Diplomarbeit, 2007
153 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Theoretische Fundierung und gesellschaftsrechtliche Grundlagen der Unternehmensüberwachung
2.1 Begriffsdefinitionen
2.2 Institutionenökonomische Ansätze als theoretische Fundierung der Unternehmensüberwachung
2.2.1 Prinzipal Agenten Theorie
2.2.2 Transaktionskostentheorie
2.3 Die Systeme der Unternehmensüberwachung im Überblick
2.3.1 Aufbau und Zuständigkeiten im monistischen System
2.3.2 Aufbau und Zuständigkeiten im dualistischen System
3 Instrumente zur Verhinderung von Bilanzdelikten und dolosen Handlungen im dualistischen System
3.1 Instrumente des Gesetzgebers zur Verhinderung von Bilanzdelikten und dolosen Handlungen
3.1.1 Haftungsvorschriften im deutschen Rechtsraum
3.1.2 Transparenzvorschriften als präventives Instrument zur Verhinderung von Bilanzdelikten und dolosen Handlungen
3.1.3 Unabhängigkeit des Aufsichtsrats als präventives Instrument
3.1.4 Unabhängigkeit des Abschlussprüfers als präventives Instrument
3.1.5 Präventive Wirkung der Berufsaufsicht und des Enforcementsystems
3.2 Instrumente des Aufsichtsrats zur Verhinderung von Bilanzdelikten und dolosen Handlungen
3.2.1 Personalauswahl als Instrument zur Sicherstellung der Integrität des Managements
3.2.2 Überwachungsinstrumente zur Sicherstellung der Gesetzeskonformität der Unternehmensführung
3.2.2.1 Verabschiedung einer Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat
3.2.2.2 Zustimmungsvorbehalte als präventive Maßnahme der Aufsichtsrats
3.2.2.3 Strategische Beratung des Vorstands
3.2.2.4 Eine Informationsordnung als präventives Instrument
3.2.3 Zusammenarbeit mit dem Abschlussprüfer als Instrument des Aufsichtsrats zur Verhinderung von Bilanzdelikten und dolosen Handlungen
3.2.3.1 Auswahl des Abschlussprüfers als Instrument des Aufsichtsrats
3.2.3.2 Anzuwendende Prüfungsstandards und -ansätze hinsichtlich Bilanzdelikten und dolosen Handlungen
3.2.3.3 Berichtspflichten des Abschlussprüfers
3.3 Das Risikomanagementsystem als Instrumente des Vorstands zur Verhinderung von Bilanzdelikten und dolosen Handlungen
3.3.1 Grundlagen
3.3.2 Aufbau und Einsatz des Risikomanagementsystems zur Verhinderung von Bilanzdelikten und dolosen Handlungen
3.3.3 Aktionen nach Aufdeckung der Tat durch das Unternehmen
3.4 Zwischenergebnis
4 Instrumente zur Verhinderung von Bilanzdelikten und dolosen Handlungen im monistischen System
4.1 Instrumente des Gesetzgebers zur Verhinderung von Bilanzdelikten und dolosen Handlungen unter besonderer Berücksichtigung des Sarbance-Oxley Acts
4.1.1 Haftungsvorschriften im amerikanischen Rechtsraum
4.1.2 Transparenzvorschriften als präventives Instrument des Gesetzgebers
4.1.3 Bildung von Ausschüssen im Board of Directors
4.1.4 Unabhängigkeitsvorschriften der Mitglieder des Audit Committee und des Abschlussprüfers als Prävention gegen konklusives Verhalten
4.1.5 Die präventive Wirkung der Berufsaufsicht und des Enforcementsystems
4.2 Instrumente des „Board of Directors“ zur Verhinderung von Bilanzdelikten und dolosen Handlungen
4.2.1 Instrumente zur Überwachung des Managements durch die „Outside Directors“
4.2.1.1 Personalauswahl als Instrument zur Sicherstellung der Integrität des Managements
4.2.1.2 Verabschiedung einer Informationsordnung als präventives Instrument zur Verhinderung von Bilanzdelikten und dolosen Handlungen
4.2.1.3 Beratung des Managements zur Sicherstellung der Gesetzeskonformität der Unternehmensführung
4.2.1.4 Interne Untersuchungen von Verdachtsmomenten
4.2.2 Das Internal Control System als Instrument der „Inside Directors“ zur Verhinderung von Bilanzdelikten und dolosen Handlungen
