Diplomarbeit, 2001
95 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Horizontale strategische Allianzen als Form der Unternehmenskooperation
2.1 Begriffe und Definitionen
2.2 Beweggründe für Unternehmenspartnerschaften
2.2.1 Umweltdynamische Prozesse
2.2.2 Theoretische Erklärungsansätze
2.2.2.1 Der TAK-Ansatz
2.2.2.2 Strategisches Management
2.2.2.3 Resource-Based-View
2.3 Kooperationsformen
2.4 Kooperationsphasen
2.5 Kooperationsmanagement
3. Forschung und Entwicklung
3.1 Begriff und Grundlagen
3.1.1 Definition
3.1.2 Phasen im FuE-Prozess
3.2 Bedeutung für den Wirtschaftsprozess
3.3 Eignung des FuE-Bereichs für strategische Allianzen
4. Controlling
4.1 Die koordinationsorientierte Konzeption als Leitbild
4.2 Kooperationscontrolling
4.2.1 Aufgaben des Kooperationscontrolling
4.2.2 Instrumente des Kooperationscontrolling
4.3 FuE-Controlling
4.3.1 Notwendigkeit eines FuE-Controlling
4.3.2 Die Entwicklungsstufen des FuE-Controlling
4.3.3 Aufgaben des FuE-Controlling
4.3.4 Strategisches FuE-Controlling
4.3.5 Operatives FuE-Controlling
5. Controlling strategischer FuE-Allianzen im Rahmen eines dynamischen Kooperationsmodells
5.1 Das dynamische Modell
5.2 Die strukturierte Auswahl der Controllinginstrumente mit Hilfe der SADT-Methode
5.3 Die statische Perspektive
5.3.1 Controlling in der Anbahnungsphase
5.3.1.1 Die strategische Analyse
5.3.1.2 Die Partnerwahl
5.3.1.3 Die Initiierung
5.3.2 Controlling in der Durchführungs- und Abwicklungsphase
5.3.2.1 Die Planung
5.3.2.2 Die Kontrolle
5.3.2.3 Die Steuerung
5.4 Die dynamische Perspektive
6. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, auf Basis eines dynamischen Kooperationsmodells ein praxisanwendbares Konzept für das Controlling horizontaler strategischer Allianzen im Bereich Forschung und Entwicklung (FuE) zu entwickeln und die dafür notwendigen Methoden und Instrumente zu identifizieren.
2.2.1 Umweltdynamische Prozesse
Warum verlassen Unternehmen ihre Autonomie? Diese Frage wird in heutiger Zeit oft mit einer steigenden Umweltdynamik beantwortet. Ein langfristiger Unternehmenserfolg ist deswegen stark von der Flexibilität und Wandlungsfähigkeit einer Unternehmung abhängig. Strategische Kooperationen gelten dabei als Möglichkeit, diese Anpassungsflexibilität zu erreichen. Auslösefaktoren beschreiben beispielsweise Lorange/Roos:
• Die Globalisierung und der damit einhergehende Wettbewerbsdruck, hervorgerufen durch eine leistungsfähigere Kommunikationstechnologie, durch Deregulierungsmaßnahmen auf vielen Märkten, etc.
• Anpassungserfordernisse an lokale Bedürfnisse trotz Globalisierung
• Beschleunigte Technologieentwicklung und verkürzte Produktlebenszyklen. Dies begünstigt gemeinsame FuE-Aktivitäten mit dem Ziel der Kostenaufteilung und gemeinsamer Ressourcennutzung
• Die hohe Nachfrage nach Komplettlösungen und der damit einhergehende Zwang zur Partnerschaftsbildung.
Ein weiterer Grund, der für eine Kooperation spricht, waren die oft negativen Erfahrungen in den siebziger und achtziger Jahren mit Akquisitionen im Rahmen von Diversifikationsstrategien.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Bedeutung strategischer Allianzen im FuE-Bereich ein und umreißt die Zielsetzung der Arbeit, ein anwendbares Controlling-Modell zu entwerfen.
2. Horizontale strategische Allianzen als Form der Unternehmenskooperation: Dieses Kapitel definiert den Begriff Kooperation und strategische Allianzen, analysiert Beweggründe wie Umweltdynamik und beleuchtet verschiedene Kooperationsformen und -phasen.
3. Forschung und Entwicklung: Hier werden FuE-Begriffe sowie der Prozess erläutert und die besondere Bedeutung dieses Bereichs für den Wirtschaftsprozess und für strategische Allianzen herausgestellt.
4. Controlling: Dieses Kapitel behandelt die koordinationsorientierte Controlling-Konzeption und leitet spezifische Aufgaben für das Kooperations- sowie das FuE-Controlling ab.
5. Controlling strategischer FuE-Allianzen im Rahmen eines dynamischen Kooperationsmodells: Das Kernstück der Arbeit stellt ein dynamisches Modell vor, das alle Einflussfaktoren integriert und eine strukturierte Auswahl von Controllinginstrumenten mittels SADT-Methode ermöglicht.
6. Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, für jedes Unternehmen eine individuelle Balance bei der Detailtiefe von Planung, Kontrolle und Steuerung zu finden.
Strategische Allianzen, Forschung und Entwicklung, FuE-Controlling, Kooperationscontrolling, SADT-Methode, Unternehmenskooperation, Umweltdynamik, Kernkompetenzen, Planung, Kontrolle, Steuerung, Innovationsmanagement, Wettbewerbsfähigkeit, Wertsteigerung, Kooperationsmanagement.
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Herleitung und praktischen Gestaltung eines Controlling-Modells, das speziell auf die Bedürfnisse von strategischen Allianzen im Bereich Forschung und Entwicklung zugeschnitten ist.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen strategischer Allianzen, die spezifischen Anforderungen des FuE-Bereichs an eine Unternehmensführung sowie die Rolle des Controllings als Koordinationsinstrument in Kooperationsprozessen.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines dynamischen, in der Praxis anwendbaren Modells für das Controlling strategischer Allianzen im FuE-Bereich, um Transparenz zu schaffen und Entscheidungsprozesse zu unterstützen.
Die Arbeit verwendet unter anderem die SADT-Methode (Structured Analysis and Design Technique) zur hierarchischen Dekomposition und strukturierten Auswahl von Controllinginstrumenten für die verschiedenen Phasen einer Kooperation.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der Kooperation und des FuE-Bereichs detailliert die Aufgaben und Instrumente des Controllings in den drei Grobphasen einer Kooperation (Anbahnung, Durchführung, Abwicklung) analysiert.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie FuE-Controlling, strategische Allianzen, Innovationsmanagement, Kooperationsphase und SADT-Methode charakterisiert.
Die Komplexität entsteht durch die Kombination aus dem bereits unstrukturierten und risikobehafteten FuE-Prozess mit der zusätzlichen Herausforderung der interorganisationalen Abstimmung und der schwer messbaren "weichen Faktoren" wie Vertrauen.
Soft-factors wie Vertrauen und interorganisationales Lernen bilden den inneren, dynamischen Kreislauf des Modells und sind für die Anpassungsfähigkeit der Allianz sowie den Erfolg langfristiger Kooperationsbeziehungen essenziell.
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