Bachelorarbeit, 2021
63 Seiten, Note: 1,2
1 Einführung
2 Grundlagen der Partnerschaftsgesellschaft
2.1 Begriff des freien Berufs und Zugang zur Partnerschaftsgesellschaft
2.2 Entwicklung des Partnerschaftsgesellschaftsgesetzes
2.3 Stellung im Rechtssystem
2.3.1 Vorrang des Berufsrechts
2.3.2 Verweisung auf das Recht der OHG und GbR
3 Zivilrecht
3.1 Zugangskriterien für die Partner
3.2 Name der Partnerschaftsgesellschaft
3.3 Formale und materielle Voraussetzungen des Partnerschaftsvertrags
3.4 Partnerschaftsregister
3.5 Rechtsverhältnis der Partner untereinander
3.5.1 Verweis auf die handelsrechtlichen Vorschriften
3.5.2 Geschäftsführung
3.5.3 Beschlussfassung durch die Gesellschafter
3.5.4 Gewinn- und Verlustverteilung
3.6 Rechtsverhältnis zu Dritten
3.6.1 Rechtliche Selbstständigkeit
3.6.2 Vertretung durch die Partner
3.6.3 Haftung
3.6.3.1 Grundsatz der gesamtschuldnerischen Haftung
3.6.3.2 Haftungskonzentration auf bestimmte Partner
3.6.3.3 Haftungskonzept der PartG mbB
3.7 Ausscheiden eines Partners, Auflösung der Gesellschaft
4 Steuerrecht
4.1 Allgemein
4.1.1 Steuersubjekt
4.1.2 Besteuerungsgrundlage
4.2 Abgrenzung zu Gewerbetreibenden
4.2.1 Abgrenzung der Einkunftsarten
4.2.2 Freiberufliche Mitunternehmerschaft
4.2.3 Umqualifizierung zu gewerblichen Einkünften
4.2.3.1 Geringfügige gewerbliche Tätigkeit
4.2.3.2 Gewerbliche Beteiligung
4.2.3.3 Beteiligung Berufsfremder
4.2.4 Konsequenzen der Einordnung als gewerbliche Personengesellschaft
4.3 Steuerliche Besonderheiten
4.3.1 Betriebsvermögen
4.3.2 Gewinnermittlung
4.3.3 Gründung
4.3.4 Verlustverrechnung
5 Die PartG im Rechtsformvergleich zur GmbH und GbR
5.1 Gründungskosten
5.2 Steuerliche Belastung
5.2.1 Einkommensteuer
5.2.2 Körperschaftssteuer
5.2.3 Gewerbesteuer
5.2.4 Vergleichende Steuerbelastungsrechnung
5.3 Gewinnermittlungsmethode
5.4 Möglichkeit der Haftungsbeschränkung
6 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung der Partnerschaftsgesellschaft (PartG) als Rechtsform für freiberuflich Tätige, insbesondere unter Berücksichtigung der zivilrechtlichen Rahmenbedingungen und der steuerlichen Implikationen im Vergleich zu alternativen Rechtsformen wie der GbR und der GmbH.
3.6.3 Haftung
Das Haftungskonzept ist in § 8 PartGG in Anlehnung an §§ 128 bis 130 HGB dargelegt und verkörpert gleichzeitig das Herzstück des gesamten PartGG. Die PartG haftet stets unbeschränkt für ihre Verbindlichkeiten, die persönliche Haftung kann jedoch beschränkt werden. Ein wesentlicher Unterschied in Bezug auf das Haftungskonzept findet sich zwischen der PartG und der PartG mbB.
