Wissenschaftliche Studie, 2008
12 Seiten
1. Einleitung
2. Stand der Immobilien- Lebenszykluskostenrechnung
3. Interessenten für Lebenszykluskosten von Immobilien
4. Veränderungen im Immobilienlebenszyklus
5. Die Abhängigkeit der Lebenszykluskosten
6. Die Beeinflussung der Lebenszykluskosten
7. Zusammenfassung
8. Literatur
Die Arbeit untersucht die strategische Bedeutung der Lebenszykluskostenrechnung für Immobilien unter Berücksichtigung sich verändernder Produktlebenszyklen und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen.
6. Die Beeinflussung der Lebenszykluskosten
Die Immobilie ist ein bedeutender Vermögensgegenstand und Produktionsfaktor innerhalb der strategischen Unternehmensführung. Als dieses werden Immobilien nur selten erkannt. Dies lässt sich darauf zurückführen, dass immobilienbezogene Maßnahmen nach Ansicht vieler Unternehmensführer nicht zum Kerngeschäft zählen. Selten gehen immoblienspezifische Aktivitäten aus strategischen Planungsprozessen hervor. Somit wird strategisches Erfolgspotential vergeudet.
Es besteht zunehmend die Notwendigkeit der Verknüpfung des strategischen Managements von Unternehmen mit dem Immobilienmanagement.
Die Schaffung einer Bewertungsmethode zur Aussage über den Zusammenhang von Investitions-, Betriebs- und Nutzungskosten aus betrieblichen Entscheidungen wie Umorganisation, Outsourcing, Nutzungsänderung, Umbaumaßnahmen oder ähnlichem ist die Grundlage der gezielten Beeinflussung der Lebenszykluskosten. Diese Bewertungsmethode muss eine funktionale / prozessorientierte Sicht und eine gebäude- / nutzungseinheitenübergreifende Sicht ermöglichen.
Durch die Schaffung einer Möglichkeit zur Investitionsvorgabe, wie z.B. maximale Investitionssumme, maximale monatliche Bewirtschaftungskosten oder eines Investitionszieles, wie z.B. Energiesenkung, wird eine Zielvorgabe zur Beeinflussung der Lebenszykluskosten gestellt. Diese Vorgabe kann man aus dem Rückschluss für die erwirtschaftungsfähigen Kosten des Produktes / Kostenträger erhalten.
Eine Verknüpfung und der Übergang von operativem und strategischem Immobiliencontrolling in Abhängigkeit zu zeitlichen Standpunkten (siehe Abbildung 3) im Lebenszyklus von Immobilien ist notwendig.
Es wird notwendig sein, die Kosten für jeden Produktionsraum oder jede Fläche im Unternehmen in einem verallgemeinerungsfähigen Schlüssel zu erfassen und einer oder mehreren Kostenstellen zuzuordnen bzw. über Umlageschlüssel zu verteilen. Daraus resultierend soll die Möglichkeit geschaffen werden, eine Berechnung der Wirtschaftlichkeit von Gebäuden / Immobilien / Flächen unter besonderer Berücksichtigung der Nutzung bzw. Bewirtschaftung und ihrer strategischen Bedeutung im jeweiligen Lebenszyklus zu tätigen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die strategische Relevanz von Unternehmensimmobilien in einer dynamischen Arbeitswelt und betont die Notwendigkeit, Immobilien an veränderte Produktlebenszyklen anzupassen.
2. Stand der Immobilien- Lebenszykluskostenrechnung: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Lebenszykluskostenrechnung nach GEFMA und identifiziert das Fehlen einer einheitlichen, anerkannten Kostenrechnungspraxis im Immobilienbereich.
3. Interessenten für Lebenszykluskosten von Immobilien: Hier werden die unterschiedlichen Interessen von Akteuren wie Mietern, Eigentümern und Finanziers analysiert, die die Kostenoptimierung der Immobilie jeweils unterschiedlich priorisieren.
4. Veränderungen im Immobilienlebenszyklus: Der Fokus liegt auf der Anpassung von Gebäuden an sich ändernde Anforderungen des Kerngeschäfts sowie der strategischen Vorbereitung auf Nutzungsänderungen.
5. Die Abhängigkeit der Lebenszykluskosten: Das Kapitel zeigt auf, dass Betriebskosten langfristig die Erstellungskosten übersteigen und welche Auswirkungen externe Faktoren wie Energiepreise oder Umweltauflagen (EnEV) haben.
6. Die Beeinflussung der Lebenszykluskosten: Es wird die Notwendigkeit einer prozessorientierten Bewertungsmethode und eines integrierten Immobiliencontrollings zur gezielten Beeinflussung der Kosten über den gesamten Lebenszyklus herausgestellt.
7. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die Erkenntnisse zur Notwendigkeit ganzheitlicher Immobilienbetrachtungen und der strategischen Ausrichtung als Basis für den wirtschaftlichen Unternehmenserfolg.
8. Literatur: Auflistung der im Werk verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Referenzen.
Immobilien, Lebenszykluskosten, Immobilienmanagement, Facility Management, Unternehmensimmobilien, Produktlebenszyklus, Immobiliencontrolling, Investitionsentscheidung, Nutzungsdauer, Wirtschaftlichkeit, Strategisches Management, Betriebskosten, Standortanalyse, Gebäudeökonomie, Wertschöpfung
Die Arbeit behandelt die strategische Bedeutung von Lebenszykluskosten bei Unternehmensimmobilien und wie diese im Kontext sich verändernder Produktlebenszyklen effizient gemanagt werden können.
Zentrale Felder sind die Kostenstruktur von Immobilien, die Interessenlagen verschiedener Akteure am Immobilienmarkt, die Beeinflussbarkeit von Kosten durch Planung sowie die Verknüpfung von Unternehmens- und Immobilienstrategien.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Beeinflussung und ein integriertes Controlling der Lebenszykluskosten der langfristige wirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens und die Gebrauchstauglichkeit seiner Immobilien gesichert werden können.
Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse aktueller Kostenstrukturen, die Auswertung von DIN- und GEFMA-Richtlinien sowie die Betrachtung betriebswirtschaftlicher Kennzahlen und deren Relevanz für den Immobilienlebenszyklus.
Der Hauptteil analysiert die Abhängigkeit der Lebenszykluskosten von technologischen Entwicklungen, die Identifikation von Kostenfaktoren im Zeitverlauf sowie die notwendige methodische Verknüpfung von Immobilienmanagement und strategischer Unternehmensführung.
Die zentralen Begriffe sind Lebenszykluskosten, Immobilienmanagement, Unternehmensimmobilien, Wirtschaftlichkeit und Immobiliencontrolling.
Viele Unternehmensführer sehen Immobilien lediglich als Kostenfaktor und nicht als strategischen Produktionsfaktor, weshalb immobilienbezogene Maßnahmen selten in die strategische Unternehmensplanung integriert werden.
Die EnEV zwingt Unternehmen dazu, bereits in der Planungsphase zukünftige ökologische Anforderungen und damit verbundene langfristige Energiekosten als Teil der Lebenszykluskosten stärker zu berücksichtigen.
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