Diplomarbeit, 2007
117 Seiten, Note: 1 - Sehr gut
1. ANFANG
2. DAS PHÄNOMEN GLOBALISIERUNG
GLOBALISIERUNG?
Prozess oder Projekt?
Globalität und Systemtheorie
ALTE UND NEUE GRENZEN
Glokalisierung – Globalität und Lokalität
Entbettung, Hybridkultur und neue Lebensformen
Alles zu negativ?
NEOLIBERALISMUS
IMMER WIEDER KEHRENDE THEMEN UND THESEN
HÖCHST TENDENZIÖS: DER IMF
URSACHEN
Die flache Welt
SEIT WANN SPRICHT MAN VON GLOBALISIERUNG?
3. PHILOSOPHIEREN IN EINER GLOBALEN WELT
ORIENTIERUNGSLOSIGKEIT
Landkarten und Identität
Der Untergang des Abendlandes
Metaphern für die Erdgestalt und Welterklärungen
DAS GLOBALE ZEITALTER
Das Projekt der Moderne
Eine neue Deutung der Gegenwart: die Globalität
Die Begrifflichkeit der Globalisierung
Neue Wege im Globalen
ALTERNATIVEN ZUR ODER INNERHALB DER GLOBALISIERUNG?
Systemalternativen
Offene Fragen
Eine frühe Analyse der westlichen Industriegesellschaft
Haben-Orientierung
Sein-Orientierung
Fromms Utopien
Kritik von unten
Alternativen im gegebenen institutionellen Rahmen
Der Realitätsverlust in der heutigen Wirtschaft
Widerstand gegen die Finanzinstitutionen
Der Nationalstaat als Raum für die Demokratie
Die abhanden gekommene Alternative zum Kapitalismus
4. JEAN-FRANÇOIS LYOTARDS GROßE ERZÄHLUNG
DIE POSTMODERNE
Die Krise der großen Erzählungen
WISSENSCHAFTLICHES UND NARRATIVES WISSEN
POSTMODERNE WISSENSPRODUKTION
DIE GEGENWÄRTIGE FORSCHUNGSPRAXIS
BILDUNG UND DATENBANKEN
5. GANZ UND GAR NICHT POSTMODERN: DIE IDEEN DER EINHEIT UND DER ORDNUNG IN DER CHINESISCHEN UND DER WESTLICHEN PHILOSOPHIE
CHINA UND DIE GLOBALISIERUNG
Die chinesische Philosophie?
Das Ordnungsprinzip
Das Dreieck Staat-Bürger/-innen-Religion
Das Spannungsfeld zwischen Individualrechten und Gemeinschaft
Globale gesellschaftliche Harmonie
Kulturseparatismus versus Verwestlichung.
Die Aufholjagd in Wirtschaft und Technik
Die Konfuzianische Staatstheorie im Kontext der Globalisierung
SYSTEMTHEORETISCHE BETRACHTUNGEN DER GLOBALISIERUNG
6. ALTERNATIVEN ZUM KONZEPT DER POSTMODERNE
GESCHICHTSPHILOSOPHIE
KRITIK AN DER POSTMODERNE
Die Idee der globalen Gerechtigkeit
Transversale Vernunft
DIE SEHNSUCHT NACH ORDNUNG
7. ANFANG UND ENDE: DIE GLOBALISIERUNG ALS GROßE ERZÄHLUNG DES 21. JAHRHUNDERTS
EINE NEUE ERZÄHLUNG
DAS ENDE DIESER ERZÄHLUNG
Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Phänomen der Globalisierung nicht als einen einzelnen, abgeschlossenen Prozess zu bewerten, sondern sie als eine "große Erzählung" des 21. Jahrhunderts philosophisch zu hinterfragen und die vielfältigen Diskurse nachzuzeichnen, die unser Denken und unsere Weltwahrnehmung maßgeblich beeinflussen.
Die flache Welt
Die technisch überwundene Kugelgestalt der Erde hat Thomas Friedman als Titel seines Globalisierungsbestsellers „The World is Flat“ gewählt. Die Erde ist nun ein ebenes Spielfeld, auf dem sich alle Teilnehmer/-innen mehr oder minder gleichberechtigt miteinander messen und in Konkurrenz treten können und müssen. Vorbei die Zeit der verwinkelten Häuser mit ihren bequemen Nischen und ungünstigen geografischen Gefängnissen. In einer flachen Welt ist alles offen, alte Regeln gelten nicht mehr, Indien und China sind am Weltmarkt ebenso präsent wie die USA. Friedman sieht neben weltpolitischen Veränderungen vor allem die Entwicklung der technischen Infrastruktur als Motor für die Globalisierung an.
