Bachelorarbeit, 2021
101 Seiten, Note: 2,0
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
1 Einleitung
1.1 Relevanz
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau
2 Theorie
2.1 Dyade
2.1.1 Begriffserläuterung und Abgrenzung
2.1.2 Dimensionen von Dyaden
2.2 Soziale Unterstützung
2.2.1 Begriffserläuterung und Abgrenzung
2.2.2 Dimensionen sozialer Unterstützung
2.2.3 Quellen sozialer Unterstützung
2.2.4 Erwartete versus erhaltene Unterstützung
2.3 Subjektives Wohlbefinden
2.3.1 Begriffserläuterung und Abgrenzung
2.3.2 Dimensionen subjektiven Wohlbefindens
2.4 Stress
2.4.1 Begriffserläuterung und Abgrenzung
2.4.2 Transaktionales Stressmodell nach Lazarus und Folkman
2.4.3 Dimensionen von Stresserleben
2.5 Integration - Wirkmechanismen und Effekte
2.6 Zusammenfassung der Theorie und Spezifikation der Fragestellung
3 Methodik
3.1 Rahmenbedingungen
3.2 Operationalisierung und Untersuchungsinstrumente
3.2.1 Soziodemografische Variablen
3.2.2 Abhängige Variable
3.2.3 Unabhängige Variablen
3.3 Pretest
3.4 Datenaufbereitung
3.5 Statistische Methoden
4 Ergebnisse
4.1 Vorausgehende Analysen
4.2 Deskriptive Ergebnisdarstellung
4.2.1 Soziodemografische Variablen
4.2.2 Abhängige und unabhängige Variablen
4.3 Beantwortung der Leitfragen
4.3.1 Leitfrage 1: Inwiefern beeinflusst die Unterstützung das Wohlbefinden?
4.3.2 Leitfrage 2: Inwiefern beeinflusst die Unterstützung das Stresserleben?
4.3.3 Leitfrage 3: Inwiefern beeinflussen einzelne Unterstützungsmerkmale das Wohlbefinden?
4.3.4 Leitfrage 4: Inwiefern beeinflussen einzelne Unterstützungsmerkmale das Stresserleben?
4.3.5 Leitfrage 5: Welche soziodemografischen Besonderheiten lassen sich erkennen?
4.4 Zusammenfassung der Ergebnisse
5 Diskussion
5.1 Interpretation der Ergebnisse
5.2 Kritische Reflexion
5.3 Ausblick
5.4 Fazit
Die vorliegende Bachelor Thesis untersucht den Einfluss der erwarteten sozialen Unterstützung in der Dyade auf das subjektive Wohlbefinden sowie das Stresserleben von Personen in Paarbeziehungen. Dabei wird insbesondere analysiert, inwieweit partnerschaftliche Unterstützungsleistungen als Ressource oder Belastung wirken und ob soziodemografische Faktoren wie Geschlecht, Alter oder Ehestatus diese Zusammenhänge moderieren.
2.4.1 Begriffserläuterung und Abgrenzung
Evolutionsbedingt geht Stress aus der Flight-Fight-Theorie hervor. Demnach hat Stress die Aufgabe die gesamte Konzentration des Menschen sowie sämtliche körperlichen Vorgänge auf einen Stressor und die dazugehörige Situation zu fokussieren, um ihn zum Kämpfen oder Fliehen zu veranlassen. Dieser Prozess sollte den Menschen vor dem Tod bewahren und galt der Sicherung des Überlebens. Im Jahre 1974 beschreibt der Mediziner Hans Selye „Stress“ als eine „(...) unspezifische Reaktion des Körpers auf jede an ihn gestellte Anforderung (...)“ und leitet davon sein „Allgemeines Adaptionssyndrom“ ab. Dies zeigt eine eher allgemein gehaltene Erklärung, die sich mit keinen konkreten Lebensbereichen oder Situationen beschäftigt und besonders den medizinisch pathologischen Aspekt fokussiert. Zapf und Semmer (2004) rücken die Diskrepanz zwischen den zu bewältigenden Anforderungen und den zur Verfügung stehenden Ressourcen in den Mittelpunkt, wohingegen Holmes und Rahe (1967) mit ihrer Life-Event-Theorie bestimmte Ereignissen auf einer Stressskala mit einem Stressausmaß deklarieren. Laut den Autoren wird das Stresslevel jeder Person dann überschritten, wenn die Lebensereignisse innert eines Jahres insgesamt mehr als 300 Stresspunkte aufweisen. Spezifischer beleuchten Lazarus und Folkman (1984) in ihrer relational-transaktionalen Stresstheorie Stress als „(...) a particular relationship between the person and the environment that is appraised by the person as taxing or exceeding his or her resources and endangering his or her well-being.” Ausgehend davon wird Stress vielmehr als biopsychosoziale Auswirkung, verursacht durch als ressourcenüberschreitend und gefährdend eingeschätzte Umstände, deklariert, der damit einen Prozess und nicht einen Zustand beschreibt. Diese Fülle an Ansichten ergibt sich aufgrund von divergenten Sichtweisen und Disziplinen, die sich mit Stress beschäftigen.
