Bachelorarbeit, 2021
102 Seiten, Note: 1,2
1 Einleitung
1.1 Einführung und Relevanz der Thematik
1.2 Problemstellung und Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit
2 Abgrenzung des Themenfelds
2.1 Die deutsche Livemusikbranche
2.2 Hybrid Events
2.2.1 Digitale Mischformen
2.2.2 Anwendungsbereiche in der Livemusikbranche
2.3 Erfolgsfaktorenforschung
3 Das Livemusikerlebnis
3.1 Stand der Erlebnisforschung
3.2 Das klassische Konzerterlebnis
3.3 Das digitale Konzerterlebnis
4 Empirische Forschung
4.1 Qualitative Datenerhebung durch Fokusgruppendiskussionen
4.2 Durchführung der Interviews
4.3 Auswertung der Diskussionen
5 Erfolgsfaktoren für das digitale Konzerterlebnis
5.1 Performance
5.1.1 Auftritt
5.1.2 Teilnahmemöglichkeiten
5.2 Technik
5.2.1 Zugang und Handhabbarkeit
5.2.2 Qualität
5.3 Interaktion
5.3.1 Mit dem Künstler
5.3.2 Mit anderen Zuschauern
5.4 Atmosphäre
5.4.1 Physisches Erleben
5.4.2 Einstellung/Motivation
5.5 Vorteil
5.5.1 Finanziell
5.5.2 Zeit-/Ortsunabhängigkeit
5.5.3 Persönlich
6 Handlungsempfehlungen für Veranstalter
6.1 Technik
6.2 Kommunikation
6.3 Monetarisierung
6.3.1 Mehrstufiges Preismodell
6.3.2 Einflussfaktoren auf die Preisgestaltung
6.4 Konzeptionierung
6.4.1 Implementierung der Erlebnismodule
6.4.2 Entwicklung neuer digitaler Konzepte
7 Fazit
7.1 Schlussbetrachtung
7.2 Güte und Limitationen der Untersuchung
7.3 Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das Potenzial von Hybrid Events als zukunftsfähiges Format für die deutsche Livemusikbranche. Im Zentrum steht die Ermittlung von Erfolgsfaktoren für das digitale Konzerterlebnis, um Handlungsempfehlungen für Veranstalter abzuleiten, die auch über die Corona-Pandemie hinaus Bestand haben.
5.1.1 Auftritt
Nach Aussage der Fokusgruppenteilnehmer muss die Konzeption des Auftritts an den digitalen Raum angepasst werden. Auch in der Studie von Baxter-Moore (2016) wird den Performance-Faktoren großen Wert zugesprochen. Häufig genannte Punkte in Bezug zur Showkonzeption sind der Aufbau und die Dauer des Auftritts sowie die Bühnenshow. Im Hinblick auf die Dauer plädieren die Teilnehmer für eine kürzere Variante als das klassische Konzert {z.B. „die einzige Art wie ich mir das vorstellen könnte wäre […], wenn es nicht so lange dauert wie ein normales Konzert“ (B5)}. Als Grund hierfür wird die geringere Aufmerksamkeitsspanne beim virtuellen Konsum genannt. Wie C3 beschreibt, fehlt zudem der Abstand zum Alltag, da man sich in derselben Umgebung befindet und somit nicht abschalten und sich auf das Konzert fokussieren kann (vgl. Anhang 5, Absatz 50). Auch für D3 stellt das digitale Konzert deshalb kein Abend füllendes Programm dar (vgl. Anhang 6, Absatz 12). Im Hinblick auf immersive Konsummöglichkeiten sehen die Teilnehmer ebenfalls Problematiken, da das Tragen einer VR-Brille auf Dauer unangenehm ist {z.B. „Ich stelle es mir auch sehr unbequem vor, [eine VR-Brille] ein ganzes Konzert lang zu tragen“ (C2)}. C4 nennt zudem noch den Aspekt, dass sich kürzere Konzerte besser in den Alltag integrieren lassen und somit öfter die Möglichkeit besteht, an kürzeren Streamingkonzerten teilzunehmen (vgl. Anhang 5, Absatz 17).
