4 Die Vorlesestunde (vgl. Spitta)
Ebenfalls einmal pro Woche sollte eine Vorlesestunde stattfinden, in der ca. 6 Texte vorgelesen werden können. In einem Kalender tragen die Schüler/innen ihren Namen ein, wenn sie eine Geschichte vorlesen möchten. Maximal sechs Schüler dürfen sich pro Tag eintragen. Möchte ein Schüler nicht vorlesen, kann dies die Freundin/der Freund übernehmen. In diesen Vorlesestunden lernen die Schüler/innen sich in fremde Gedanken und Ansichten einzufühlen. Gerade bei dem hohen Anteil von Schüler/innen mit Migrationshintergrund an den Hauptschulen, kommt diesem Lernprozess eine besondere Bedeutung zu. Durch das Einfühlen und Verstehen von fremden Erfahrungen und Gefühlen werden Vorurteile abgebaut. Außerdem kann die Klassengemeinschaft gestärkt werden, da die Schüler einander kennen lernen. Durch das Entdecken von Parallelen zu eigenen Befindlichkeiten entsteht Zusammenhalt und Empathie.
In der ersten Aktion habe ich Applaus am Ende der Vorträge initiiert und er wurde von den Schüler/innen sofort als obligatorisch anerkannt. Seine Intensität schwankt dabei in Abhängigkeit von der Qualität der Texte. Da meinen Schüler/innen das freie bzw. kreative Schreiben offenbar viel Freude bereitet, möchten einige von ihnen immer vorlesen. Nachdem ein Schreiber oder eine Schreiberin vorgelesen hat, müssen die Schüler/innen den Schreiber oder die Schreiberin direkt ansprechen und ihm oder ihr zunächst eine positive Rückmeldung geben. Ich habe mit den Schülern Gesprächsrituale eingeübt, denn die Angst vor Bloßstellung würde ihre Schreiblust beenden. Ein weiterer Auslöser für das Verschwinden von Schreiblust kann in der Kritik am Schreibstil, der Rechtschreibung und Grammatik liegen. Daher darf diese Form der Kritik besonders in der Anfangszeit der Vorlesestunde keine übergeordnete Rolle spielen (vgl. Kassing).
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Ausgangslage der Schülerschaft, die Herausforderungen der Schreibmotivation und die Relevanz einer nachhaltigen Schreiberziehung.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Schreibmotivation und Schreibkompetenz und erläutert relevante Ansätze der modernen Schreibdidaktik.
3. Der Aufbau des Konzepts: Dieser Hauptteil beschreibt die praktische Umsetzung der pädagogischen Bausteine, von der methodischen Einbindung im Unterricht bis hin zu Formen der Veröffentlichung.
4. Evaluation und Ausblick: Hier werden die Ergebnisse der Lehrerumfrage ausgewertet und der Ausbau zu einem schulischen Schreib- und Lesezentrum (SLZ) als Zukunftsperspektive skizziert.
Schreibmotivation, Schreibkompetenz, Hauptschule, Erprobungsstufe, Lesetagebuch, Kreatives Schreiben, Freies Schreiben, Schreibprojekte, Textüberarbeitung, Schreibkonferenz, Textlupe, Schreibdidaktik, Schreibkultur, Unterrichtskonzept, Schüler.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung und Umsetzung eines didaktischen Konzepts, das darauf abzielt, die Schreibmotivation und Schreibkompetenz von Schülerinnen und Schülern in der Erprobungsstufe der Hauptschule systematisch zu fördern.
Zentrale Themen sind der Einsatz von Lesetagebüchern, die Anwendung kreativer und freier Schreibmethoden, die Durchführung von Schreibprojekten und Wettbewerben sowie die Implementierung effektiver Verfahren zur Textüberarbeitung.
Ziel ist es, den Schülern die Freude am Schreiben zurückzugeben, die durch Misserfolgserlebnisse oder den traditionellen Aufsatzunterricht oft verloren gegangen ist, und das Schreiben als Schlüsselkompetenz für den schulischen und beruflichen Erfolg zu verankern.
Die Arbeit basiert auf der Auswertung aktueller Fachliteratur, dem Vergleich von Schreibverhalten durch Fragebögen sowie den praktischen Erfahrungen der Autorin aus ihrem Referendariat.
Der Hauptteil gliedert sich in die konkrete Vorstellung der methodischen Bausteine im Unterricht, deren zeitliche Abfolge und die Erläuterung, wie diese Bausteine durch Veröffentlichungen und Feedback-Routinen in den Schulalltag integriert werden können.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Schreibmotivation, Schreibkompetenz, Textüberarbeitung, freies Schreiben und das schulische Schreib- und Lesezentrum aus.
Schreibkonferenzen dienen als komplexes, aber wertvolles Werkzeug zur gemeinsamen Textüberarbeitung, bei dem Schüler gegenseitig Tipps geben und Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess übernehmen.
Es dient als persönlicher Raum für die Schüler, in dem sie frei schreiben können, ohne dass eine sofortige Leistungsbewertung durch rote Korrekturstifte erfolgt, was die Hemmschwelle senkt und die Motivation stärkt.
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