Masterarbeit, 2021
75 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Placebo
2.1 Geschichte des Placebos
2.2 Faktoren und Mechanismen
2.2.1 Erwartungen
2.2.2 Konditionierung
2.2.3 Kommunikation und Umgebung
3. Nocebo
3.1 Studien
4. Priming
4.1 Formen des Primings
4.1.1 Perzeptuelles Priming
4.1.2 Semantisches Priming
4.1.3 Affektives Priming
4.2 Priming-Experimente
4.2.1 Semantische Priming-Experimente
4.2.2 Affektive Priming-Experimente
5. Beobachter-Effekte
5.1 Versuchsleiter-Effekte in der Forschung
5.2 Quanten-Bayesianismus
5.3 Convivial Solipsism
5.4 Unus Mundus-Theorie
5.5 Beobachter-Effekte in der Quantentheorie
5.5.1 Die Unschärferelation
5.5.2 Die Superposition
5.5.3 Die Dekohärenz
5.6 Das Gestaltkonzept
6. Empirischer Teil
Methoden
Teilnehmende
Stichprobe
Materialien
Ablauf
Ergebnisse
7. Diskussion
Die Arbeit untersucht den Einfluss bewusster Erwartungen von Versuchsleitern auf die Leistung von Probanden in einem Online-Experiment, wobei theoretische Grundlagen aus der Psychologie (Placebo, Priming) und der Quantenphysik (Beobachter-Effekte, Unus Mundus) herangezogen werden.
5. Beobachter-Effekte
Der Beobachter-Effekt beruht auf der Tatsache, dass das Beobachten einer Situation oder eines Phänomens diese notwendigerweise verändern. Beobachter-Effekte sind in der Quantenphysik gut erforscht, denn in der Quantenmechanik ist Beobachtung eines Objektes und die dadurch erzielte Unschärfe von Ort und Impuls des beobachteten Objektes ein grundlegender Aspekt. Beobachter-Effekte sind auch in anderen Bereichen wie Soziologie, Psychologie, Linguistik und Informatik bekannt. Dennoch hat der Effekt in keinem dieser anderen Bereiche das gleiche Maß an Publizität und Kontroverse erfahren wie in der Physik. Ein Grund dafür könnte die Annahme sein, dass sich „echte“ Beobachter-Effekte nur bei mikroskopischen Objekten in der Quantenwelt und nicht bei makroskopischen Objekten in der von uns wahrgenommen Welt zeigen. Tatsächlich treten Beobachter-Effekte aber sowohl in klassischen als auch in Quantensystemen auf (vgl. Baclawski 2018, S.1).
1. Einleitung: Einführung in die Placebo- und Nocebo-Phänomene sowie die Zielsetzung der Arbeit, den Versuchsleitereffekt in einem Online-Experiment zu untersuchen.
2. Placebo: Definition des Placebo-Begriffs, historische Einordnung und Analyse der wesentlichen Faktoren wie Erwartungen und Konditionierung.
3. Nocebo: Darstellung der schädlichen Effekte von Erwartungen und der sozialen Verbreitung somatischer Symptome anhand klinischer Studien.
4. Priming: Erläuterung der verschiedenen Priming-Formen (perzeptuell, semantisch, affektiv) und deren experimentelle Nachweise.
5. Beobachter-Effekte: Theoretische Untersuchung von Beobachter-Effekten, beginnend bei Versuchsleiter-Effekten bis hin zu Quantentheorien und dem Gestaltkonzept.
6. Empirischer Teil: Beschreibung des Studiendesigns, der Stichprobe und der durchgeführten Online-Untersuchung zum Einfluss bewusster Erwartungen des Versuchsleiters.
7. Diskussion: Interpretation der Ergebnisse im Kontext der aufgestellten Hypothesen und Reflexion über die Objektivität wissenschaftlicher Forschung.
Placebo, Nocebo, Priming, Beobachter-Effekt, Quantenphysik, QBismus, Unus Mundus, Synchronizität, Versuchsleiter-Erwartung, Kognitive Leistung, Online-Experiment, Gestaltkonzept, Replikationskrise, Objektivität.
Die Arbeit untersucht, inwieweit die Erwartungen eines Versuchsleiters einen messbaren Einfluss auf die Ergebnisse eines Experiments haben, selbst wenn kein direkter physischer Kontakt zwischen Forscher und Teilnehmer besteht.
Die Themen umfassen Placebo- und Nocebo-Effekte, verschiedene Arten von Priming, Beobachter-Effekte in der Quantenphysik sowie psychologische Theorien zur Konstruktion von Realität.
Ziel ist es zu klären, ob bewusste Erwartungen des Versuchsleiters in einer Online-Studie die kognitive Leistung von Probanden beeinflussen können.
Es wurde ein experimentelles Online-Pre-Post-Kontroll-Design gewählt, bei dem die Teilnehmer Wortanalogietests absolvierten und zwischen den Tests visuelle Stimuli sahen.
Der Hauptteil widmet sich den psychologischen Grundlagen von Placebo und Priming sowie der theoretischen Brücke zur Quantenphysik, um Beobachter-Effekte auf einer grundlegenden Ebene zu erklären.
Zentrale Begriffe sind Placebo, Priming, Beobachter-Effekt, Versuchsleiter-Erwartung und die theoretischen Konzepte QBismus sowie Unus Mundus.
Diese Gruppe diente dazu, einen Kontrollzustand zu schaffen, bei dem die Teilnehmer dieselben Bilder wie in der Experimentalgruppe sahen, jedoch unter der expliziten Annahme der Meta-Versuchsleitung, dass diese Bilder keine Leistungssteigerung bewirken würden.
Obwohl die Haupthypothese nicht signifikant bestätigt wurde, zeigte sich ein Trend, der auf einen Versuchsleitereffekt hindeutet, insbesondere durch eine signifikante Leistungsabnahme in der Kontroll- und Meta-Experimentalgruppe.
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