Bachelorarbeit, 2021
46 Seiten, Note: 1,2
1. Einleitung
1.1 Thematischer Ausblick
1.2 DDS - Die Deutsche Schule
1.3 Forschungsstand
2. Hauptteil
2.1 Weimarer Grundschullehrplan 1926 im Abgleich mit dem Reichserlass von 1937
2.2 Diskussion des Erlasses von 1937 am Exempel der Zeitung Deutsche Schule
2.2.1 Erziehung
2.2.2 Judenfrage
2.2.3 Heimatkunde
2.2.4 Sprachen
2.2.5 Rechnen
2.2.6 Sport
3. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Wandel im deutschen Erziehungssystem beim Übergang von der Weimarer Republik zum Nationalsozialismus. Im Fokus steht dabei die Analyse, wie sich die pädagogischen Anforderungen und Unterrichtsinhalte in der Volksschule durch den Reichserlass von 1937 im Vergleich zu den Richtlinien von 1921 verändert haben, um die nationalsozialistische Ideologie zu implementieren.
2.2.1 Erziehung
Die Grundlagen der nationalsozialistischen Erziehung und Erziehungspolitik wurden im Erlass vom Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung klar definiert. So war primär ein erstes Ziel, dass die Volksschule mit den anderen Schularten und neben den Gliederungen der Partei, dem Arbeitsdienst und dem Heer die hohe Aufgabe innehatte, die deutsche Jugend zur Volksgemeinschaft und zum vollen Einsatz für Führer und Nation zu erziehen.50
Zur Veranschaulichung der Ziele der Nationalsozialisten, können ihre allgemeinen Erziehungsziele angeführt werden: „Die gesamte Bildungs- und Erziehungsarbeit des völkischen Staates muß ihre Krönung darin finden, daß sie den Rassesinn und das Rassegefühl instinkt- und verstandesmäßig in Herz und Gehirn der ihr anvertrauten Jugend hineinbrennt.“51
Die gesamte deutsche Jugend sollte mit dem nationalsozialistischen Gedanken erzogen werden. Erstens, im Wörterbuch der Nationalsozialisten gehörte der Begriff „Rasse“ zu den wichtigsten Vokabeln. Davon abgeleitet spielten positiv konnotiert „Rassenkunde“, „Rassenplege“, „Rassenhygiene, „Rassereinheit“ eine wichtige Rolle, mit negativer Bedeutung waren „Rasseverrat“ und „Rassenschande“ besetzt.52
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der schulischen Erziehung im 20. Jahrhundert ein, definiert die Forschungsfrage bezüglich des Wandels vom Weimarer System zum NS-Schulwesen und umreißt den aktuellen Forschungsstand.
2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert detailliert die Richtlinienänderungen zwischen 1921 und 1937 und untersucht anhand der Fachzeitschrift „Die Deutsche Schule“ und spezifischer Unterrichtsfächer die Umsetzung der NS-Ideologie.
3. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die Schule ab 1937 gezielt zur Instanz der Indoktrination und zum Aufbau einer "Volksgemeinschaft" umgeformt wurde, wobei die individuelle Entwicklung zugunsten militärischer und ideologischer Erziehung zurücktrat.
Instrumentalisierte Erziehung, Nationalsozialismus, Volksschule, Reichserlass 1937, Ideologievermittlung, Rassenkunde, Volksgemeinschaft, Lehrerrolle, Indoktrination, Weimarer Republik, Schulalltag, Pädagogik.
Die Arbeit analysiert den Wandel der Volksschulerziehung vom demokratischen Ansatz der Weimarer Republik hin zur ideologisch geprägten Erziehung im Nationalsozialismus.
Zentrale Themen sind die Umgestaltung der Lehrpläne, die Rolle des Lehrers als politischer Erzieher, die Ausgrenzung jüdischer Schüler sowie die Ideologisierung einzelner Fächer wie Heimatkunde, Geschichte und Sport.
Das Ziel ist es, nachzuweisen, wie und wann das Erziehungssystem durch staatliche Erlasse und die Einflussnahme auf Lehrinhalte gezielt im Sinne der NS-Ideologie manipuliert wurde.
Es handelt sich um eine quellenbasierte historische Analyse, die offizielle Richtlinien, Schulgesetze und Fachartikel aus der Zeitschrift „Die Deutsche Schule“ von 1937 vergleichend auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in einen Vergleich der Lehrpläne von 1921 und 1937 sowie eine detaillierte fachspezifische Analyse der Erziehung, der Judenfrage, Heimatkunde, Sprache, Rechnen und Sport.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Instrumentalisierte Erziehung, NS-Ideologie, Indoktrination, Volksgemeinschaft und Diskontinuität des Schulwesens geprägt.
Die DDS diente als Fachorgan, das im Laufe der 1930er Jahre ideologisch gleichgeschaltet wurde und als Plattform für die Verbreitung der nationalsozialistischen Erziehungskonzeption unter Lehrkräften fungierte.
Die Arbeit zeigt auf, dass jüdische Schüler zunehmend diskriminiert und schließlich aus den Schulen entfernt wurden, während der Unterricht durch rassistische und antisemitische Propaganda gegen die jüdische Bevölkerung instrumentalisiert wurde.
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