Bachelorarbeit, 2020
91 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Gang der Untersuchung
2 Definitorische Abgrenzung des thematischen Schwerpunktes
2.1 Nachhaltigkeit
2.2 Natürliche Ressourcen
2.3 Mineralische Bauabfälle
2.4 Öko-Effizienz und Öko-Effektivität
2.4.1 Umsetzung der Öko-Effektivität in der Praxis
2.5 Recycling und Upcycling
3 Projektentwicklung in der Immobilienökonomie
3.1 Aufgaben und Inhalte der Projektentwicklung
3.2 Nachhaltige Projektentwicklung
3.2.1 Nachhaltige Immobilien – Kostensenkend oder kostensteigernd?
4 Erläuterung des Kreislaufkonzeptes Cradle-to-Cradle
4.1 Darstellung der Inhalte
4.1.1 Von der Wiege bis zur Wiege
4.1.2 Vergleich biologischer und technischer Kreislauf
4.1.3 Von der Wiege bis zur Bahre
4.1.4 Stärken-Schwächen-Chancen-Risiken-Analyse des Cradle-to-Cradle - Konzeptes unter Berücksichtigung der Bau- und Immobilienbranche
4.2 Der Materialpass
4.2.1 Das „Madaster“
4.3 Cradle-to-Cradle Produktzertifizierung
5 Internationale Bewertungssysteme zur Beurteilung der Nachhaltigkeit eines Gebäudes
5.1 Die Bewertungssysteme DGNB und BNB
5.2 Das Bewertungssystem BREEAM
5.3 Das Bewertungssystem LEED
6 Rechtsgrundlagen
6.1 Kreislaufwirtschaftsgesetz
6.2 Deutsches Ressourceneffizienzprogramm
6.3 Bündnis Kreislaufwirtschaft auf dem Bau
7 Analyse des Ist-Standes anhand einer Umfrage
7.1 Ausgangslage und Sinnhaftigkeit der Umfrage
7.2 Auswertung der Umfrage
7.3 Verbesserungsmöglichkeiten
8 Umsetzung von Cradle-to-Cradle in der Immobilienwirtschaft
8.1 Ausgewählte Projekte von Cradle-to-Cradle - inspirierten Gebäuden
8.1.1 Das Stadthaus in Venlo, Niederlande
8.1.2 Das Verwaltungsgebäude in Essen, Deutschland
8.1.3 Das Wohnhochhaus in Hamburg, Deutschland
8.2 Beispielhafte Produkte aus der Immobilien- und Baubranche basierend auf Cradle-to-Cradle
9 Konklusion
9.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
9.2 Ausblick
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Problematik des Ressourcenverbrauchs im Bausektor zu verdeutlichen und die Vorteile des Cradle-to-Cradle-Konzepts als nachhaltige Zukunftsvision aufzuzeigen, um Anreize für eine dauerhafte Veränderung in der Immobilien- und Bauwirtschaft zu schaffen.
4.1.1 Von der Wiege bis zur Wiege
Cradle-to-Cradle kommt aus dem Englischen und bedeutet „Von der Wiege bis zur Wiege“, kurz CtC oder C2C. Das Konzept wurde von dem deutschen Chemiker Michael Braungart und dem amerikanischen Architekt William McDonough entwickelt. Das Konzept unterscheidet zwischen zwei Materialströmen: Dem biologischen und technischen Kreislauf. Die biologischen Nährstoffe sind für die Biosphäre, die technischen Nährstoffe für die Technosphäre relevant. Der Zyklus „Von der Wiege bis zur Wiege“ existiert seit Millionen von Jahren. Cradle-to-Cradle ist der Inbegriff für die positive Veränderung des menschlichen Handelns und der Umwelt. Dieser neue Ansatz geht über den eigentlichen Begriff der Nachhaltigkeit hinaus.
C2C wird auch als „[…]Spiegelbild der gesunden, regenerativen Produktivität der Natur.“ (Braungart / McDonough (2008), S. 36) verstanden. Greift man das Prinzip des Kirschbaums auf, welches bereits in Kapitel 2.4 „Öko-Effizienz und Öko-Effektivität“ beschrieben wurde, fällt auf, dass der vermeintliche „Abfall“, sprich die herabfallenden und verrotteten Blüten, Nahrung darstellen. Außerdem nutzt der Baum die Sonnenenergie, eine natürliche, dauerhafte und schonende Ressource. Vögel, Insekten oder Pilze ernähren sich von den Blüten und Früchten, die der Baum trägt. Somit fördert Cradle-to-Cradle die Vielfalt von Flora und Fauna. Die Punkte „Abfall ist Nahrung“, die Nutzung von regenerativen Energien sowie die Förderung von biologischer Diversität sind die drei integralen Bestandteile von Cradle-to-Cradle und verdeutlichen diese Ideologie.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt das Problem des hohen Ressourcenverbrauchs im Bausektor dar und führt in das Konzept Cradle-to-Cradle als nachhaltigen Lösungsansatz ein.
