Bachelorarbeit, 2020
109 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Schichtarbeit
2.1.1 Definition Nacht- und Schichtarbeit
2.1.2 Schichtsysteme
2.1.3 Gründe für Schichtarbeit
2.1.4 Gesetzliche Regelungen
2.1.5 Arbeitsorganisation und arbeitswissenschaftliche Empfehlungen
2.2 Physische und psychische Auswirkungen von Schichtarbeit auf die Gesundheit
2.2.1 Störungen des circadianen Rhythmus
2.2.2 Schlafstörungen
2.2.3 Gastrointestinale Beschwerden
2.2.4 Metabolische Auswirkungen
2.2.5 Kardiovaskuläre Störungen
2.2.6 Muskel-Skelett-Erkrankungen
2.2.7 Krebs
2.2.8 Psychische Beeinträchtigungen, Befindlichkeit und Auswirkungen auf das Sozialleben
2.3 Betriebliches Gesundheitsmanagement
2.3.1 Ziele des Betrieblichen Gesundheitsmanagement
2.3.2 Prävention und Gesundheitsförderung
2.3.3 Betriebliche Gesundheitsförderung
3 Material und Methoden
3.1 Erhebungsverfahren
3.2 Ein- und Ausschlusskriterien
3.3 Konstruktion des Fragebogens
3.4 Auswahl der Stichprobe
3.5 Statistische Auswertung des Fragebogens
4 Ergebnisse
4.1 Arbeitsverhältnisse und Situation im Schichtbetrieb
4.2 Physische Belastungsfaktoren und Erkrankungen/ Verifikation der Hypothesen
4.3 Auswirkungen auf das Sozialleben und Gesundheitsverhalten der Schichtarbeiter
5 Maßnahmen und Handlungsempfehlungen
5.1 Verhältnispräventive Maßnahmen
5.1.1 Arbeitsorganisation
5.1.2 Schichtplangestaltung
5.2 Verhaltenspräventive Maßnahmen
5.2.1 Schlaf
5.2.2 Ausgleich und Entspannung
6 Diskussion
6.1 Belastungen, gesundheitliche Beeinträchtigungen und Erkrankungen der Schichtarbeiter
6.2 Vergleich mit anderen Studien und Annahmen aus der Literatur
6.3 Methodenkritik
7 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Einfluss von Schichtarbeit auf die Gesundheit von Pflegekräften in Krankenhäusern. Ziel der Arbeit ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie sich Schichtarbeit auf das Wohlbefinden auswirkt, welche spezifischen Belastungsfaktoren die Gesundheit beeinflussen und welche präventiven Maßnahmen sowie Handlungsempfehlungen für das betriebliche Gesundheitsmanagement daraus abgeleitet werden können.
2.2.1 Störungen des circadianen Rhythmus
Der Mensch ist an den 24-stündigen Wechsel der Erdumdrehung angepasst. Verantwortlich dafür ist der circadiane Rhythmus, eine adaptive, endogene Uhr, die eine Vielzahl physiologischer Prozesse wie u.a. Schlaf-Wach-Rhythmus, Körpertemperatur, Blutdruck, Stoffwechsel oder auch die Hormonsekretion steuert und dafür sorgt, dass diese Vorgänge jeden Tag zu konstanten Zeiten ablaufen (Eichele und Oster, 2007, Merrow und Roenneberg, 2007, R636-R638, Julius et al., 2019, e0225988, Zulley et al., 1981, S. 314ff). Durch Schichtarbeit kann die circadiane Rhythmik gestört werden und wird infolgedessen mit zahlreichen Erkrankungen wie Schlafstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Mellitus Typ 2 oder Krebs assoziiert (Bracci et al., 2014, S. 296ff, Brown et al., 2009, S. 1370ff, Crönlein et al., 2020, S. 125, Kolbe und Oster, 2019, S. 317).