Er definiert 10 unübersetzbare „Flattener“, die jeder für sich und besonders in ihrem Zusammenwirken die Globalisierung stark befördert haben und die Welt „flach“ gemacht haben, in dem Sinne, dass das Spielfeld jetzt eingeebnet ist und lokale Rückzugsgebiete, in denen man vor Konkurrenz und Wettbewerb geschützt wäre, nicht mehr existieren. Begonnen hat für ihn der Prozess mit dem Fall der Berliner Mauer und der Ausbreitung des westlichen, demokratischen, kapitalistischen Lebensstils über die ganze Welt.
1. ANFANG: Eine Einleitung, die das Scheitern des Versuchs einer umfassenden Theorie der Globalisierung konstatiert und stattdessen den Fokus auf die philosophische Reflexion der Diskurse legt.
2. DAS PHÄNOMEN GLOBALISIERUNG: Eine detaillierte Untersuchung der Definitionen, Akteure und systemischen Bedingungen der Globalisierung, ergänzt durch eine kritische Betrachtung wirtschaftlicher Institutionen.
3. PHILOSOPHIEREN IN EINER GLOBALEN WELT: Eine philosophische Analyse der durch Globalisierung ausgelösten Orientierungslosigkeit und die Suche nach neuen ethischen Rahmenbedingungen.
4. JEAN-FRANÇOIS LYOTARDS GROßE ERZÄHLUNG: Eine Auseinandersetzung mit dem Konzept der Postmoderne, der Krise der Metaerzählungen und der veränderten Wissensproduktion.
5. GANZ UND GAR NICHT POSTMODERN: DIE IDEEN DER EINHEIT UND DER ORDNUNG IN DER CHINESISCHEN UND DER WESTLICHEN PHILOSOPHIE: Ein Vergleich chinesischer und westlicher Denkansätze zur Harmonie, Ordnung und gesellschaftlichen Organisation im Kontext globaler Entwicklungen.
6. ALTERNATIVEN ZUM KONZEPT DER POSTMODERNE: Eine Diskussion alternativer geschichtsphilosophischer Ansätze und der Suche nach globaler Gerechtigkeit jenseits postmoderner Beliebigkeit.
7. ANFANG UND ENDE: DIE GLOBALISIERUNG ALS GROßE ERZÄHLUNG DES 21. JAHRHUNDERTS: Eine abschließende Reflexion darüber, warum die Globalisierung als große Erzählung fungiert und welche Bedeutung dies für die Zukunft der Menschheit hat.
Globalisierung, Globalität, Philosophie, Moderne, Postmoderne, Neoliberalismus, Ethik, Systemtheorie, Identität, Wissensgesellschaft, Sozioökonomie, Gerechtigkeit, Interkulturalität, Kulturvergleich, Zivilisation
Die Diplomarbeit befasst sich mit der philosophischen Untersuchung der Globalisierung und betrachtet diese als eine "große Erzählung" des 21. Jahrhunderts.
Zentrale Themen sind die theoretische und ökonomische Definition von Globalisierung, die postmoderne Philosophie, der Vergleich von westlichem und chinesischem Denken sowie Ansätze zu Alternativen und globaler Gerechtigkeit.
Das Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie über Globalisierung gedacht wird und welche Diskurse unser Handeln in dieser Ära beherrschen.
Die Arbeit stützt sich auf eine diskursive Analyse und eine vergleichende philosophische Betrachtung verschiedener Theorien zur Globalisierung.
Im Hauptteil werden verschiedene Theorien der Globalisierung (wie Projekt vs. Prozess), die Rolle des Neoliberalismus, die Krise der Postmoderne und die chinesische Philosophie in Bezug auf Ordnung und Harmonie diskutiert.
Wichtige Begriffe sind Globalisierung, Systemtheorie, Postmoderne, Ethik, interkulturelle Philosophie und soziale Gerechtigkeit.
Sie dient als interessanter Kontrastpunkt zum westlichen Denken, insbesondere im Hinblick auf das Bedürfnis nach Harmonie und Ordnung, und bietet alternative Anknüpfungspunkte für gesellschaftliches Zusammenleben.
Sie betrachtet den Internationalen Währungsfonds als eine tendenziöse Institution, deren neoliberale Politik oft zu sozialen Missständen in Entwicklungsländern beiträgt, anstatt Armut effektiv zu mindern.
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