Masterarbeit, 2020
95 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Relevanz des Themas
1.2 Zielsetzung der Masterthesis
1.3 Aufbau der Masterthesis
2 Theoretische und steuerrechtliche Grundlagen
2.1 Die Digitalisierung im Bereich der Wirtschaft
2.2 Digitale Geschäftsmodelle
2.2.1 Im Allgemeinen
2.2.2 Unter handelsrechtlichen Aspekten
2.2.3 Unter steuerrechtlichen Aspekten
2.2.3.1 Verfahrensrechtliche Aspekte
2.2.3.2 Ertragsteuerliche Aspekte
2.2.3.3 Umsatzsteuerliche Aspekte
2.3 Digitalisierung in der Finanzverwaltung
3 Zwischenfazit
4 Kritische Analyse aktueller Entwicklungen
4.1 Umsatzsteuerliche Entwicklungen: MwSt-Digitalpaket und elektronische Rechnungen
4.2 Auswirkungen und aktuelle Entwicklungen des BEPS-Projektes
4.3 Die Betriebsstättenproblematik digitaler Geschäftsmodelle
4.4 EU-Digitalsteuer
4.5 Besteuerung von Anteilen bei Mitarbeitern
4.6 Kryptowährungen und Blockchaintechnologie
4.7 Auswirkungen durch die Coronapandemie
5 Ergebnisse und Handlungsempfehlungen
6 Fazit
6.1 Zusammenfassung und kritische Reflexion
6.2 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch, inwieweit das deutsche Steuerrecht die digitale Transformation behindert und ob durch fehlende Anpassungen in einer zunehmend digitalen Wirtschaft Steuersubstrat verloren geht. Ziel ist es, auf Basis einer Analyse der aktuellen Rechtslage und technologischer Trends konkrete Handlungsempfehlungen für eine zukunftsfähige Ausgestaltung des Steuerrechts zu formulieren.
2.2.1 Im Allgemeinen
Digitale Geschäftsmodelle bzw. digitale Unternehmen lassen sich grundsätzlich in zwei Kategorien aufteilen: Die Internetwirtschaft und die klassische Informations- und Telekommunikationsbranche (kurz: ITK), die vor allem Hardware produziert und vertreibt. Erstgenannte Branche wird allgemein als Innovationstreiber angesehen und mit modernen Begriffen wie „Cloud-Computing“ und „Big-Data“ verknüpft. Sog. Startups sprießen aus dem Boden und gründen in der Branche der Internetwirtschaft rund 80% aller neuen Digitalunternehmen. Ein Blick auf den internationalen Vergleich ist allerdings alarmierend: So gibt es, mit Ausnahme von SAP, so gut wie kein einziges deutsches Digitalunternehmen, welches weltweit eine führende Rolle einnimmt. Auch hinsichtlich der Neugründungen ist Deutschland weit abgeschlagen. Das „Land der Ingenieure“ hat die Digitalisierung buchstäblich verschlafen – insbesondere im Mittelstand. Das BMWi sieht hierzulande sogar eine digitale Zweiklassengesellschaft, nämlich Unternehmen mit einer „hohen digitalen Reife“ und Unternehmen, die eine digitale Transformation noch gar nicht angegangen haben. Dass die Digitalisierung bei Unternehmen nicht nur von Euphorie geprägt ist, sondern durchaus auch (finanzielle) Hürden mit sich bringt, zeigt das Beispiel des „Digitalbonus Niedersachsen“. Hier unterstützt die niedersächsische Landesregierung kleine und mittlere Unternehmen mit einem finanziellen Zuschuss, um die digitale Transformation anzugehen. Denn der Politik ist durchaus bewusst, dass mittelfristig nur Unternehmen mit einer digitalen Basis wettbewerbsfähig bleiben können – das zeigen zahlreiche Förderprogramme zur Digitalisierung auch anderer Bundesländer.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung der Digitalisierung im Kontext des Steuerrechts ein und definiert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Masterthesis.