1 Einleitung: Beschreibt die Relevanz von Partnerschaften als Gesundheitsressource und definiert die zentrale Forschungsfrage sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Theorie: Erarbeitet die theoretischen Konstrukte Dyade, soziale Unterstützung, Wohlbefinden und Stress und führt diese in einem Wirkmodell zusammen.
3 Methodik: Erläutert das Design einer quantitativen Querschnittstudie, die Operationalisierung der Variablen und das Vorgehen bei der Online-Befragung.
4 Ergebnisse: Präsentiert die statistische Auswertung der Daten, einschließlich deskriptiver Statistiken und Analysen zu den spezifischen Leitfragen.
5 Diskussion: Interpretiert die Ergebnisse im Lichte der Theorie, reflektiert kritisch die Limitationen der Studie und gibt einen Ausblick auf künftige Forschung.
Soziale Unterstützung, Dyade, Subjektives Wohlbefinden, Stresserleben, Partnerschaft, Ressourcenwirkung, Transaktionales Stressmodell, PERMA-Modell, Beziehungszufriedenheit, Gesundheitspsychologie, Querschnittstudie, Soziodemografie, Bindung, Coping, Lebensqualität
Die Arbeit untersucht, wie erwartete soziale Unterstützung durch den Partner das subjektive Wohlbefinden und das Stresserleben von Personen in Paarbeziehungen beeinflusst.
Die zentralen Felder umfassen die gesundheitspsychologische Bedeutung von Partnerschaften, die verschiedenen Arten sozialer Unterstützung und wie diese Stress bewältigen oder das Wohlbefinden steigern können.
Das Ziel ist es, einen empirischen Zusammenhang zwischen der erwarteten sozialen Unterstützung und den psychologischen Variablen (Wohlbefinden, Stress) bei Personen in einer festen Partnerschaft aufzuzeigen.
Es wurde eine quantitative, explanative Querschnittstudie mittels einer Online-Fragebogenerhebung durchgeführt, deren Daten statistisch analysiert wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur fundierten Definition der Konstrukte und einen empirischen Teil, in dem die Ergebnisse der Befragung detailliert präsentiert und diskutiert werden.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Soziale Unterstützung, Dyade, Wohlbefinden, Stresserleben, Partnerschaftsqualität und Ressourcenwirkung.
Überraschenderweise zeigte das Merkmal „Entscheidung für die Bindung“ in dieser Studie keinen signifikanten Einfluss auf das Wohlbefinden oder das Stresserleben, was im Diskussionsteil kritisch reflektiert wird.
Die Online-Befragung ermöglichte den Zugang zu einer größeren Stichprobe und Anonymität für die Teilnehmenden, was für sensible Fragen zur Partnerschaft vorteilhaft ist.
Ja, die Studie deutet darauf hin, dass bei Frauen die Unterstützung einen signifikanten Einfluss auf das Stresserleben hat, während dieser Effekt bei Männern statistisch nicht signifikant nachweisbar war.
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