Masterarbeit, 2021
140 Seiten, Note: 1,3
1. Einführung – Körperinszenierungen auf Instagram
1.1. Worum geht es? – Begriffsklärung & Problemstellung
1.2. Wozu? – Forschungsfrage & Zielsetzung
1.3. Wie? – Methodik & Vorgehensweise
2. Körper – Repräsentant & Existenz
2.1. Ideale (und) Körperfiguren
2.2. Mit Leib & Körper zum eigenen Ich
2.3. Vergesellschaftete Identitäten als Gerüst der Gesellschaft
3. Gesellschaft – Grenzenlosigkeit & Lebenskunst
3.1. Körperkult in der Optimierungskultur
3.2. Fitness als Anpassungsform der Postmoderne
3.3. Sexualität, Schönheit, Selbstsorge
3.4. Digitale Welten, gesellschaftlicher Wandel
4. Medialer Körperkult – Authentizität & Selbstinszenierung
4.1. Instagram, die visuelle Interaktions-Plattform
4.2. Phänomen Influencer
4.3. Durch die Inszenierung der eigenen Identität zum Instagram-Influencer
5. Vorbereitung – Hypothesenentwicklung & aktueller Forschungsstand
5.1. Aktueller Forschungsstand
5.2. Hypothesen
6. Inhaltsanalyse – Methodendesign & Untersuchungsablauf
6.1. Methodisches Vorgehen
6.2. Untersuchungsgegenstand
6.3. Kodierschemata
6.4. Pretest
7. Ergebnisanalyse – Datenverarbeitung & Interpretation
7.1. Durchführung der Datenanalyse
7.2. Ergebnisdiskussion
7.3. Limitierende Faktoren
8. Fazit & Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die körperliche Selbstinszenierung von Fitnessinfluencern auf der Social-Media-Plattform Instagram zu untersuchen. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, auf welche Weise Fitnessinfluencer ihren Körper präsentieren, wobei insbesondere der Einfluss von Geschlecht und Reichweite auf die Darstellungsformen analysiert wird.
4.1. Instagram, die visuelle Interaktions-Plattform
Soziale Kontakte aufrechterhalten, neue Kontakte knüpfen, Informationsquelle, Orientierungsleitfaden und Unterhaltungsmedium (vgl. Winkler, Ide-Schöning & Herczeg, 2007, S. 211) – das Smartphone hat sich zum alltäglichen Begleiter des Bürgers in der postmodernen Mediengesellschaft entwickelt (vgl. Klemm et al., 2018, S. VIII). Nach Merleau-Pontys bereits beschriebenen Leibestheorie sind sämtliche Medien als Ausweitung des menschlichen Körpers zu verstehen (vgl. Winkler et al., 2007, S. 210). Das technologische Medium steht in einer reziproken Beziehung zum ambigen menschlichen Leibeskörper: Die sinnlichen Wahrnehmungsbereiche Haptik, Visualität und Akustik werden dabei in die direkte Handhabung des Smartphones verlagert (Leib-Sein), welches wiederum eine Bedienung, eine Führung durch den Menschen verlangt (Körper-Haben) (vgl. Hoffmann, 2017, S. 165 f.). Gleichzeitig passt sich der Mensch in seiner Lebensführung und den körperlichen Praktiken an die digitalen Errungenschaften an (vgl. Schmidl, 2018, S. 102 ff.).
Ein Kennzeichen der postmodernen Gesellschaft ist das starke Vertrauen in die Medien, da sich digitalisierte Kommunikationsmöglichkeiten fest in der Alltagswelt etabliert haben (vgl. Schmidl, 2018, S. 103). Das gilt auch für medial präsentierte Inhalte, die Einfluss auf gesellschaftliche sowie individuelle Ideale und das Konsumverhalten nehmen (vgl. Dimitriou, 2019, S. 4). Die individuelle Identitätssuche geschieht in der heutigen Zeit im Kontext der stark visuell geprägten Social Media, wodurch die dargestellten Körperbilder und Lebensausschnitte eine Orientierung zur eigenen Körperformung und Lebensgestaltung bieten (vgl. Bayerischer Rundfunk, 2018, 03:06-03:37).
