Masterarbeit, 2021
125 Seiten, Note: 1.0
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1. Einleitung
2. Theoretische Fundierung
2.1 Forschungsstand
2.2 Das Propagandamodell nach N. Chomsky und E. Herman
2.2.1 Die Interessen der Medieneigentümer
2.2.2 Die Interessen der Werbekunden
2.2.3 Die Interessen der Nachrichtenquellen
2.2.4 „Flak“ – Negative Reaktionen auf unliebsame Medienaussagen
2.2.5 Antikommunismus als Kontrollmechanismus
2.2.6 Kritik
2.3 Indexing Hypothese
2.3.1 Grundlagen der Indexing Hypothese
2.3.2 Weiterentwicklung der Hypothese
2.3.3 Source, Power und Political Indexing
2.3.4 Empirische Überprüfung – Kritischer Journalismus im Krisenfall
2.3.5 Übertragung der Indexing-Hypothese auf deutsche Medien
2.3.5.1 Forschungsstand zu innenpolitischen Debatten
2.3.5.2 Forschungsstand zu außenpolitischen Debatten
2.3.6 Kritik am Modell
3. Untersuchungsdesign
3.1 Die Argumentationsanalyse
3.1.1 Das „Argumenten-Schema“ nach Toulmin
3.1.2 Die Argumentationsanalyse nach Betz (2020)
3.2 Vorgehen der Untersuchung
3.2.1 DER SPIEGEL
3.2.2 Die Bild-Zeitung
3.2.3 Die Neue Zürcher Zeitung (NZZ)
3.3 Zeitlicher Kontext: Die Corona-Virus Pandemie in Deutschland
4. Ergebnisse
4.1 Argumentationsanalyse der Untersuchungsobjekte zur Zeit des Ersten Lockdown in Deutschland
4.1.1 Argumentationsanalyse DER SPIEGEL
4.1.2 Argumentationsanalyse der Neuen Zürcher Zeitung
4.1.3 Argumentationsanalyse der Bild
4.2 Argumentationsanalyse der Untersuchungsobjekte zur Zeit des Zweiten Lockdown in Deutschland
4.2.1 Argumentationsanalyse DER SPIEGEL
4.2.2 Argumentationsanalyse der NZZ
4.2.3 Argumentationsanalyse der Bild
4.3 Interpretation der Ergebnisse
4.3.1 Der politische Diskurs
4.3.2 Der mediale Diskurs
5. Fazit
Die vorliegende Masterarbeit untersucht, inwiefern der politische Diskurs während der Corona-Pandemie in deutschen Leitmedien abgebildet wurde und welche Deutungsmuster dabei zur Anwendung kamen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, ob die Berichterstattung in diesen Medien in ausreichendem Maße kritisch und perspektivreich erfolgte oder ob sie primär Regierungsnarrative widerspiegelte.
3.1 Die Argumentationsanalyse
„Eine Argumentation ist wie ein Organismus. Sie hat eine grobe, anatomische Struktur wie auch eine feinere sozusagen physiologische Struktur“ (Toulmin 2003:86). Argumente werden benötigt, um einen Standpunkt einzunehmen. Um diesen jedoch logisch, stringent und schlüssig zu analysieren, bedarf es eines geeigneten Konzepts, um den zu Grunde liegenden Strukturen nachzugehen. Hierfür bietet sich die Argumentationsanalyse an, welche dazu geeignet ist, Argumentationsstrukturen aufzuschlüsseln und komplexe Medieninhalte zu dechiffrieren. Die Methode ermöglicht es, „die Tendenzen zu ermitteln, mit denen die Diskussion zu einem öffentlich umstrittenen Problem in den Mediennachrichten vermittelt und in den Medienkommentaren diskutiert wird“ (Weiß 1989:478). Sie stellt dabei ein Verfahren zur Rekonstruktion einer logischen beziehungsweise argumentativen Struktur einer komplexen Äußerung dar. Zu einer Argumentation kommt es nach Klein (1985), wenn unter einem Kollektiv:
• Ein bestimmter Gedanke thematisch gemacht wird
• dieser Gedanke fraglich ist, und
• dieser Gedanke (für dieses Kollektiv zu diesem Zeitpunkt) strittig ist, d.h. es besteht ein gewisser sozialer Druck darüber zu entscheiden, ob der Gedanke zum kollektiv Geltenden gehört oder nicht (vgl. Klein 1985:209).
