Bachelorarbeit, 2021
88 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung und Problemstellung
2 Theoretische Grundlagen und aktueller Forschungsstand
2.1 Journalismus auf Instagram
2.2 Die Covid-19 Krise und die Rolle der Medien
2.2.1 Definition Covid-19
2.2.2 Das Informationsverhalten der Deutschen und die Rolle der Medien in der Krise
2.3 Frauen in den Medien
2.3.1 Kommunikationswissenschaftliche Geschlechterforschung
2.3.1.1 Der Gleichheitsansatz
2.3.1.2 Der Differenzansatz
2.3.1.3 Der (De-)Konstruktivismus
2.3.2 Die Repräsentation der Frau in den letzten Jahren bis heute
2.3.2.1 Informationssendungen im Fernsehen
2.3.2.2 Presse
2.3.2.3 Online Nachrichten und Social Media
2.3.3 Die Relevanz der Frau in den Medien
2.4 Aktueller Forschungsstand zur Geschlechterverteilung in der Corona Berichterstattung
2.4.1 Fernsehen
2.4.2 Online Printmedien
2.5 Zwischenfazit
3 Empirische Untersuchung
3.1 Forschungsfragen und Hypothesen
3.2 Methodik
3.3 Pretest
3.4 Auswertung der Forschungsergebnisse
3.5 Diskussion der Forschungsergebnisse
3.6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Geschlechterverteilung in der journalistischen Corona-Berichterstattung auf den Instagram-Kanälen von „ZDFheute“ und „der Spiegel“. Ziel ist es zu analysieren, ob die traditionelle Unterrepräsentation von Frauen in den Medien auch auf den untersuchten Social-Media-Plattformen fortbesteht und in welchen inhaltlichen Kontexten Männer und Frauen primär dargestellt werden.
2.3.1.1 Der Gleichheitsansatz
Der Gleichheitsansatz ist der älteste der drei Ansätze, da dieser bereits in den siebziger Jahren als Basis mehrerer Untersuchungen diente (Klaus, 2005, S. 31).
Dieser Ansatz geht im Sinne der Aufklärung davon aus, dass das Individuum einen Anspruch auf Freiheit und Gleichheit hat (Thiele, 2019, S. 262). Das Ausmaß dessen steht jedoch in einer Abhängigkeit zu den Geschlechterrollen, denen Frauen und Männer „durch die Machtverhältnisse zugewiesen werden“ (Röben, 2013, S. 71). In diesem Machtverhältnis bilden die Männer die Norm, während die Frauen als „Defizitwesen“ gesehen werden (Klaus, 2005, S. 47).
Die Tatsache, dass sich Frauen und Männer unterscheiden und somit auch ihre Stellung in der Gesellschaft, wird im Gleichheitsansatz nicht auf das biologische Geschlecht (sex) zurückgeführt, sondern auf das soziale (gender) (Klaus, 2005, S. 46). Männer und Frauen seien demnach grundsätzlich gleich, ausgenommen lediglich die Unterschiede, die mit der Fähigkeit der Frau, Kinder zu bekommen, einhergehen (Scheu, 1977, S. 13). Die unterschiedlichen Geschlechterrollen sind folglich nicht von der Natur gegeben, sondern ein „individuell erworbenes und kulturell bestimmtes Verhaltensrepertoire von Männern und Frauen“ (Klaus, 2005, S. 46).
Ein zentrales Ziel des Gleichheitsansatzes ist es, auf die Diskriminierung der Frauen aufmerksam zu machen (Klaus, 2002, S. 25). Darüber hinaus soll aufgezeigt werden, dass Frauen durch diese Diskriminierung „in der umfassenden Entwicklung ihrer Fähigkeit behindert werden“, da davon ausgegangen wird, dass sie aufgrund ihres Geschlechts grundsätzlich weniger Möglichkeiten und Chancen haben als Männer (Klaus, 2005, S. 46). Klaus (2005) beschreibt Frauen deshalb als „Opfer patriarchaler Verhältnisse“ (S.46).
1 Einleitung und Problemstellung: Vorstellung der Relevanz der Geschlechterforschung in den Medien im Kontext der Corona-Pandemie und Formulierung der zentralen Forschungsfragen.
2 Theoretische Grundlagen und aktueller Forschungsstand: Erläuterung der theoretischen Rahmenbedingungen und Darstellung des Stands der Forschung zur Geschlechterrepräsentation in verschiedenen Mediengattungen.
3 Empirische Untersuchung: Detaillierte Beschreibung der quantitativen Inhaltsanalyse, der Hypothesenbildung und der Analyse der erhobenen Instagram-Beiträge.
Geschlechterverteilung, Corona-Pandemie, Instagram, ZDFheute, Der Spiegel, Inhaltsanalyse, Unterrepräsentation, Mediennutzung, Journalismus, Expertinnen, Gender, Geschlechterrollen, Repräsentation, Online-Nachrichten, Social Media
Die Arbeit untersucht, wie Männer und Frauen in der journalistischen Berichterstattung zur Corona-Pandemie auf Instagram repräsentiert werden.
Im Fokus stehen die Geschlechterverteilung bei den Akteuren auf Bildern, in Videos sowie in Texten (Zitate und namentliche Erwähnungen) der Instagram-Kanäle von ZDFheute und dem Spiegel.
Wie sieht die Geschlechterverteilung in der Corona-Berichterstattung auf den Instagram-Kanälen von ZDFheute und dem Spiegel aus und in welchem Kontext werden Frauen und Männer jeweils unter- oder überrepräsentiert?
Es wurde eine quantitative Inhaltsanalyse durchgeführt, bei der Instagram-Beiträge im Zeitraum vom 1. bis 14. März 2021 codiert und statistisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Geschlechterforschung und Mediennutzung sowie eine detaillierte empirische Untersuchung mit Hypothesenprüfung.
Die zentralen Begriffe umfassen Geschlechterverteilung, Corona-Pandemie, Instagram, Inhaltsanalyse und Medienrepräsentation.
Im Gegensatz zu früheren Studien, die sich primär auf klassische Medien wie Fernsehen oder Print konzentrierten, analysiert diese Arbeit speziell journalistische Inhalte auf der Social-Media-Plattform Instagram.
Die Analyse bestätigt, dass die traditionelle Unterrepräsentation von Frauen in den Medien fortgesetzt wird; Männer dominieren sowohl als Akteure in Bildern und Videos als auch als Experten in Texten deutlich.
Ja, die Studie zeigt, dass Frauen in thematischen Kontexten wie „Bildung“ häufiger als Experten genannt werden, während Themen wie „Politik“ und „Medizin“ von männlichen Experten dominiert werden.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

