Bachelorarbeit, 2019
61 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Gesellschaftliche Relevanz des Kurses
2.1 Bewegung- Eine Basis für die Entwicklung
2.2 Bewegungs- und Zeitmangel im digitalen Zeitalter
2.3 Bestehende Angebote im Eltern-Kinder-Sport
2.4 Fragestellung der Arbeit
3 Fördermöglichkeiten
3.1 Gesundheitsförderung
3.2 Förderung der Selbstwirksamkeit
3.3 Förderung des sozialen Miteinanders
3.4 Strategien zur Stressbewältigung
3.5 Integration in den Alltag
4 Zielsetzung
4.1 Ziele für die Kinder
4.2 Ziele für die Eltern
4.3 Ziele für die Eltern-Kinder-Beziehung
5 Konzept des Eltern-Kind-Kurses
5.1 Didaktisch-methodische Hinweise für die Umsetzung
5.2 Säulen des Konzeptes
5.3 Übungsvorschläge zur Umsetzung
5.4 Institutionelle Voraussetzungen
6 Ausblick
Die vorliegende Arbeit entwickelt ein Konzept für einen Eltern-Kind-Kurs, der durch gemeinsames Sporttreiben als Katalysator fungiert, um soziales Miteinander, Stressbewältigung und die körperliche Gesundheit von Eltern und Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren zu fördern und nachhaltig in den Familienalltag zu integrieren.
2.1 Bewegung- Eine Basis für die Entwicklung
Kinder verbringen viel Zeit am Smartphone, vor dem Fernseher und an der Konsole. Bei Erwachsenen nehmen Volkskrankheiten wie Herzinfarkt und Diabetes zu. Ausgangspunkt dafür sind oft Fehlernährung oder Bewegungs- und Zeitmangel. Der Aspekt der Ernährung wird in dieser Arbeit außen vor gelassen.
Bewegung ist ein sehr geläufiger Begriff. Doch was versteht man darunter? Funke- Wieneke (2007, S.74) führt aus: „Wenn sich jemand bewegt, dann verstehen wir das im alltäglichen Leben - wie wir alles betrachten und verstehen - als einen Ausdruck von Sinn." Der Sinn wird durch den Betrachter interpretiert. Das kann ebenso ästhetischer Natur sein. Der Sinn ergibt sich jedoch nicht nur für den Betrachter, sondern auch für die Person selbst. Was ist Bewegung überhaupt?
Es gibt vier bewegungstheoretische Grundlagen: das Bildverständnis, das funktionelle Verständnis, das phänomenale Verständnis und das digitale Verständnis. Einem Trainer, Lehrer oder Leiter einer Bewegungsgruppe „[…] erscheint […] die menschliche Bewegung als Bild dessen, was ein anderer tut“, schreibt Funke-Wieneke (2007, S.77). Die Bewegung ist sozusagen das, was man sieht. Das bedeutet, eine Bewegung, die vom anderen Menschen wahrgenommen wird, ist immer mit einem Urteil verbunden beziehungsweise liegt im Auge eines anderen Betrachters. Außerdem kann eine Bewegung einem funktionalen Verständnis unterliegen, wie man es aus der Physik kennt. Damit steht hinter jeder Bewegung eine Absicht. Funke-Wieneke (2007, S.84) führt an: „Den auf diese Weise in sich selbst funktional gegliederten und von verschiedenen psychosozialen (Zielen), gesellschaftlichen (Regeln), physiologischen (Beweger) und materiellen Bedingungen (Umgebung, Movendum) abhängenden Bewegungsablauf […]“ kann man in verschiedene Funktionsphasen einteilen. Das heißt, es gibt einen gewissen Rahmen, an den sich ein Mensch bei einer Ausführung der Bewegung halten muss.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die enge Verbindung zwischen Eltern und Kindern und identifiziert Bewegung als zentralen Baustein der kindlichen Entwicklung sowie als Ausgleich für den Alltagsstress der Eltern.