2 Definitorische Abgrenzung des thematischen Schwerpunktes: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Begriffe wie Nachhaltigkeit, natürliche Ressourcen sowie mineralische Bauabfälle und differenziert zwischen Öko-Effizienz und Öko-Effektivität.
3 Projektentwicklung in der Immobilienökonomie: Hier wird die Rolle der Projektentwicklung betrachtet und der Bezug zu nachhaltigen Immobilien sowie die ökonomische Relevanz dieser Bauweise hinterfragt.
4 Erläuterung des Kreislaufkonzeptes Cradle-to-Cradle: Dieses Kapitel analysiert das Cradle-to-Cradle-Prinzip mit seinen biologischen und technischen Kreisläufen, dem Materialpass-Modell sowie den Kriterien der Produktzertifizierung.
5 Internationale Bewertungssysteme zur Beurteilung der Nachhaltigkeit eines Gebäudes: Hier werden bekannte Zertifizierungssysteme wie DGNB, BNB, BREEAM und LEED im Kontext internationaler Gebäudebewertungen vorgestellt.
6 Rechtsgrundlagen: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über relevante Gesetze und Initiativen wie das Kreislaufwirtschaftsgesetz und das Ressourceneffizienzprogramm, die den rechtlichen Rahmen für nachhaltiges Handeln bilden.
7 Analyse des Ist-Standes anhand einer Umfrage: Hier werden die Ergebnisse einer Umfrage unter Branchenteilnehmern ausgewertet, um den aktuellen Kenntnisstand und die Umsetzung von Cradle-to-Cradle in der Praxis zu ermitteln.
8 Umsetzung von Cradle-to-Cradle in der Immobilienwirtschaft: Dieses Kapitel zeigt anhand von konkreten Bauprojekten und beispielhaften Produkten auf, wie Cradle-to-Cradle in der Praxis bereits Anwendung findet.
9 Konklusion: Das finale Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und gibt eine Prognose für die zukünftige Entwicklung des Konzepts.
Cradle-to-Cradle, Nachhaltigkeit, Immobilienökonomie, Projektentwicklung, Ressourceneffizienz, Kreislaufwirtschaft, Materialpass, Zertifizierung, Öko-Effektivität, Recycling, Upcycling, Bauabfälle, Grüne Immobilien, Nachhaltiges Bauen, Innovation.
Die Arbeit untersucht das Konzept Cradle-to-Cradle als visionären Lösungsansatz für die Herausforderungen der modernen Immobilien- und Bauwirtschaft, insbesondere im Hinblick auf Ressourcenverbrauch und Abfallaufkommen.
Die Arbeit deckt die Definitionen nachhaltigen Bauens, die Analyse des Cradle-to-Cradle-Prinzips, internationale Zertifizierungssysteme sowie rechtliche Rahmenbedingungen ab.
Das Ziel ist es, die Vorteile von Cradle-to-Cradle gegenüber herkömmlichen Produktionsweisen aufzuzeigen und Anreize zu schaffen, um das Denken und Handeln in der Immobilienbranche nachhaltig zu verändern.
Die Arbeit kombiniert theoretische Grundlagenanalysen mit einer empirischen Ist-Stand-Analyse durch eine Umfrage unter 30 Branchenunternehmen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Analysen des C2C-Konzepts, eine Darstellung von Bewertungssystemen wie DGNB und LEED, die Aufarbeitung von Rechtsgrundlagen und die Analyse von Umfrageergebnissen sowie Praxisprojekten.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Ressourceneffizienz, Kreislaufwirtschaft, Materialpass, Öko-Effektivität und Nachhaltige Projektentwicklung.
Sie ermöglichen eine präzise Registrierung und Dokumentation der verbauten Materialien, wodurch diese nicht länger als Abfall, sondern als werthaltige Rohstoffdepots betrachtet werden können.
Das Gebäude integriert konsequent Cradle-to-Cradle-Prinzipien, wie etwa eine reinigende Grünfassade, ein Regenwassermanagement und eine komplette Zertifizierung der Inneneinrichtung, um als nachhaltiges Vorzeigeprojekt zu dienen.
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