Masterarbeit, 2008
122 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Vorwort
1.2 Zielsetzung und Kernfragen dieser Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Der Beschaffungsprozess
2.2 Lieferantenauswahl und Auftragsvergabe
2.2.1 Problem der unbekannten Gesamtkosten
2.3 Verfahren der Beschaffungskostenrechnung
2.4 Zuordnung der Beschaffungskostenverfahren zu Beschaffungsprozessen
3 Differenzierter Einsatz der Methoden in Beschaffungssituationen
3.1 Charakterisierung von Beschaffungssituationen
3.2 Ausprägung des Methodeneinsatzes
4 Bewertung von Beschaffungskosten am Fallbeispiel FreshCase
4.1 Ausgangslage von FreshCase
4.2 Zielsetzung von FreshCase
4.3 Anwendung der Beschaffungskostenanalyse
4.4 Ergebnisse
5 Fazit
5.1 Zusammenfassung
5.2 Ausblick
Diese Arbeit befasst sich mit der Analyse und dem Vergleich moderner Methoden der Beschaffungskostenrechnung, um die Wirtschaftlichkeit im Vorfeld von Vergabeentscheidungen präziser bewerten zu können. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie durch den Einsatz differenzierter Kalkulationsinstrumente in unterschiedlichen Beschaffungssituationen eine verbesserte Entscheidungsbasis zur Kostenoptimierung geschaffen werden kann.
2.2.1 Problem der unbekannten Gesamtkosten
Grundsätzlich ist ein Unternehmen daran interessiert seinen Gewinn zu maximieren, indem es die Minimierung der Gesamtkosten anstrebt.35 Damit der Einkauf in der Lage ist, mit dem Lieferanten über Kosten und Gewinne zu sprechen, muss allerdings die Transparenz der Wertschöpfungskette gewährleistet sein. Unter Kosten versteht man in der Betriebswirtschaftslehre den bewerteten sachzielbezogenen Güterverbrauch einer Periode.36 Der Preis hingegen beinhaltet neben den Kosten auch den anteiligen Gewinn.37
Abbildung 6 zeigt, welchen enormen Einfluss die Beschaffung bei einem Materialkostenanteil von mehr als die Hälfte auf die Gesamtkosten einer Unternehmung hat. Hierbei spricht man auch von der Hebelwirkung der Materialkosten auf den Gewinn.38 Bei einem Materialkostenanteil von 50% am Umsatz und einer Umsatzrentabilität von 5%, würde eine Materialkosteneinsparung um 5% einen Zuwachs des Gewinns um 50% bewirken.39 Die Kosten spielen somit eine wesentliche Rolle in der Preisbildung von Beschaffungsobjekten. Besonders bei Unternehmen mit sehr geringer Fertigungstiefe und einem hohen Materialkostenanteil am Umsatz wird eine umso höhere Bedeutung beigemessen.40 Beim Vergleich von Angeboten sind neben dem Preis die Beschaffungsmenge, die Qualität und der Liefertermin wichtige Bewertungskriterien, jedoch gleitet der Preis meist als Primärindikator für Einkäufer ab, obwohl die Konditionen, wie beispielsweise Rabatte und Lieferung einen ebenso wichtigen Einfluss auf die Auftragsvergabe darstellen. Der Einstandspreis für das Beschaffungsobjekt hingegen berücksichtigt alle Preisbestandteile, bis das Objekt im Unternehmen an Ort und Stelle zur Verwendung bereit steht.41 Hierbei beinhalten die Einstandskosten neben den Kosten für die Logistik, Bestände und Qualitätssicherungsmaßnahmen auch die Verwaltungskosten für die Beschaffung der Güter auf der Abnehmerseite.42
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die wachsende Bedeutung eines strategischen Beschaffungsmanagements im Kontext der Globalisierung dar und definiert die Zielsetzung sowie den strukturellen Aufbau der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert den Beschaffungsprozess sowie diverse Instrumente der Kostenrechnung, einschließlich TCO, Prozesskostenrechnung und Lebenszykluskostenrechnung, und setzt diese in Bezug zueinander.
3 Differenzierter Einsatz der Methoden in Beschaffungssituationen: Das Kapitel befasst sich mit der Klassifizierung verschiedener Beschaffungssituationen und der Ableitung spezifischer Methodenempfehlungen für den jeweiligen Anwendungsfall.
4 Bewertung von Beschaffungskosten am Fallbeispiel FreshCase: In diesem Teil wird die praktische Anwendung der zuvor erarbeiteten Methoden anhand eines realen Fallbeispiels aus der Logistikbranche demonstriert.
5 Fazit: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und diskutiert den zukünftigen Forschungsbedarf im Bereich des Beschaffungscontrollings.
Beschaffungskostenrechnung, Total Cost of Ownership, TCO, Prozesskostenrechnung, Lebenszykluskosten, Strategischer Einkauf, Beschaffungsmanagement, Global Sourcing, Kostenoptimierung, Lieferantenbewertung, Beschaffungsmarktforschung, Wertschöpfungskette, Materialkosten, Vergabeentscheidung, Entscheidungsunterstützung
Die Arbeit analysiert und vergleicht verschiedene Methoden zur Bewertung von Beschaffungskosten, um fundierte Vergabeentscheidungen in einem komplexen globalen Wettbewerbsumfeld zu unterstützen.
Zentrale Themen sind die strategische Ausrichtung des Einkaufs, die Identifikation von Gesamtkosten (TCO), die Prozesskostenrechnung sowie die Analyse von Beschaffungssituationen.
Das Ziel ist es, Methoden der Beschaffungskostenrechnung herauszuarbeiten und Kriterien zu definieren, die es Einkäufern ermöglichen, in spezifischen Situationen das jeweils am besten geeignete Kalkulationsverfahren anzuwenden.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Herleitung der Kostenrechnungsverfahren, einen methodischen Vergleich und die praktische Anwendung der Konzepte anhand einer Fallstudie (FreshCase).
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Beschaffungskostenrechnung, die Klassifizierung von Beschaffungssituationen und deren methodische Ausprägung.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Beschaffungsmanagement, TCO, Prozesskostenrechnung, Lieferantenbewertung und Kostenoptimierung maßgeblich definiert.
Im Gegensatz zu traditionellen Systemen, die Gemeinkosten oft über Pauschalsätze verrechnen, ermöglicht die Prozesskostenrechnung eine verursachungsgerechte Zuweisung von Kosten auf Basis spezifischer Arbeitsabläufe.
FreshCase dient als praxisnahes Beispiel, um zu zeigen, wie ein Unternehmen durch die Identifikation von Kostenkategorien und den Einsatz von KPIs eine fundierte Strategie zur Flottenoptimierung entwickeln kann.
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