Diplomarbeit, 2005
48 Seiten, Note: 1,0
Einführung
1 Grundlagen
1.1 Likelihood-Wahrscheinlichkeit
1.2 Integration über Zeit und Raum
2 Einsparung von Berechnungszeit
2.1 Reduktion des Geschwindigkeitsraumes
2.1.1 1D-Geschwindigkeitsraum
2.1.2 2D-Geschwindigkeitsraum
2.2 Zweistufiges System
3 Objekterkennung
3.1 Segmentierung
3.2 Objektzuweisung
3.3 Clustern
4 Anwendung
5 Programmierung und Benutzeroberfläche
6 Ergebnisse
6.1 Einstufiges System
6.2 Einstufiges System mit reduziertem Geschwindigkeitsraum 1D
6.3 Einstufiges System mit reduziertem Geschwindigkeitsraum 2D
6.4 Zweistufiges System
6.5 Zusammenfassung
Ausblick
Die Arbeit entwickelt ein automatisiertes System zur Echtzeit-Mehrfachobjektverfolgung in Videosequenzen, das unabhängig von äußeren Einflussfaktoren wie Wetter oder Beleuchtung funktioniert. Das primäre Ziel ist die effiziente Schätzung und Auswertung von Geschwindigkeitsverteilungen einzelner Bildbereiche, um bewegte Objekte zu segmentieren, zu verfolgen und für Anwendungen wie die Verkehrszählung zu nutzen.
1.1 Likelihood-Wahrscheinlichkeit
Jedes Bild I^t einer Bildsequenz zum Zeitpunkt t besteht aus Pixeln an den Orten x. Jedem Pixel werden Eigenschaften wie z.B. Grauwert G^t_x oder Geschwindigkeitsvektor v^t_x zugeordnet. Für das gesamte Bild I^t ist dann G^t die Matrix aller Grauwerte. Um Informationen über die Veränderungen des Bewegungsflusses in einer Bildsequenz zu erhalten, werden gewöhnlich Bereiche von zwei aufeinanderfolgenden Bildern I^t und I^(t+∆t) miteinander verglichen. Ein solcher Bereich eines Bildes I^t wird mit W⊙G^(t,x) definiert, wobei G^(t,x) alle Grauwerte des Bildes I^t sind, die um den Wert x verschoben wurden. Die Matrix W ist ein räumliches 2D-Fenster, welches die Größe des Bildbereiches festlegt und eine Gewichtung (z.B. Gauss-Fenster) enthalten kann. Die Zeitdifferenz ∆t zwischen zwei aufeinanderfolgenden Bildern wird hier als eine Funktion der Zeit t selbst angesetzt.
Die Vorgehensweise für die Schätzung der im Bild enthaltenen Geschwindigkeiten soll im folgenden erklärt werden. Es wird zunächst angenommen, daß sich alle Grauwerte innerhalb des Bildbereiches um den Punkt x für eine gewisse Zeit ∆t mit gemeinsamer Geschwindigkeit v^t_x bewegen. Dies bedeutet, daß sich der gesamte Bildbereich W⊙G^(t,x) des Bildes I^t gleichförmig mit der Geschwindigkeit v^t_x bewegt und nach der Zeit ∆t im Bild I^(t+∆t) wieder an der Position x + ∆x erscheint.
1 Grundlagen: Einführung in die mathematische Notation und Beschreibung von Bildbewegungen mittels Wahrscheinlichkeitsverteilungen sowie deren zeitliche Propagation.
2 Einsparung von Berechnungszeit: Vorstellung verschiedener Methoden zur Reduktion der Rechenlast, darunter die Beschränkung des Suchraums und die Implementierung zweistufiger Systeme.
3 Objekterkennung: Erläuterung der Segmentierung, der Zuweisung von Objektkoordinaten und der Gruppierung von Objekten mittels Cluster-Algorithmen.
4 Anwendung: Konkrete Anwendung des entwickelten Systems zur automatisierten Verkehrszählung mittels Zählmasken.
5 Programmierung und Benutzeroberfläche: Detaillierung der technischen Umsetzung in C unter Nutzung spezialisierter Bibliotheken zur Leistungsoptimierung und Visualisierung.
6 Ergebnisse: Präsentation der experimentellen Resultate, Leistungsvergleich der verschiedenen Systemvarianten und Validierung der Zählgenauigkeit.
Mehrfachobjektverfolgung, Echtzeitverarbeitung, Wahrscheinlichkeitsverteilung, Likelihood-Messung, Segmentierung, Clusterung, Verkehrszählung, Bildverarbeitung, Bewegungsfluss, Geschwindigkeitsschätzung, Objektverfolgung, Optimierung, Echtzeitsystem, Bildsequenzen, Automatisierungstechnik.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines automatisierten Systems zur Erkennung und Verfolgung mehrerer bewegter Objekte in Echtzeit auf Basis von Videodaten.
Die zentralen Themen sind die statistische Modellierung von Bewegungen mittels Wahrscheinlichkeitsverteilungen, Algorithmen zur effizienten Echtzeit-Berechnung sowie Methoden zur Objekterkennung und -zählung.
Das Ziel ist es, ein System zu entwerfen, das unabhängig von äußeren Störeinflüssen wie Beleuchtungsschwankungen eigenständig bewegte Objekte erkennt und verfolgt, um diese beispielsweise in einer Verkehrszählung zu erfassen.
Es werden Bayessche Inferenzmodelle zur Schätzung von Geschwindigkeitsverteilungen sowie räumliche Integration über Zeit und Raum zur Bewegungsanalyse eingesetzt.
Der Hauptteil behandelt die mathematische Herleitung der Geschwindigkeitsbeschreibung, verschiedene Optimierungsansätze zur Reduktion der Rechenzeit, sowie die methodische Umsetzung von Segmentierung, Objektzuweisung und Clusterung.
Wichtige Begriffe sind Mehrfachobjektverfolgung, Echtzeitverarbeitung, Wahrscheinlichkeitsverteilung, Segmentierung, Clusterung und Verkehrszählung.
Ein zweistufiges System ermöglicht es, bei reduzierter Auflösung in einem Teilsystem Rechenzeit einzusparen, während gleichzeitig eine hohe Präzision durch das zweite Teilsystem mit Grundauflösung erhalten bleibt.
Durch die Definition einer Zählmaske innerhalb des Bildes wird bei jedem Eintritt eines berechneten Clusterzentrums eines Objekts in diesen Zählbereich ein Zähler automatisch inkrementiert.
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