Der Begriff, der circadianen Rhythmik wurde geprägt von Franz Halberg, der als einer der Begründer der Chronobiologie (Forschung zeitlicher Organisation biol. Systeme) gilt und setzt sich zusammen aus dem lat. Begriff „circa“, was etwa mit „ringsherum“ oder „ungefähr“ zu übersetzen ist und dem griech. Wort „dies“, was übersetzt Tag heißt. Rhythmus stammt vom griech. „rhythmos“ und bedeutet so viel wie Zeitmaß. Im übertragenden Sinne kann der Begriff mit „ungefähr einen Tag lang“ verstanden werden und beschreibt den tagesperiodischen Wechsel biologischer Funktionen (Lexikon der Neurowissenschaft, o. J. ).
1 Einleitung: Beschreibt die Problemstellung der Schichtarbeit im Pflegesektor, definiert die Forschungsfragen und erläutert den Aufbau der Arbeit.
2 Theoretischer Hintergrund: Bietet eine Übersicht zu Schichtsystemen, gesetzlichen Regelungen sowie den physischen und psychischen Auswirkungen der Schichtarbeit und stellt das Betriebliche Gesundheitsmanagement vor.
3 Material und Methoden: Detaillierte Darstellung des Forschungsdesigns, der Stichprobenauswahl und der eingesetzten Fragebögen zur Datenerhebung.
4 Ergebnisse: Präsentation der Daten aus der Befragung, inklusive der Gegenüberstellung von Tag- und Nachtarbeitern bezüglich Belastungsempfinden und gesundheitlichem Zustand.
5 Maßnahmen und Handlungsempfehlungen: Ableitung konkreter verhältnis- und verhaltenspräventiver Maßnahmen für Krankenhäuser zur Verbesserung der Arbeitssituation und Mitarbeitergesundheit.
6 Diskussion: Kritische Interpretation der Ergebnisse im Vergleich mit der vorliegenden Literatur und methodische Reflexion des Vorgehens.
7 Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und Anregungen für zukünftige Forschungsvorhaben.
Schichtarbeit, Nachtarbeit, Pflegekräfte, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Circadianer Rhythmus, Schlafstörungen, Prävention, Arbeitsbelastung, Schichtplangestaltung, Gesundheit, Work-Life-Balance, Krankenhäuser, Stressbewältigung, Gesundheitsförderung, Lebensstil
Die Arbeit analysiert den Einfluss von Schichtarbeit auf die Gesundheit von Pflegekräften in Krankenhäusern und erarbeitet präventive Handlungsempfehlungen.
Die Schwerpunkte liegen auf den Auswirkungen von Schichtarbeit auf den circadianen Rhythmus, Schlafstörungen, physischen sowie psychischen Erkrankungen und dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement.
Ziel ist es zu identifizieren, wie Schichtarbeit die Gesundheit von Pflegekräften beeinflusst und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen, um daraus praktische Verbesserungsvorschläge abzuleiten.
Es wurde eine quantitative Untersuchung durchgeführt, bei der ein standardisierter Fragebogen unter 83 Pflegekräften zweier Krankenhäuser eingesetzt wurde.
Der Hauptteil umfasst den theoretischen Hintergrund zur Schichtarbeit, eine Analyse der physischen und psychischen Auswirkungen sowie die Darstellung und Interpretation der eigenen Umfrageergebnisse.
Die zentralen Begriffe sind Schichtarbeit, Pflegekräfte, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Gesundheit und Prävention.
Die Arbeit identifiziert kurze Schichtwechsel als einen signifikanten Risikofaktor, der besonders bei Nachtarbeitern mit Schlafproblemen und erhöhter Tagesmüdigkeit korreliert.
Das BGM wird als zentrales Instrument gesehen, um durch verhältnis- und verhaltenspräventive Maßnahmen negative Folgen der Schichtarbeit abzumildern und die Arbeitsbedingungen zu optimieren.
Es konnten keine signifikanten Unterschiede in der Häufigkeit von Diagnosen zwischen Tag- und Nachtarbeitern festgestellt werden, was möglicherweise an der unterschiedlichen Altersstruktur der verglichenen Gruppen liegt.
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