Diplomarbeit, 2020
23 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Geschichte und Begriffsdefinition zur Indoktrination
2.1 Indoktrination: Transition aus der Politik in die Pädagogik
2.2 Indoktrination: Versuch einer Begriffsdefinition
3. Die theoretische Brücke zwischen Indoktrination und Erziehung
3.1 Erziehung: Definitionsanalyse - Brezinka und Hobmair
3.2 Autoritäten und autoritäres Verhalten in der Erziehung
4. Indoktrination: Gegenteil der Erziehung?
4.1 Differenzierung der Begriffe „Indoktrination“ und „Erziehung“
4.2 Indoktrination: Teilaspekt der Pädagogik
5. Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, den umstrittenen Begriff der Indoktrination im pädagogischen Kontext zu untersuchen und zu prüfen, ob dessen strikte Polarisierung als Gegenteil von Erziehung zeitgemäß ist oder ob er als normativer Teilbereich der Pädagogik verstanden werden sollte.
3.2 Autoritäten und autoritäres Verhalten in der Erziehung
In Bezug auf die Thematik der Indoktrination lassen sich Verbindungen zur Autorität, sowie dem darin beinhaltenem autoritären Verhalten knüpfen, beispielsweise in welchen der Bildende dem zu lernenden unter Vorwand nicht nachvollziehbarer Gründe und fehlenden Argumenten seine eigene Perspektive, beziehungsweise die von ihm vorgestellten Lerninhalte frei von jeglichen Optionen vorlegt.
„Autorität bedeutet das Innehaben von sozialer Macht und sozialem Einfluss über eine oder mehrere Personen.“ (Hobmair 2014, S.87)
Somit lässt sich der Aspekt der Autorität in der Erziehung nicht wegdenken und ist sein ständiger Begleiter. Hierbei muss unterschieden werden, in welcher Form diese Autorität ausgeübt wird (Vgl. Hobmair 2014, S. 88):
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Debatte um Indoktrination und Erziehung ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Notwendigkeit einer Polarisierung dieser Begriffe.
2. Geschichte und Begriffsdefinition zur Indoktrination: Das Kapitel zeichnet den historischen Wandel des Begriffs von einer politischen hin zu einer pädagogischen Bedeutung nach und liefert eine fundierte Begriffsbestimmung.
3. Die theoretische Brücke zwischen Indoktrination und Erziehung: Hier wird der theoretische Rahmen durch eine Definitionsanalyse von Erziehung und die Betrachtung autoritärer Erziehungsstile nach Kurt Lewin gespannt.
4. Indoktrination: Gegenteil der Erziehung?: In diesem Teil erfolgt die kritische Differenzierung der Begriffe und die Einordnung der Indoktrination als potenziell normativen Teilaspekt der Pädagogik.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass der Begriff der Indoktrination aus aktueller Sicht eher als normativer Teilbereich der Pädagogik zu betrachten ist.
Indoktrination, Erziehung, Pädagogik, Autorität, Autonomie, Begriffsdefinition, Ideologie, Bildungsrat, Hermeneutik, Erziehungsstile, Mündigkeit, normativer Aspekt, Lehrprozesse, Machtausübung, Elementarpädagogik.
Die Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen Indoktrination und Erziehung und hinterfragt die traditionelle, meist stigmatisierte Trennung beider Konzepte.
Die Themenfelder umfassen die historische Entwicklung des Indoktrinationsbegriffs, theoretische Grundlagen der Erziehungswissenschaften, Erziehungsstile sowie die Rolle von Autorität und Macht in pädagogischen Settings.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob eine Polarisierung des Indoktrinationsbegriffs heute noch notwendig ist oder ob Indoktrination als normativer Aspekt innerhalb der Pädagogik verstanden werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer hermeneutischen Analyse der einschlägigen Fachliteratur und vergleicht theoretische Thesen anhand fiktiver, aber praxisnaher Szenarien.
Der Hauptteil analysiert die historische Transition des Begriffs, beleuchtet Definitionsansätze, setzt sich mit Erziehungsstilen auseinander und hinterfragt die Autoritätsperson im pädagogischen Alltag.
Die wichtigsten Begriffe sind Indoktrination, Erziehung, Autorität, Autonomie und Pädagogik.
Diese Differenzierung nach Mariana Momanu ist entscheidend, um den Begriff von seiner rein politischen Stigmatisierung zu lösen und ihn als Teil der pädagogischen Arbeit interpretieren zu können.
Lewins Stile (autoritär, demokratisch, laissez-faire) dienen als Grundlage, um Machtstrukturen und autoritäres Verhalten innerhalb der Erziehung greifbar zu machen.
Die Grauzone beschreibt den schmalen Grat zwischen der notwendigen Unterstützung der kindlichen Entwicklung und einer möglichen Kastration der kindlichen Autonomie durch pädagogische Einflussnahme.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Indoktrination nicht zwingend das Gegenteil von Erziehung ist, sondern als ein normativer Teilbereich der Pädagogik anzusehen ist, der eine kritische Auseinandersetzung im Alltag erfordert.
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