Bachelorarbeit, 2020
57 Seiten
I. Einleitung
II. Theoretischer Teil
1. Pflegebedarf in Deutschland
1.1. Rechtliche Rahmenbedingungen
1.2. Entwicklung des Pflegebedarfes
1.2.1. Demographische Alterung und sozialer Wandel in Deutschland
1.2.2. Epidemiologische Entwicklungen
1.2.3. Technologie
1.3. Entwicklung des Pflegepersonals
1.4. Zusammenfassung
2. Unfallversicherungsträger in Deutschland
2.1. Unfallversicherungsträger im gewerblichen Bereich
2.2. Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand
3. Zusammenhang zwischen dem deutschen Pflegesystem und den Unfallversicherungsträgern der öffentlichen Hand
III. Methode
IV. Konsequenzen der Entwicklung der Pflegebedarfe auf den Bereich der gesetzlichen Unfallversicherung unter Betrachtung der Träger der öffentlichen Hand
1. Auswirkungen der Entwicklung der Pflegebedarfe auf die Zahl der beitragsfrei versicherten Pflegepersonen am Beispiel der Unfallkasse Sachsen-Anhalt
2. Auswirkungen der Entwicklung der Pflegebedarfe auf die Zahl der beitragsfrei versicherten Pflegepersonen in anderen Unfallversicherungsträgern der öffentlichen Hand
V. Fazit
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der steigenden Entwicklung von Pflegebedarfen in Deutschland und deren Konsequenzen für die gesetzliche Unfallversicherung, insbesondere für die Träger der öffentlichen Hand. Im Fokus steht dabei die wachsende Gruppe der beitragsfrei versicherten Pflegepersonen und die Frage, inwieweit diese das Versicherungssystem belasten.
1.2.1. Demographische Alterung und sozialer Wandel in Deutschland
Unter dem Begriff der sozialen Alterung versteht man in erster Linie den Prozess der Anpassung der Altersstruktur einer Bevölkerung an Veränderungen in den Umständen des Lebens. Sie stellt einen Vorgang dar, der das Durchschnittsalter der Bevölkerung ansteigen lässt. Da in Deutschland, verglichen mit dem Rest der Welt, sehr gute Lebensbedingungen herrschen, ist dort auch die Lebenserwartung erheblich höher.
Deutsche Männer werden rund 79 und deutsche Frauen rund 84 Jahre alt. Der weltweite Durchschnittswert liegt dagegen bei 70 Jahren (Männer) bzw. 75 Jahren (Frauen). 2017 waren 17,7 Millionen Menschen in Deutschland älter als 64, was somit 40 Prozent mehr als noch im Jahr 1995 waren. Prognostiziert wird, dass es bis zum Jahr 2050 einen Anstieg auf bis zu 23,3 Millionen geben wird. Es steigt also gleichzeitig auch der Anteil an älteren Menschen in Relation zur Gesamtbevölkerung und die absolute Zahl der älteren Menschen nimmt zu.
I. Einleitung: Die Arbeit führt in die Problematik des steigenden Pflegebedarfs und des daraus resultierenden Fachkräftemangels ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Auswirkungen auf die gesetzliche Unfallversicherung.
II. Theoretischer Teil: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen der Pflegebedürftigkeit, analysiert demographische sowie epidemiologische Entwicklungen und beschreibt das System der deutschen Unfallversicherungsträger.
III. Methode: Hier wird die qualitative Literaturrecherche dargelegt, die durch die Auswertung interner Daten der Unfallkasse Sachsen-Anhalt und weiterer Träger ergänzt wurde.
IV. Konsequenzen der Entwicklung der Pflegebedarfe auf den Bereich der gesetzlichen Unfallversicherung unter Betrachtung der Träger der öffentlichen Hand: Dieses Kapitel untersucht empirisch, wie sich die steigende Zahl beitragsfrei versicherter Pflegepersonen auf die Unfallkasse Sachsen-Anhalt und weitere Träger in Deutschland auswirkt.
V. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass trotz steigender Pflegepersonen-Zahlen keine überproportionale finanzielle Belastung für die gesetzliche Unfallversicherung nachweisbar ist.
Pflegebedarf, gesetzliche Unfallversicherung, Unfallversicherungsträger, demographischer Wandel, Pflegepersonen, beitragsfrei versichert, Pflegenotstand, Fachkräftemangel, SGB VII, Unfallkasse, soziale Alterung, Pflegestatistik, Rentenversicherung, Pflegeversicherung.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung der Pflegebedarfe in Deutschland und untersucht, welche Auswirkungen diese auf die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung der öffentlichen Hand haben.
Die zentralen Felder sind der demographische Wandel, die rechtlichen Grundlagen der Pflegeversicherung und Unfallversicherung, die Situation des Pflegepersonals sowie die statistische Analyse von versicherten Pflegepersonen.
Ziel ist es zu klären, wie sich der Anstieg der Pflegebedarfe auf die gesetzliche Unfallversicherung auswirkt und ob dadurch das System der beitragsfrei Versicherten übermäßig belastet wird.
Es wurde ein qualitativer Ansatz gewählt, der primär auf einer Literaturrecherche basiert und durch die Analyse statistischer Daten von Unfallversicherungsträgern ergänzt wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Pflegeproblematik und Unfallversicherung sowie einen empirischen Teil, der Daten zur Anzahl der Pflegepersonen und Unfallereignissen analysiert.
Kernbegriffe sind Pflegebedarf, demographischer Wandel, gesetzliche Unfallversicherung, beitragsfrei versicherte Pflegepersonen und Träger der öffentlichen Hand.
Da die Autorin eine Berufsausbildung bei der Unfallkasse Sachsen-Anhalt absolvierte, bot es sich an, diesen Träger als Fallbeispiel für die Datenanalyse heranzuziehen.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass der Anstieg der Pflegepersonen zwar statistisch messbar ist, aber keine signifikante Erhöhung der Unfallzahlen oder finanzielle Überlastung des Systems zur Folge hat.
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