Diese drei Bedingungen seien laut Klein die Voraussetzungen, um in eine Argumentation zu treten. Beim Aufbau einer Argumentation müssen laut Klein drei Voraussetzungen erfüllt sein: 1. Die einzelnen Aussagen, aus denen sich das Argument zusammensetzt, müssen gerechtfertigt [Hervorhebung i. O.] werden (Rechtfertigungsproblem).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle der Medien in Krisenzeiten und führt in die Fragestellung ein, ob und wie deutsche Medien den politischen Diskurs während der Corona-Pandemie kritisch reflektierten.
2. Theoretische Fundierung: Dieses Kapitel liefert den theoretischen Rahmen durch die Vorstellung des Propagandamodells von Chomsky/Herman und der Indexing-Hypothese von Bennett, die als Grundlage für die medienkritische Analyse dienen.
3. Untersuchungsdesign: Hier wird die methodische Vorgehensweise dargelegt, insbesondere die Anwendung der Argumentationsanalyse nach Betz und die Auswahl der untersuchten Medien sowie Zeiträume.
4. Ergebnisse: Der Hauptteil präsentiert die detaillierte Analyse der Artikel aus DER SPIEGEL, NZZ und Bild für beide Lockdown-Phasen und interpretiert die Resultate vor dem Hintergrund der theoretischen Modelle.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und beantwortet die Forschungsfrage hinsichtlich des kritischen Diskurses in den untersuchten Medien.
Corona-Pandemie, Medienberichterstattung, Argumentationsanalyse, Indexing-Hypothese, Propagandamodell, Lockdown-Politik, DER SPIEGEL, Bild-Zeitung, Neue Zürcher Zeitung, politischer Diskurs, Regierungsnarrative, Krisenkommunikation, Pressefreiheit, mediale Verantwortung, Journalismus.
Die Arbeit untersucht kritisch, wie ausgewählte deutsche Leitmedien während der zwei Lockdown-Phasen der Corona-Pandemie über politische Maßnahmen berichtet und ob sie dabei einen differenzierten Diskurs ermöglicht haben.
Die Themenfelder umfassen die Rolle der Medien als demokratische Kontrollinstanz (Watchdog), das Verhältnis zwischen Politik und Journalismus in Krisenzeiten sowie die Untersuchung spezifischer Argumentationsmuster in den gewählten Printmedien.
Das primäre Ziel ist es, mittels einer qualitativen Argumentationsanalyse herauszufinden, ob die Medien den Regierungsdiskurs lediglich reproduziert haben oder ob sie Raum für kritische Gegenpositionen boten.
Der Autor verwendet eine komprimierte Form der Argumentationsanalyse nach Betz (2020), ergänzt durch theoretische Ansätze wie das Propagandamodell von Herman und Chomsky sowie die Indexing-Hypothese von Bennett.
Im Hauptteil erfolgt die Analyse von jeweils zwei Artikeln pro Medium für den „Ersten Lockdown“ und den „Zweiten Lockdown“, wobei die Argumentationsstruktur jedes Textes im Hinblick auf zentrale Thesen und ihre Begründung untersucht wird.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Medienberichterstattung, Corona-Pandemie, Argumentationsanalyse, Indexing-Hypothese und politischer Diskurs definieren.
Die Wahl fiel auf die Bild, da sie trotz ihrer boulevardesken Ausrichtung und häufiger Kritik eine enorme Reichweite besitzt und somit einen maßgeblichen Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung in Deutschland ausübt.
Die Analyse zeigt, dass sich die mediale Stimmung im Verlauf der Pandemie verändert hat; während zu Beginn der Krise oft ein Konsens vorherrschte, entwickelte sich im weiteren Verlauf eine stärkere kritische Auseinandersetzung mit den staatlichen Maßnahmen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