4.2.3 Zusammenarbeit des „Board of Directors“ mit dem Abschlussprüfer
4.2.3.1 Auswahl des Abschlussprüfers als präventives Instrument
4.2.3.2 Anzuwendende Prüfungsstandards
4.2.3.3 Berichtspflichten des Abschlussprüfers
4.3 Zwischenergebnis
5 Kritischer Vergleich der unterschiedlichen Systeme der Unternehmensüberwachung hinsichtlich der Wirksamkeit zur Verhinderung von Bilanzdelikten und dolosen Handlungen
5.1 Kritischer Vergleich der gesetzlichen Vorgaben zur Verhinderung von Bilanzdelikten und dolosen Handlungen
5.1.1 Vorgehensweise beim Vergleich der gesetzlichen Rahmenbedingungen
5.1.2 Vergleich der unterschiedlichen Haftungsvorschriften
5.1.2.1 Gegenüberstellung der Haftungsvorschriften
5.1.2.2 Bewertung der Haftungsrisiken
5.1.3 Vergleich der unterschiedlichen Transparenzvorschriften
5.1.3.1 Wirkungsweisen der Transparenzvorschriften
5.1.3.2 Verhältnismäßigkeit der Veröffentlichung eines Code of Ethics
5.1.3.3 Verhältnismäßigkeit der Regelung zum „Financial Expert“
5.1.3.4 Veröffentlichung von Off-Balance Sheet Transaktionen
5.1.3.5 Veröffentlichung von persönlichen Daten von Board Mitgliedern
5.1.3.6 Zusammenfassende Bewertung der Transparenzvorschriften
5.1.4 Vergleich der Unabhängigkeitsanforderungen an das Überwachungsorgan und den Abschlussprüfer
5.1.5 Vergleich der Wirkungsweisen der Enforcementsysteme
5.1.6 Vergleich der Wirkungsweisen der Berufsaufsichtssysteme
5.2 Vergleich der Instrumente des Überwachungsorgans zur Verhinderung von Bilanzdelikten und dolosen Handlungen
5.2.1 Vergleich der Möglichkeiten zur Personalauswahl
5.2.2 Vergleich der Möglichkeiten zur Kontrolle und Überwachung der Geschäftsführung
5.2.3 Vergleich der Möglichkeiten zur Beratung des Managements
5.2.4 Vergleich der Kooperationsmöglichkeiten mit Wirtschaftsprüfern zur Verhinderung von Bilanzdelikten und dolosen Handlungen
5.3 Vergleich der Möglichkeiten des Vorstands bzw. der Executive Directors zur Verhinderung von Bilanzdelikten und dolosen Handlungen
5.4 Zwischenergebnis
6 Instrumente zur Verhinderung von Bilanzdelikten und dolosen Handlungen im Konzern und in der SE
6.1 Besonderheiten in Konzernunternehmen
6.1.1 Behandlung von Bilanzdelikten und dolosen Handlungen im Konzern
6.1.2 Ausstrahlungswirkungen US-amerikanischer Regelungen auf multinational aufgestellte Unternehmen
6.2 Die Societas Europea (SE)
6.2.1 Grundlagen über die Unternehmensform SE
6.2.2 Unterschiedliche Leitungskonzepte der SE
6.2.2.1 Instrumente zur Verhinderung von Bilanzdelikten und dolosen Handlungen in einer monistischen SE
6.2.2.2 Instrumente zur Verhinderung von Bilanzdelikten und dolosen Handlungen in einer dualistischen SE
6.2.2.3 Vergleich und Bewertung der Instrumente zur Verhinderung von Bilanzdelikten und dolosen Handlungen in der SE
7 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Effektivität verschiedener Kontroll- und Überwachungssysteme zur Prävention und Aufdeckung von Bilanzdelikten und dolosen Handlungen. Dabei wird insbesondere der Vergleich zwischen dem angloamerikanischen monistischen Modell und dem deutschen dualistischen System in den Fokus gerückt, um zu bewerten, welches System besser geeignet ist, finanzielle Unregelmäßigkeiten zu verhindern.
3.1.1 Haftungsvorschriften im deutschen Rechtsraum
Die Haftungsvorschriften sind in den letzten Jahren sowohl Gegenstand der deutschen, als auch der europäischen Regulierung gewesen. Haftungsfragen unterliegen nach dem Subsidiaritätsprinzip der Art. 5 EGV den nationalen Bestimmungen, jedoch strebt die EU eine einheitliche Regelung in diesem Bereich an.
