Magisterarbeit, 2007
66 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. „Kinder- und Jugendliteratur“ - Gattung und Korpus
2.1 Zum Begriffsumfang der Kinder- und Jugendliteratur
2.2 Spezifische Merkmale der Kinder- und Jugendliteratur
3. Phantastische Kinder- und Jugendliteratur
4. Die Einfachheit als Konzept der Kinder- und Jugendliteratur
4.1 Die Werkzeuge der Einfachheit
4.2 Die Funktion der Einfachheit in phantastischen Gegenwelten
5. Phantastische Gegenwelten in ausgewählten Werken der englischen Kinder- und Jugendliteratur
5.1 Die phantastische Gegenwelt in Harry Potter and the Philosopher’s Stone
5.1.1 Einfachheit in Potterworld
5.1.2 Die Funktion der Einfachheit für das Werk
5.1.3 Die Funktion der Gegenwelt für das Werk
5.2 Die phantastische Gegenwelt Narnia in The Chronicles of Narnia
5.2.1 Einfachheit in Narnia
5.2.2 Die Funktion der Einfachheit für das Werk
5.2.3 Die Funktion der Gegenwelt für das Werk
5.3 Die phantastische Gegenwelt Neverland in Peter Pan
5.3.1 Einfachheit im Neverland
5.3.2 Die Funktion der Gegenwelt, unter Berücksichtigung der Einfachheit in Peter Pan
6. Schluss
Die Arbeit untersucht das Konzept der "Einfachheit" als literarisches Stilmittel in der phantastischen Kinder- und Jugendliteratur, um zu analysieren, wie dieses in die Konstruktion von Gegenwelten eingebettet ist und welche didaktischen oder ästhetischen Funktionen es erfüllt.
5.1.1 Einfachheit in Potterworld
Harry Potter and the Philosopher’s Stone, ebenso wie die später veröffentlichen Bände der Reihe, ist ein Werk, welches bekannterweise gleichermaßen von Erwachsenen sowie Kindern gelesen wird. Hier ist es demnach besonders interessant, ein für die Kinderliteratur spezifisches Merkmal aufzuspüren, welches dennoch dem Lesegenuss eines Erwachsenen keinen Abbruch tut.
Lypp behauptet in ihren Ausführungen zur Einfachheit, die phantastischen Welten böten einen verkleinerten Maßstab der realen Welt, und hätten somit die Eigenschaften und Funktionen eines Modells. Überprüft man diese Annahmen zur Metaebene, so trifft dieses wohl kaum auf die Darstellung der Gegenwelt in den Potter- Romanen zu. Es dringt im ersten Band zwar nur ansatzweise durch, welche Ausmaße die kreierte Welt einnehmen soll, doch auch schon hier wird eine erstaunliche Menge an Details umrissen, die ihre Dimensionen erahnen lassen. Dabei wird weder ein Ausschnitt, noch ein kleinerer Maßstab beschrieben. Die magische Welt ist ein Amalgam vieler verschiedener Welten. Jeder Bereich, der in der realen Welt vorhanden ist, hat sein magisches Pendant. Angefangen mit dem Zahlungssystem, den politischen Institutionen oder dem Bildungssystem wird alles detailgetreu, wenn auch durch magische Spielereien verzerrt, dargestellt.
1. Einleitung: Einführung in die Diskussion um den jungen Leser und die Rolle der Einfachheit als Stilmittel in der phantastischen Kinder- und Jugendliteratur.
2. „Kinder- und Jugendliteratur“ - Gattung und Korpus: Beleuchtung der Schwierigkeit, den Begriff der Kinderliteratur zu definieren, sowie Erläuterung der gattungsspezifischen Merkmale und Korpusbildung.
3. Phantastische Kinder- und Jugendliteratur: Definition des Phantastischen und Analyse der Funktion und Erscheinungsweise von Gegenwelten innerhalb der Erzählstruktur.
4. Die Einfachheit als Konzept der Kinder- und Jugendliteratur: Theoretische Auseinandersetzung mit der Einfachheit als Werkzeug der Anpassung und als Spannungsverhältnis zwischen Autor und Leser.
5. Phantastische Gegenwelten in ausgewählten Werken der englischen Kinder- und Jugendliteratur: Detaillierte Analyse der drei Primärwerke unter Berücksichtigung ihrer Einfachheit, Handlungsstruktur und Didaktik.
6. Schluss: Zusammenführung der Ergebnisse, die zeigt, dass Einfachheit kein zwingendes Genremerkmal ist, sondern je nach Werk unterschiedliche Funktionen erfüllt.
Kinderliteratur, Jugendliteratur, Einfachheit, Phantastik, Gegenwelt, Didaktik, Adaption, Harry Potter, Narnia, Peter Pan, Erzählperspektive, Komplexität, asymmetrische Kommunikation, Modellfunktion, Literaturanalyse.
Die Arbeit untersucht, wie das Konzept der „Einfachheit“ als Stilmittel eingesetzt wird, um phantastische Welten in der englischen Kinder- und Jugendliteratur für junge Leser verständlich und zugänglich zu machen.
Die zentralen Themen sind die Gattungsspezifika der Kinder- und Jugendliteratur, theoretische Modelle der „Einfachheit“ und „asymmetrischen Kommunikation“ sowie die Analyse von Gegenwelten in ausgewählten Meilensteinen des Genres.
Ziel ist es zu klären, ob die Einfachheit eine notwendige Genrekonstituente der phantastischen Kinder- und Jugendliteratur ist oder ob sie je nach Werk unterschiedliche, etwa symbolische oder didaktische, Funktionen erfüllt.
Die Autorin nutzt die Methode der vergleichenden Literaturwissenschaft, um die drei Primärwerke (Harry Potter, Narnia, Peter Pan) anhand von Kriterien wie Erzählperspektive, Figurenkonzeption und Komplexitätsgrad zu analysieren.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Anwendung der theoretischen Kriterien der „Einfachheit“ auf die Gegenwelten in Harry Potter, Narnia und Peter Pan, inklusive einer Analyse der jeweiligen Funktionen für das Gesamtwerk.
Neben „Einfachheit“ und „Gegenwelt“ sind Begriffe wie „Didaktik“, „Adaption“, „asymmetrische Kommunikation“ und „Komplexitätsgrad“ entscheidend für das Verständnis der Argumentation.
Während "Narnia" eine stark reduzierte, modellhafte und einfache Welt präsentiert, weist "Harry Potter" eine hohe Komplexität auf, die kaum eine Reduktion der Wirklichkeit darstellt, sondern eher eine Verfremdung.
Obwohl es eine vereinfachte Gegenwelt (Neverland) bietet, ist das Werk sprachlich und inhaltlich so komplex und voller Anspielungen, dass es laut Autorin kaum noch den klassischen Kriterien eines einfachen Kinderbuches entspricht.
Der Erzähler fungiert oft als Instanz, die durch Kommentare und bewusste Steuerung versucht, die Komplexität der Welt für das Kind zu reduzieren oder – wie in Peter Pan – den Leser durch Provokation herausfordert.
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