2 Gesellschaftliche Relevanz des Kurses: Dieses Kapitel analysiert den Bewegungsmangel in der modernen Gesellschaft, erläutert die Bedeutung der Bewegung für die kindliche Entwicklung und gibt einen Überblick über existierende Sportangebote.
3 Fördermöglichkeiten: Hier werden theoretische Ansätze zur Gesundheitsförderung, zur Stärkung der Selbstwirksamkeit, zum sozialen Lernen und zur Stressbewältigung dargelegt, die als Basis für den Eltern-Kind-Kurs dienen.
4 Zielsetzung: Dieses Kapitel definiert die spezifischen Ziele des Kurses in Bezug auf die Kinder, die Eltern und die Eltern-Kind-Beziehung, um eine fundierte Grundlage für das praktische Konzept zu schaffen.
5 Konzept des Eltern-Kind-Kurses: Der Hauptteil präsentiert das praktische Kurskonzept, inklusive didaktisch-methodischer Hinweise, der Struktur in Säulen (Erwärmung, Hauptteil, Schluss) sowie konkreter Übungsvorschläge.
6 Ausblick: Der Ausblick resümiert die Wichtigkeit des Kurskonzepts, weist auf die Notwendigkeit weiterer Evaluationen hin und betont das Potenzial für eine zukünftige Implementierung in der Praxis.
Eltern-Kind-Kurs, Gesundheitsförderung, Selbstwirksamkeit, soziales Miteinander, Stressbewältigung, Bewegungsentwicklung, Familienalltag, Psychomotorik, Bewegungsmangel, Kooperation, Sportpädagogik, Eltern-Kind-Bindung, Gesundheitsressourcen, Bewegungsdidaktik
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Erstellung eines Konzepts für einen Eltern-Kind-Kurs, der Bewegung als Mittel nutzt, um gesundheitliche, soziale und psychische Ressourcen von Familien zu stärken.
Die Arbeit fokussiert auf Gesundheitsförderung, die Förderung der Selbstwirksamkeit, das soziale Miteinander, Strategien gegen Stress sowie die Integration regelmäßiger Bewegung in den Familienalltag.
Das primäre Ziel ist es, ein Sportkonzept zu entwickeln, das Eltern und Kinder (3-6 Jahre) gemeinsam umsetzen können, um so die Bindung zu stärken, Bewegungsdefizite auszugleichen und Wohlbefinden zu steigern.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literatur- und Theorieanalyse sportwissenschaftlicher und pädagogischer Grundlagen, um darauf aufbauend ein anwendungsorientiertes Kurskonzept abzuleiten.
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Fördermöglichkeiten erarbeitet, die Ziele für Kinder und Eltern spezifiziert und schließlich das konkrete Kurskonzept mit didaktischen Hinweisen und Übungsvorschlägen vorgestellt.
Wichtige Begriffe sind Eltern-Kind-Kurs, Gesundheitsförderung, Selbstwirksamkeit, soziales Miteinander, Stressbewältigung und Bewegungsentwicklung.
Im Gegensatz zu vielen spezifischen Sportangeboten, bei denen oft nur das Kind oder nur die körperliche Leistung im Vordergrund steht, legt dieses Konzept einen expliziten Fokus auf das gemeinsame Erleben, die Stärkung der sozialen Bindung und die Integration in den Alltag.
Dieses Alter ist entscheidend für die motorische und psychosoziale Entwicklung. Die Kinder sind in einer Phase, in der durch Vorbildfunktion und spielerische Anleitung die Basis für ein lebenslanges Bewegungsbewusstsein und soziale Kompetenzen gelegt werden kann.
Die Reflexion dient dazu, das im Kurs Erlernte bewusst zu verarbeiten, den Sinn der Übungen zu erfassen und den Transfer in den häuslichen Alltag zu erleichtern, damit der Kurs eine nachhaltige Wirkung entfaltet.
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