Besonders Instagram hebt sich von anderen Social Media-Plattformen durch ihre starke Bildhaftigkeit ab (vgl. Russmann & Svensson, 2016). Der Fokus liegt dabei hauptsächlich auf dem Teilen von Fotos und Videos (vgl. Faßmann & Moss, 2016, S. 13). Schätzungen auf Basis der bisherigen Entwicklungen und Wachstumsraten zufolge nutzt inzwischen rund ein Viertel der deutschen Bevölkerung die App (vgl. Firsching, 2020; Brien, 2019). Dabei bilden junge Erwachsene, die in der postmodernen Medienkultur herangewachsen sind, die aktivste Nutzergruppe (vgl. Brien, 2019), was die Altersspanne der in dieser Analyse untersuchten Fitnessinfluencer von 22-32 Jahren (s. Anhang, Tab. 1) erklärt.
1. Einführung – Körperinszenierungen auf Instagram: Diese Einleitung definiert das Problem der Körperinszenierung in der digitalen Optimierungskultur und leitet die Forschungsfrage und Methodik ab.
2. Körper – Repräsentant & Existenz: Dieses Kapitel erläutert die Dualität des Körpers und seine Rolle als Ausdrucksmittel der Identität in der Gesellschaft.
3. Gesellschaft – Grenzenlosigkeit & Lebenskunst: Hier werden die soziologischen Grundlagen wie der Optimierungsansatz und der Einfluss gesellschaftlicher Ideale auf das Individuum thematisiert.
4. Medialer Körperkult – Authentizität & Selbstinszenierung: Das Kapitel befasst sich mit der Plattform Instagram, dem Phänomen Influencer und den Mechanismen der Selbstdarstellung.
5. Vorbereitung – Hypothesenentwicklung & aktueller Forschungsstand: Es wird der Forschungsstand zusammengefasst und die fünf Hypothesen zur Untersuchung aufgestellt.
6. Inhaltsanalyse – Methodendesign & Untersuchungsablauf: Hier werden das methodische Vorgehen, der Untersuchungsgegenstand und die Kodierschemata für die Analyse detailliert beschrieben.
7. Ergebnisanalyse – Datenverarbeitung & Interpretation: In diesem Kapitel werden die erhobenen Daten ausgewertet, die Hypothesen geprüft und die Ergebnisse kritisch diskutiert.
8. Fazit & Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf mögliche weiterführende Forschungsansätze.
Instagram, Fitnessinfluencer, Körperinszenierung, Selbstoptimierung, Postmoderne, Inhaltsanalyse, Geschlechterrollen, Identitätsfindung, Social Media, Körperkult, Authentizität, digitale Gesellschaft, Online-Marketing, Parasoziale Beziehung, Körperbilder.
Die Arbeit untersucht, wie Fitnessinfluencer ihre Körper auf Instagram präsentieren und welche Muster sich dabei in der digitalen Selbstinszenierung feststellen lassen.
Die zentralen Felder umfassen die Soziologie des Körpers, die digitale Optimierungskultur, soziale Medien als Bühne der Identitätsfindung sowie spezifische geschlechterspezifische Rollenbilder.
Das primäre Ziel ist eine Bestandsaufnahme der Körperpräsentation. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Auf welche Art und Weise wird der Körper von Influencern der Fitnessszene auf Instagram präsentiert?
Es wird eine kombinierte qualitative und quantitative Inhaltsanalyse von ausgewählten Instagram-Beiträgen verschiedener Fitnessinfluencer durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Körpertheorien, Gesellschaftsanalysen) und einen praktischen Teil, in dem das Design der Inhaltsanalyse sowie die Auswertung der Hypothesen erläutert werden.
Zu den Schlüsselwörtern gehören Fitnessinfluencer, Körperinszenierung, Instagram, Selbstoptimierung und digitale Identitätsbildung.
Die Untersuchung zeigt, dass Reichweite einen signifikanten Einfluss auf die Art der Inszenierung hat; so verwenden Mega-Influencer tendenziell weniger Text und Hashtags als Mikro-Influencer.
Ja, die Arbeit weist nach, dass Frauen ihren Körper häufiger ästhetisch und erotisch in Szene setzen, während Männer ihren Fokus stärker auf die Demonstration von Kraft und sportlicher Leistung legen.
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