Bachelorarbeit, 2021
49 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Literaturbericht und Forschungstand
1.2 Forschungsdesign
2 Theoretischer Rahmen
2.1 Autoritäre Herrschaft
2.2 Grundformen autoritärer Herrschaft nach Wolfgang Merkel
2.3 Kritik
3 Analyse: Ungarn, ein autoritäres System?
3.1 Prüfung der Klassifikationskriterien
3.2 Einordnung Ungarns in die Grundformen autoritärer Herrschaft
4 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern das politische System Ungarns unter Ministerpräsident Viktor Orbán seit 2010 als autoritäres Regime klassifiziert werden kann. Auf Basis der theoretischen Systemtransformation-Theorie nach Wolfgang Merkel wird das politische System anhand von sechs zentralen Herrschaftskriterien analysiert, um eine fundierte Einordnung vorzunehmen.
3.1 Prüfung der Klassifikationskriterien
Die Herrschaftslegitimation in Ungarn stützt sich auf eine tief verwurzelte Mentalität der Magyaren. Diese wurde vorwiegend durch die Geschichte des Landes geprägt und resultierte aus und in diversen politischen Umschwüngen. Der tief verankerte ungarische Nationalismus, Antisemitismus und Wunsch nach nationaler Sicherheit wird im Folgenden dargestellt.
Den Grundstein der ungarischen Geschichte legte der große Eroberer der Heilige Stefan I. mit der Landnahme des Königreiches (vgl. Vetter 2012: 48). Der Symbolcharakter des Nationalheiligen wird durch seine bis heute andauernden Präsenz deutlich. So ziert die „Szent Korona“ (dt. ‘Heilige Krone‘) das ungarische Wappen und wird als Requisite im Parlamentsgebäude in Budapest – dem Zentrum des Landes – aufbewahrt (vgl. Lendvai 2016: 55). Der zweite Satz der ungarischen Präambel verankert ihn sogar im Grundgesetz: „Wir sind stolz darauf, dass unser König, der Heilige Stephan I., den ungarischen Staat vor tausend Jahren auf festen Fundamenten errichtete und unsere Heimat zu einem Bestandteil des christlichen Europas machte.“ (Präambel GG). Victor Orbán nutzt Stefan I. als Symbol für historische Kontinuität und Verkörperung der Einheit des Volkes.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die politische Entwicklung Ungarns seit 2010 unter Viktor Orbán und stellt die Forschungsfrage nach der Klassifizierung des Regimes als autoritäres System.
1.1 Literaturbericht und Forschungstand: Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über die verwendete Theorie von Wolfgang Merkel sowie die herangezogene journalistische und wissenschaftliche Literatur.
1.2 Forschungsdesign: Hier wird der methodische Aufbau der Arbeit erläutert, der eine theoretische Grundlegung und eine anschließende empirische Analyse umfasst.
2 Theoretischer Rahmen: Das Kapitel definiert den Begriff der autoritären Herrschaft und stellt die sechs Herrschaftskriterien nach Wolfgang Merkel vor.
2.1 Autoritäre Herrschaft: Hier werden die theoretischen Grundlagen von Herrschaftsformen und die Abgrenzung zwischen Demokratie und Autokratie erläutert.
2.2 Grundformen autoritärer Herrschaft nach Wolfgang Merkel: Dieses Kapitel beschreibt die zehn von Merkel definierten Grundtypen autoritärer Herrschaft.
2.3 Kritik: Hier werden theoretische Ansätze und Kritikpunkte an der Herrschaftsklassifikation von Wolfgang Merkel reflektiert.
3 Analyse: Ungarn, ein autoritäres System?: Dieser Abschnitt leitet die empirische Anwendung der Theorie auf den Fall Ungarn ein.
3.1 Prüfung der Klassifikationskriterien: Die sechs Kriterien (Legitimation, Zugang, Monopol, Struktur, Anspruch, Weise) werden systematisch auf das politische System Ungarns angewandt.
3.2 Einordnung Ungarns in die Grundformen autoritärer Herrschaft: Hier erfolgt eine tendenzielle Einordnung des ungarischen Regimes in das Typenmodell von Merkel.
4 Schlussbetrachtung: Das Kapitel fasst die Forschungsergebnisse zusammen und bewertet die Eignung der verwendeten Theorie für den Fall Ungarn.
Ungarn, Viktor Orbán, Fidesz, Autoritarismus, Wolfgang Merkel, Systemtransformation, Demokratieabbau, Herrschaftskriterien, Nationalismus, Rechtsstaatlichkeit, Politische Systeme, Transformation, illiberale Demokratie, Gewaltenteilung, Transformationstheorie.
Die Bachelorarbeit untersucht, ob das politische System Ungarns unter der Regierung von Viktor Orbán seit 2010 als autoritäres Regime eingestuft werden kann.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Herrschaftsmechanismen in Ungarn, die Rolle der Regierungspartei Fidesz, sowie die Einschränkung rechtsstaatlicher Prinzipien.
Die zentrale Frage lautet: Inwiefern kann Ungarn als autoritäres Regime bezeichnet werden?
Die Arbeit basiert auf der Typologie politischer Herrschaftssysteme von Wolfgang Merkel, insbesondere auf dessen sechs Klassifikationskriterien.
Der Hauptteil beinhaltet die systematische Prüfung der sechs Herrschaftskriterien anhand aktueller politischer Fakten aus der ungarischen Geschichte und Gegenwart.
Wichtige Begriffe sind Autoritarismus, Transformation, Fidesz, Rechtsstaatlichkeit und die Typologisierung politischer Systeme.
Die Arbeit zeigt auf, wie Orbán historische Traumata, wie den Vertrag von Trianon, und nationale Identitätskonzepte instrumentalisiert, um seine Macht zu legitimieren.
Die Arbeit analysiert, wie Notstands- und Ermächtigungsgesetze unter dem Deckmantel der Pandemiebekämpfung genutzt wurden, um das Machtmonopol des Ministerpräsidenten weiter auszubauen.
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