Beim Punkt Aufbau sollte das digitale Konzert nah am klassischen Konzert bleiben, jedoch sollten aufgrund der geringeren Aufmerksamkeitsspanne Pausen vermieden werden. Die Teilnehmer beschreiben außerdem, dass bei langen Unterbrechungen die Stimmung verloren geht und die Hürde geringer ist, den Stream einfach wegzuklicken {z.B. „Ich denke es ist auch wichtig, dass es keine zu langen Pausen gibt in denen nichts passiert und es dann schnell langweilig wird“ (D1)}. In allen Gruppen wurde der Punkt angesprochen, dass Konzerte eine Plattform zum Kennenlernen neuer Künstler darstellen und deshalb auch beim digitalen Konzert Vorgruppen gewünscht sind. Nach A3 fehlt ansonsten der „Zugang zu unbekannten oder neuen Künstlern, die einen durch die Livemusik überzeugen“ (Anhang 3, Absatz 49).
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Herausforderungen der Livemusikbranche durch die COVID-19-Pandemie und führt das Konzept der Hybrid Events als notwendige Zukunftsstrategie ein.
2 Abgrenzung des Themenfelds: Dieses Kapitel definiert die deutsche Livemusikbranche, erläutert das Konzept hybrider Veranstaltungen und legt die theoretischen Grundlagen der Erfolgsfaktorenforschung dar.
3 Das Livemusikerlebnis: Hier werden der Stand der Erlebnisforschung sowie die spezifischen Charakteristika des klassischen und digitalen Konzerterlebnisses gegenübergestellt.
4 Empirische Forschung: Dieser Abschnitt beschreibt das methodische Vorgehen der qualitativen Untersuchung mittels Fokusgruppendiskussionen und die anschließende Auswertung der gewonnenen Daten.
5 Erfolgsfaktoren für das digitale Konzerterlebnis: In diesem Kapitel werden die zentralen Faktoren wie Performance, Technik, Interaktion, Atmosphäre und Vorteile in einem hierarchischen Kategoriensystem detailliert analysiert.
6 Handlungsempfehlungen für Veranstalter: Basierend auf den empirischen Ergebnissen bietet dieses Kapitel konkrete Empfehlungen zur technischen Gestaltung, Kommunikation, Monetarisierung und inhaltlichen Konzeptionierung.
7 Fazit: Das Fazit evaluiert die Zukunftsfähigkeit hybrider Events, reflektiert die Limitationen der Untersuchung und gibt einen Ausblick auf den weiteren Forschungsbedarf.
Hybrid Events, Livemusikbranche, Konzerterlebnis, Erfolgsfaktoren, Customer Experience, Digitalisierung, Streaming, Fokusgruppendiskussion, Eventmanagement, Live-Kommunikation, Monetarisierung, Nutzeranforderungen, virtuelle Konzerte, Erlebnisgesellschaft, Interaktivität.
Die Arbeit untersucht, wie Livemusikveranstaltungen durch die Verknüpfung mit digitalen Formaten (Hybrid Events) zukunftsfähig gestaltet werden können und welche Faktoren dabei für ein positives Kundenerlebnis ausschlaggebend sind.
Zu den zentralen Themen zählen die Transformation der Livemusikbranche, die Identifikation von Erfolgsfaktoren für digitale Events, die Erforschung des Kundenerlebnisses sowie die Entwicklung praktischer Handlungsempfehlungen für Veranstalter.
Das Hauptziel ist die Ermittlung von Erfolgsdeterminanten für digitale Livemusikveranstaltungen, um auf dieser Basis konkrete Konzepte für die Gestaltung hybrider Konzerte zu entwickeln.
Die Arbeit nutzt einen qualitativ-explorativen Forschungsansatz, bei dem durch vier moderierte Fokusgruppendiskussionen mit insgesamt 24 Teilnehmern kollektive Orientierungsmuster und Anforderungen ermittelt wurden.
Der Hauptteil analysiert die Erfolgsfaktoren Performance, Technik, Interaktion, Atmosphäre und Nutzen. Daraus werden Handlungsempfehlungen in den Bereichen Plattformwahl, Marketing, Preismodelle und inhaltliche Programmgestaltung abgeleitet.
Kernbegriffe sind Hybrid Events, Livemusikbranche, Konzerterlebnis, Erfolgsfaktoren, Digitalisierung und Customer Experience.
Laut den Fokusgruppenteilnehmern ist Interaktion der entscheidende Faktor, um ein „Live-Gefühl“ zu erzeugen, da sie die Passivität des digitalen Konsums aufbricht und eine Verbindung zum Künstler sowie anderen Zuschauern schafft.
Die Monetarisierung ist aufgrund der meist geringeren Zahlungsbereitschaft eine Herausforderung. Die Arbeit empfiehlt daher mehrstufige Preismodelle und Zusatzleistungen (wie exklusiven Content oder Merchandise), um einen Mehrwert zu schaffen.
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