Diplomarbeit, 2002
122 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Grundbegriffe festverzinslicher Wertpapiere
2.1 Wesen und Bedeutung festverzinslicher Wertpapiere
2.2 Arten und Klassifizierung festverzinslicher Wertpapiere
2.2.1 Die Verzinsung
2.2.2 Der Emittent
2.2.3 Die Währung und die Laufzeit
2.2.4 Festverzinsliche Wertpapiere mit Sonderrechten
2.3 Der Deutsche Rentenindex (REX)
3 Analyse und Bewertung festverzinslicher Wertpapiere
3.1 Die Liquidität festverzinslicher Wertpapiere
3.2 Die Rendite festverzinslicher Wertpapiere
3.2.1 Grundbegriffe zur Renditebestimmung festverzinslicher Wertpapiere
3.2.2 Die Rendite bei Straight Bonds
3.2.3 Die Rendite bei Floating Rate Notes
3.2.4 Der Total Return
3.3 Das Risiko festverzinslicher Wertpapiere
3.3.1 Grundbegriffe zur Risikobestimmung festverzinslicher Wertpapiere
3.3.2 Das Marktrisiko
3.3.3 Das Bonitätsrisiko
3.3.4 Das Währungsrisiko
4 Bewertung festverzinslicher Wertpapiere unter modifizierten Risikoaspekten
4.1 Vorbemerkungen zur empirischen Untersuchung
4.2 Die empirische Untersuchung zum Gesamtrisiko
4.2.1 Die Daten der empirischen Untersuchung
4.2.2 Die Korrelationsuntersuchungen zum Gesamtrisiko
3.1.2 Analyse, Interpretation und Anwendung der Untersuchungsergebnisse
5 Schlussbetrachtung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Analyse und Bewertung festverzinslicher Wertpapiere unter modifizierten Risikoaspekten. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, ob die Kursvolatilität oder die Renditevolatilität als eine geeignete Gesamtrisikokennziffer dienen kann, um das Risikopotenzial festverzinslicher Wertpapiere zu erfassen.
3.3.2 Das Marktrisiko
Das Markt- oder Zinsänderungsrisiko wird allgemein um so höher eingeschätzt, je länger die Laufzeit eines Wertpapiers ist, da mit zunehmender Zeitdauer Änderungen der Marktrendite wahrscheinlicher werden.
Für die Analyse des Marktrisikos soll aber nicht nur die Laufzeit eines Wertpapiers betrachtet werden, sondern auch der Kurswert im Betrachtungszeitpunkt; denn vom Zinsänderungsrisiko wird auch im Rahmen zinsinduzierter Kurswertänderungen gesprochen. Die Zinsempfindlichkeit (Sensitivität) des Kurswertes, d.h. das Ausmaß der Reagibilität des Kurses auf Änderungen des Marktzinssatzes ist deshalb auch ein sinnvoller Indikator des Markt- oder Zinsänderungsrisiko (vgl. Schulte, R. 1996, S. 50).
In diesem Zusammenhang wird ein festverzinsliches Wertpapier um so zinsempfindlicher (risikoreicher) eingeschätzt, je stärker der Kurs auf Änderungen der Marktrendite reagiert. Zur Quantifizierung des Kurs- und Wiederanlagerisikos werden demzufolge eine Reihe von Laufzeit- bzw. Sensitivitätskennzahlen herangezogen, die im Folgenden näher erläutert werden.
1 Einleitung: Vorstellung der geänderten Rahmenbedingungen auf den Finanzmärkten und die Notwendigkeit modernen Bond Researchs.
2 Grundbegriffe festverzinslicher Wertpapiere: Einführung in die Definition, Arten und Klassifizierungsmerkmale von Anleihen sowie Erläuterung des Deutschen Rentenindex (REX).
3 Analyse und Bewertung festverzinslicher Wertpapiere: Detaillierte Darstellung der Liquiditätsanalyse, Renditeberechnungsmethoden und der verschiedenen Risikokomponenten von Rentenpapieren.
4 Bewertung festverzinslicher Wertpapiere unter modifizierten Risikoaspekten: Empirische Untersuchung zur Ermittlung einer Gesamtrisikokennziffer mittels Korrelationsanalysen bei ausgewählten Anleihen.
5 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse sowie Ausblick auf die Anwendbarkeit der Kursvolatilität als Risikomaß.
Festverzinsliche Wertpapiere, Bond Research, Rendite, Duration, Modified Duration, Marktrisiko, Bonitätsrisiko, Währungsrisiko, Kursvolatilität, Rentenindex, Konvexität, Total Return, Korrelationsanalyse, Gesamtrisikokennziffer.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und Bewertung festverzinslicher Wertpapiere, um ein tieferes Verständnis für deren Risikostruktur zu gewinnen.
Zentrale Themen sind die Renditeermittlung, die Identifikation von Risikofaktoren und die empirische Überprüfung von Korrelationen zwischen Kursbewegungen und verschiedenen Risikoarten.
Das primäre Ziel besteht darin, eine Gesamtrisikokennziffer zu finden, die die Komplexität der Einzelrisiken eines festverzinslichen Wertpapiers vereinfacht abbildet.
Der Autor führt eine empirische Korrelationsuntersuchung durch, um die Abhängigkeit zwischen Kurs-/Renditeschwankungen und Risikokomponenten bei sieben ausgewählten Anleihen zu analysieren.
Der Hauptteil widmet sich der methodischen Herleitung von Kennzahlen wie Duration, Konvexität und Volatilität sowie deren Anwendung in der Risikobewertung.
Wesentliche Begriffe sind Bond Research, Duration, Marktrisiko, Bonitätsrisiko, Währungsrisiko und Gesamtrisikokennziffer.
Bei Anleihen mit höherem Bonitätsrisiko konnte ein starker Zusammenhang zwischen der Ausfallwahrscheinlichkeit und der Kurs- bzw. Renditevolatilität nachgewiesen werden, was deren dominierende Rolle unterstreicht.
Sie ermöglicht eine Vereinfachung der Risikoanalyse, da sie die Intensität und Häufigkeit von Kursschwankungen auf Basis historischer Daten objektiv messbar macht.
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