Bachelorarbeit, 2008
43 Seiten, Note: 1, 5
1. Was ist ein Weblog?
1. Technische und organisatorische Aspekte
2.1.1 Struktur und Aufbau eines Weblogs
2.1.2 Inhalte von Weblogs
2.1.3 Besonderheiten gegenüber herkömmlichen Webseiten
2.1.4 Einrichten und Betreiben eines Weblogs
2. Linguistische und kommunikationssoziologische Aspekte
2.2.1 Textsorte Weblog
2.2.2 Verortung von Weblogs im Modell von Koch / Oesterreicher
2.2.3 Funktion von Weblogs
2. Was ist Humor
3.1 Allgemeine Definition
3.2 Dimensionen der Scherzkommunikation
3.3 Humorformate
3. Humor in Weblogs
4.1 Abgrenzung zu gesprochener Sprache (?)
4.2 Methodische Hinweise
4.3 Vorstellung der einzelnen Weblogs und ihrer Betreiber
4.3.1 „The Exit“ (http://blog.the-exit.net)
4.3.2 „Prägnanz“ (http://praegnanz.de/weblog)
4.3.3 „Der Shopblogger“ (http://www.shopblogger.de/blog)
4.3.4 „Die Spreepiratin“ (http://spreepiratin.twoday.net)
4.3.5 „Taxiblog“ (http://www.taxi-blog.de/wordpress)
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Verwendung von Humor in Weblogs, wobei die Forschungsfrage darauf abzielt, wie Humor in diesem internetbasierten Medium entsteht, erkennbar wird und welche kommunikativen Funktionen er erfüllt.
1. Einleitung: Signifikanz von Weblogs
Moderatorin Anne Will hat eines. Ebenso die FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin - und vielleicht auch die 14-jährige Schülerin von nebenan. Die Rede ist von Weblogs, einem Format, das sich innerhalb weniger Jahre im Rahmen der „Neuen Medien“ etabliert hat. Mit dieser Entwicklung ging zum Einen ein großes Medieninteresse einher - Tageszeitungen wie etwa „Die Zeit“ haben entweder eine feste Rubrik, in der Weblogs bewertet und empfohlen werden, oder lassen ihre Redakteure per Weblog mit Lesern in Kontakt treten. Zum Anderen gibt es seit Jahren ein starkes allgemeines Interesse an Weblogs, das einen Anstieg der Anzahl von Weblogs zur Folge hatte.
Die rasante Verbreitung und wachsende Beliebtheit dieses Mediums legt eine Auseinandersetzung mit und Untersuchung von Weblogs unter linguistischen Aspekten nahe. Zwar ist dies in verschiedenen Forschungsarbeiten bereits geschehen (z.B. Schlobinski / Siever 2005), jedoch meist unter allgemeinen sprachwissenschaftlichen Gesichtspunkten.
In dieser Arbeit sollen besonders pragmatische Aspekte berücksichtigt werden, genauer gesagt: Die Verwendung von Humor in Weblogs. Dabei spielen folgende Fragen eine Rolle: Was macht Humor an sich aus? Wie kann Humor in dem Internet-Medium Weblog, in dem sich die Kommunikationsteilnehmer häufig gar nicht kennen, überhaupt entstehen? Wie ist Humor im Netz erkennbar? Und zu guter Letzt: Welche Funktion erfüllt Humor in Weblogs?
Laut Androutsopoulos ist Spaß im Netz „eines dieser Phänomene, über die man viel spricht, aber noch sehr wenig weiß.“ (2006, 1). Dieses Wissen zumindest um einen kleinen Teil zu erweitern, ist das Anliegen dieser Arbeit.
1. Was ist ein Weblog?: Dieses Kapitel erläutert die technischen Aspekte, die inhaltliche Struktur von Weblogs sowie ihre Einordnung als linguistisches und kommunikationssoziologisches Medium.
2. Was ist Humor: Hier wird der theoretische Rahmen für Humor und Scherzkommunikation gesteckt, wobei allgemeine Definitionen, Dimensionen und spezifische Humorformate betrachtet werden.
3. Humor in Weblogs: Dieser Hauptteil analysiert die Besonderheiten und Methoden von Humor im Internetkontext und untersucht anhand von fünf Fallbeispielen konkrete Anwendungsszenarien in verschiedenen Weblogs.
Weblogs, Humor, Scherzkommunikation, Internetkommunikation, Blogosphäre, Online-Interaktion, Sprachspiel, Identitätsmanagement, Komik, pragmatische Aspekte, Textsorte, digitale Kommunikation, soziale Medien, Netzgemeinschaft, Blog-Analyse.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Existenz und Anwendung von Humor in persönlichen Weblogs und untersucht, wie dieses Phänomen im Kontext der computervermittelten Kommunikation funktioniert.
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Weblogs, die linguistische Humortheorie, die Dynamik von Online-Kommunikation und die Analyse spezifischer Humorformate innerhalb von Weblog-Beiträgen und deren Kommentaren.
Ziel ist es zu ergründen, wie Humor im Weblog-Medium entsteht, wie er trotz fehlender non-verbaler Signale identifiziert werden kann und welche sozialen Funktionen er für die Nutzer erfüllt.
Es handelt sich um eine qualitative Textkorpus-Analyse von fünf ausgewählten Weblogs, wobei die Kategorisierung von Humor und die Interaktionsweisen zwischen Bloggern und Kommentatoren auf Basis kommunikationswissenschaftlicher Theorien untersucht werden.
Im Hauptteil werden reale Beispiele aus verschiedenen Weblogs analysiert, um zu zeigen, wie Stilmittel wie Wortspiele, Parodien und absurde Theorien zur Erzeugung von Komik eingesetzt werden.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Blogosphäre, Scherzkommunikation, Identitätsmanagement, computervermittelte Kommunikation und soziale Interaktion beschreiben.
Weil in der schriftbasierten Online-Kommunikation wichtige Signale wie Mimik, Gestik und Prosodie fehlen, was dazu führt, dass subtile humoristische Intentionen oft missverstanden werden können.
Die Blogroll ermöglicht durch Verlinkung die Entstehung einer sogenannten "Blogosphäre", in der ein komplexes Netzwerk von Weblogs untereinander und zwischen den Kommunikationsteilnehmern entsteht.
Sie nutzen häufig Humor, wie etwa Emoticons oder ironische Wortspiele, um Grenzen auszutesten, kritische Distanz zu wahren oder um schwierige Themen ironisch zu brechen, ohne das Gesicht zu verlieren.
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