Im Grundsatz haftet gegenüber einem externen Anspruchsteller die Gesellschaft. Deren Organe haften im Allgemeinen nur gegenüber der Gesellschaft. Der Vorstand haftet nach §93 Abs. 2 AktG gegenüber der Gesellschaft für den aus der Verletzung seiner Vorstandspflichten entstandenen Schaden. Haftungsmaßstab ist die Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters. Die Vorstandspflichten umfassen auch die gesetzestreue Unternehmensführung, also auch über die Pflichten zur ordnungsgemäßen Bilanzierung. Der Vorstand kann so grundsätzlich bei Bilanzdelikten zur Rechenschaft gezogen werden.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Relevanz von Unternehmensüberwachung aufgrund globaler Bilanzskandale und führt in die zwei zentralen Führungssysteme, das monistische und dualistische System, ein.
2 Theoretische Fundierung und gesellschaftsrechtliche Grundlagen der Unternehmensüberwachung: Dieses Kapitel legt das theoretische Fundament durch die Betrachtung von Institutionenökonomischen Ansätzen wie der Prinzipal-Agenten-Theorie und den Transaktionskostentheorien.
3 Instrumente zur Verhinderung von Bilanzdelikten und dolosen Handlungen im dualistischen System: Hier werden die spezifischen deutschen Kontrollmechanismen, wie gesetzliche Haftungsvorschriften, Transparenzregeln und die Rolle des Aufsichtsrats sowie des Abschlussprüfers, detailliert untersucht.
4 Instrumente zur Verhinderung von Bilanzdelikten und dolosen Handlungen im monistischen System: Dieses Kapitel analysiert das amerikanische System unter Berücksichtigung des Sarbanes-Oxley Acts und der spezifischen Kontrollbefugnisse des Board of Directors.
5 Kritischer Vergleich der unterschiedlichen Systeme der Unternehmensüberwachung hinsichtlich der Wirksamkeit zur Verhinderung von Bilanzdelikten und dolosen Handlungen: In diesem zentralen Kapitel werden die Systeme hinsichtlich ihrer Haftungsvorschriften, Transparenzregeln und Enforcementsysteme kritisch gegenübergestellt und bewertet.
6 Instrumente zur Verhinderung von Bilanzdelikten und dolosen Handlungen im Konzern und in der SE: Das Kapitel erweitert die Betrachtung auf komplexe Konzernstrukturen sowie die besondere Rechtsform der Societas Europea und deren spezifische Überwachungsanforderungen.
7 Zusammenfassung und Ausblick: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengeführt und die Tendenz zur Konvergenz der verschiedenen Systeme der Unternehmensüberwachung aufgezeigt.
Unternehmensüberwachung, Bilanzdelikte, dolose Handlungen, Corporate Governance, Prinzipal-Agenten-Theorie, monistisches System, dualistisches System, Sarbanes-Oxley Act, Abschlussprüfer, Risikomanagement, Internal Control System, Aufsichtsrat, Board of Directors, Transparenzvorschriften, Compliance
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung und dem Vergleich von Kontrollsystemen, die dazu dienen, Bilanzdelikte und dolose Handlungen in Unternehmen zu verhindern oder aufzudecken.
Die Arbeit differenziert zwischen dem deutschen dualistischen System (Vorstand und Aufsichtsrat) und dem angloamerikanischen monistischen System (Board of Directors).
Das Ziel ist es, zu bewerten, welches der beiden Überwachungssysteme effektiver ist, um Bilanzfälschungen und betrügerische Handlungen durch das Management wirksam zu unterbinden.
Die Arbeit nutzt institutionenökonomische Ansätze, insbesondere die Prinzipal-Agenten-Theorie und die Transaktionskostentheorie, um den Bedarf an Überwachung zu begründen.
Der SOA dient als zentraler Bezugspunkt für die Analyse des monistischen US-Systems und wird als wesentlicher Treiber für Transparenz- und Kontrollstandards betrachtet.
Konzernstrukturen erschweren die Überwachung durch Distanz zwischen Leitungsebene und operativen Tochtergesellschaften, weshalb hier spezielle Ansätze für ein konzernweites Risikomanagement erforderlich sind.
Die Arbeit stellt fest, dass sich die Systeme durch internationalen regulatorischen Druck und Harmonisierungsbestrebungen inhaltlich immer stärker annähern.
Der Autor diskutiert die Mitbestimmung als Faktor, der einerseits zu Informationsasymmetrien führen kann, andererseits aber durch spezifische Fachkenntnisse zur Überwachungseffizienz beitragen kann.
Red flags sind Verdachtsmomente, die Prüfer dazu veranlassen, die Prüfungstiefe gezielt zu erhöhen, um bei kritischen Unternehmenssituationen Bilanzfälschungen auszuschließen.
Das Fazit deutet darauf hin, dass die Wahl des Systems weniger entscheidend ist als die aktive Ausgestaltung und Umsetzung der Kontrollmechanismen durch die jeweiligen Organe.
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