3.6.3.1 Grundsatz der gesamtschuldnerischen Haftung
§ 8 Abs. 1 PartGG legt fest, dass neben dem Vermögen der Partnerschaft auch sämtliche Gesellschafter gesamtschuldnerisch mit ihrem Privatvermögen für Verbindlichkeiten der PartG haften. Die Haftung der Partner ist streng akzessorisch zur Haftung der PartG. Das heißt, die Haftung der Partner ergibt sich bereits aus der Haftung der PartG, ohne dass eine weitere Regelung hierfür notwendig ist (analog zu § 128 Satz 1 HGB). Der Grundsatz der gesamtschuldnerischen Haftung kann gegenüber Dritten nicht eingeschränkt werden, vgl. § 8 Abs. 1 Satz 1 PartGG i.V.m. § 128 Satz 2 HGB. Wird ein Gesellschafter für Verbindlichkeiten der PartG in Haftung genommen, so darf er gem. § 8 Abs. 1 Satz 2 PartGG i.V.m. § 129 Abs. 1 HGB aufgrund der Akzessorietät alle Einwendungen, die die PartG erbringen dürfte, ebenfalls erheben. Nach § 129 Abs. 2 HGB darf der Gesellschafter die Befriedigung des Gläubigers verweigern, solange die PartG das für die Verbindlichkeit zu Grunde liegende Rechtsgeschäft anfechten kann. Dies gilt gem. § 129 Abs. 3 HGB auch dann, wenn sich der Gläubiger durch eine Aufrechnung einer fälligen Forderung befriedigen kann. Ergeht gegen die PartG ein Vollstreckungstitel, so gilt dieser jedoch gem. § 129 Abs. 4 HGB nicht zugleich für die Gesellschafter. Die Akzessorietät der Haftung der Partner für Verbindlichkeiten der PartG kommt hier an ihre Grenzen. Insofern bedarf es einer separaten Vollstreckung gegen den Gesellschafter, damit dieser eventuelle persönliche Einwendungen gegenüber dem Gesellschaftsgläubiger -die der PartG nicht zustehen- vorbringen kann.
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet den Anstieg selbstständiger Freiberufler in Deutschland und die damit wachsende Bedeutung von Rechtsformen für Zusammenschlüsse.
2 Grundlagen der Partnerschaftsgesellschaft: Dieses Kapitel erläutert den Begriff des freien Berufs, die historische Entwicklung des PartGG und die Einordnung der Gesellschaft in das Rechtssystem.
3 Zivilrecht: Hier werden die wesentlichen zivilrechtlichen Bestimmungen behandelt, insbesondere Zugangskriterien, Namensgebung, das Innenverhältnis, das Verhältnis zu Dritten sowie das zentrale Haftungskonzept.
4 Steuerrecht: Dieser Abschnitt analysiert die steuerliche Einordnung, die Abgrenzung zu gewerblichen Tätigkeiten, Besonderheiten bei der Gewinnermittlung sowie die Gründung und Verlustverrechnung.
5 Die PartG im Rechtsformvergleich zur GmbH und GbR: Der Vergleich beleuchtet Unterschiede bei Gründungskosten, steuerlicher Belastung, Gewinnermittlungsmethoden und Möglichkeiten der Haftungsbeschränkung.
6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die PartG bzw. PartG mbB als vorteilhafte Rechtsform für Freiberufler unter Berücksichtigung individueller Anforderungen.
Partnerschaftsgesellschaft, PartG, PartG mbB, Freie Berufe, Haftung, Mitunternehmerschaft, Gewerbesteuer, Einkommensteuer, Gewinnermittlung, Rechtsformvergleich, Gesellschaft bürgerlichen Rechts, GmbH, Transparenzprinzip, Berufsrecht, Haftungskonzentration
Die Arbeit analysiert die Partnerschaftsgesellschaft (PartG) als eine spezifische Rechtsform für Freiberufler und bewertet deren zivilrechtliche und steuerliche Eignung im Vergleich zu anderen Gesellschaftsformen.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Haftungskonzept der Partnerschaftsgesellschaft, der steuerlichen Behandlung von freiberuflichen Einkünften und dem Belastungsvergleich mit der GbR sowie der GmbH.
Ziel ist es, die rechtlichen und steuerlichen Vor- und Nachteile der Partnerschaftsgesellschaft herauszuarbeiten und zu prüfen, inwieweit sie eine attraktive Rechtsformalternative darstellt.
Die Arbeit nutzt eine rechtsdogmatische Analyse auf Basis aktueller Gesetzestexte, Rechtsprechung (insb. BFH-Urteile) und Fachliteratur, ergänzt durch eine beispielhafte Steuerbelastungsrechnung.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte zivilrechtliche Analyse des PartGG, eine tiefgehende Untersuchung steuerrechtlicher Besonderheiten und einen direkten Rechtsformvergleich zur GmbH und GbR.
Zentrale Begriffe sind Partnerschaftsgesellschaft, Haftungskonzentration, gewerbliche Infektion, Mitunternehmerschaft und das Transparenzprinzip.
Die PartG mbB ermöglicht eine Haftungsbeschränkung auf das Gesellschaftsvermögen bei Verbindlichkeiten aus fehlerhafter Berufsausübung, sofern eine entsprechende Berufshaftpflichtversicherung besteht, was das persönliche Risiko der Partner reduziert.
Dies ist das steuerliche Risiko, bei dem eine freiberuflich tätige Gesellschaft durch gewerbliche Tätigkeiten oder die Beteiligung Nicht-Freiberuflicher in vollem Umfang als gewerblich eingestuft und somit gewerbesteuerpflichtig wird.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