2 Theoretische und steuerrechtliche Grundlagen: Es werden die theoretischen Definitionen der Digitalisierung sowie die aktuelle steuerrechtliche Ist-Situation unter Berücksichtigung von Verfahrensrecht, Ertrag- und Umsatzsteuer dargestellt.
3 Zwischenfazit: Das Kapitel reflektiert den Status quo und zieht ein erstes Resümee über die digitale Transformation in der Finanzverwaltung und im Steuerrecht.
4 Kritische Analyse aktueller Entwicklungen: Es folgt eine tiefgehende Analyse spezifischer Themenfelder wie das BEPS-Projekt, Betriebsstättenfragen, die EU-Digitalsteuer sowie Auswirkungen von Blockchain und der Coronapandemie.
5 Ergebnisse und Handlungsempfehlungen: Hier werden aus der vorangegangenen Analyse Handlungsempfehlungen abgeleitet, um steuerliche Herausforderungen zu adressieren und Wettbewerbsnachteile abzubauen.
6 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden kritischen Reflexion und beantwortet die Forschungsfrage unter Einbeziehung eines Ausblicks.
Digitalisierung, Steuerrecht, Digitale Geschäftsmodelle, Betriebsstätte, BEPS-Projekt, EU-Digitalsteuer, Finanzverwaltung, Blockchain, Kryptowährungen, Mitarbeiterbeteiligung, Umsatzsteuer, E-Rechnung, Standortattraktivität, Transformation.
Die Masterthesis befasst sich mit der kritischen Analyse der Auswirkungen von digitalen Geschäftsmodellen auf das deutsche Steuerrecht und untersucht, ob bestehende Regelungen die digitale Wirtschaft eher hemmen oder fördern.
Zu den Kernbereichen gehören die umsatzsteuerliche Behandlung digitaler Transaktionen, die Problematik der Betriebsstätten für digitale Unternehmen, internationale Ansätze wie das BEPS-Projekt sowie die steuerliche Förderung von digitalen Innovationen und Mitarbeiterbeteiligungen.
Das Hauptziel ist es zu ergründen, ob das deutsche Steuerrecht digitale Unternehmen ausbremst und ob dabei Steuersubstrat für den Fiskus verloren geht, da die aktuellen Regeln oft auf physischer Präsenz basieren.
Der Autor nutzt eine deskriptive sowie analytische Methode, in der zunächst der aktuelle Rechtsstand dargestellt und anschließend unter Einbeziehung aktueller Entwicklungen und internationaler Einflüsse kritisch gewürdigt wird.
Der Hauptteil analysiert die aktuellen Entwicklungen, darunter die Umsatzsteuer bei E-Commerce und E-Rechnungen, die Diskussion um internationale Steuervermeidung, die Herausforderungen bei der Definition von Betriebsstätten für virtuelle Geschäftsmodelle sowie die steuerliche Einordnung neuer Technologien wie Blockchain.
Wesentliche Begriffe sind Digitalisierung, Betriebsstätte, Digitale Geschäftsmodelle, BEPS-Projekt, EU-Digitalsteuer, Blockchain und Steuersubstrat.
Die klassische Betriebsstätte setzt eine physische Präsenz voraus. Da digitale Unternehmen ihre Wertschöpfung jedoch oft ortsunabhängig durch Software oder virtuelle Infrastrukturen generieren, greifen die herkömmlichen Anknüpfungspunkte des deutschen Steuerrechts ins Leere.
Der Autor erkennt Fortschritte in der Digitalisierung der Finanzverwaltung (z.B. durch das ELSTER-Verfahren) an, mahnt jedoch an, dass die steuerliche Praxis für digitale Geschäftsmodelle in vielen Bereichen, insbesondere bei der Ertragsteuer, nicht ausreichend zukunftsfähig aufgestellt ist.
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