Bachelorarbeit, 2017
64 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Ansätze und Kritik von Ökonomien ohne Wirtschaftswachstum
2.1 Wirtschaftswachstum und Nachhaltigkeit
2.2 Postwachstumsökonomie nach Niko Paech
2.3 Probleme bei der Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Umwelt
2.4 Kritische Betrachtung
3 Untersuchung ökologisch-ökonomischer Entwicklungen
3.1 Verbrauch fossiler Brennstoffe
3.2 Klimawandel
4 Zwischenfazit
5 Instrumente und Beispiele zur Realisierung der ökologischen Wende
5.1 Effektive Klimaschutzpolitik: Pro-Kopf-CO2-Budget
5.2 Ökologisch sinnvolle Energieversorgung: Ausbau Erneuerbarer Energien
5.3 Innovative Technologien: Kernfusionsenergie, Carbon capture and storage
6 Zusammenfassung und Ausblick
7 Literaturverzeichnis
Die Bachelorarbeit untersucht die Notwendigkeit und Realisierbarkeit einer Postwachstumsökonomie, indem sie analysiert, ob Wirtschaftswachstum von ökologischen Schäden und Ressourcenverbrauch entkoppelt werden kann oder ob eine wachstumslose Wirtschaft für den Erhalt der Lebensgrundlagen zwingend ist.
Postwachstumsökonomie nach Niko Paech
Niko Paech gilt als renommierter, zeitgenössischer Vertreter der Postwachstums-Bewegung. Er entwickelt die Darlegungen der ersten Welle der Wachstumskritik aus den 1970er Jahren weiter und setzt sich „systematisch mit Ansätzen zu einer ökologischen Ökonomie jenseits des Wachstums“ auseinander. Seine Postwachstumsökonomik bietet einen analytischen Rahmen zur Untersuchung des Zusammenhangs „zwischen nachhaltiger Entwicklung und Wirtschaftswachstum“, während die Postwachstumsökonomie als konkreter Zukunftsentwurf zu verstehen ist, welcher im Folgenden näher beschrieben wird. Im Normalfall wird in dieser Arbeit unter dem Begriff der Postwachstumsökonomie eine Wirtschaft ohne Wachstum verstanden. Ist ausschließlich von Paechs Entwurf die Rede, so wird dies explizit erwähnt.
Während Umweltökonomik und Ökologische Ökonomik „auf eine ökologische Entkopplung“ des Bruttoweltprodukts (BWP) abzielen, so ist diese laut Paech nicht zu erreichen. Bei seinem Entwurf liegt der Fokus auf der Reduktion arbeitsteiliger und monetarisierter Wertschöpfung und deren Substitution „durch entmonetarisierte Versorgungspraktiken“.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die wachsende Problematik von Umweltschäden dar und hinterfragt die Möglichkeit, Wirtschaftswachstum von ökologischen Belastungen zu entkoppeln.
2 Ansätze und Kritik von Ökonomien ohne Wirtschaftswachstum: Das Kapitel definiert den Begriff des Wirtschaftswachstums, stellt das Konzept der Postwachstumsökonomie nach Niko Paech vor und beleuchtet die Problematik der Entkopplung sowie kritische Gegenpositionen.
3 Untersuchung ökologisch-ökonomischer Entwicklungen: Es erfolgt eine Analyse von Rohdaten zu fossilen Brennstoffen und dem Klimawandel, um den Status quo der ökologischen Entwicklung im Zeitraum 1980–2015 zu evaluieren.
4 Zwischenfazit: Dieses Kapitel fasst die bisherigen Erkenntnisse zusammen und kommt zu dem Ergebnis, dass eine absolute Entkopplung bisher nicht gelungen ist.
5 Instrumente und Beispiele zur Realisierung der ökologischen Wende: Hier werden verschiedene Ansätze wie CO2-Budgets, der Ausbau erneuerbarer Energien sowie innovative Technologien hinsichtlich ihres Potenzials zur Erreichung der ökologischen Wende analysiert.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die Frage, ob sich nachhaltige Lebensstile langfristig in der Gesellschaft verankern lassen.
7 Literaturverzeichnis: Verzeichnis der in der Arbeit verwendeten Quellen.
Postwachstumsökonomie, Wirtschaftswachstum, ökologische Entkopplung, Nachhaltigkeit, Klimawandel, Ressourcenverbrauch, CO2-Budget, Erneuerbare Energien, Green New Deal, Rebound-Effekt, Suffizienz, Subsistenz, Energiewende, ökologische Modernisierung, ökologische Notwendigkeit
Die Arbeit untersucht, ob Wirtschaftswachstum ökologisch nachhaltig gestaltet werden kann oder ob eine Postwachstumsökonomie (Wirtschaft ohne Wachstum) notwendig ist.
Die Themen umfassen Wachstumskritik, Entkopplung von Wirtschaft und Umwelt, Klimawandel, Energieversorgung sowie Instrumente für eine ökologische Wende.
Das Ziel ist es zu klären, ob bisherige Maßnahmen zur Entkopplung erfolgreich waren und ob künftige technische Innovationen ausreichen, um ohne einen grundlegenden Systemwandel die ökologische Notwendigkeit zu wahren.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Auseinandersetzung mit Fachliteratur sowie die Analyse von Zeitreihen und ökologisch-ökonomischen Daten des Zeitraums 1980–2015.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Kapitel 2), die empirische Datenanalyse (Kapitel 3) und die Bewertung von politischen sowie technologischen Instrumenten (Kapitel 5).
Wichtige Begriffe sind Postwachstumsökonomie, Entkopplung, CO2-Budget, Rebound-Effekt und ökologische Notwendigkeit.
Der Autor zeigt sich skeptisch gegenüber einem rein technikbasierten Ansatz, da bisherige Effizienzsteigerungen oft durch Rebound-Effekte zunichtegemacht wurden und die globalen Emissionen weiter steigen.
Das CO2-Budget dient als Orientierungsrahmen für eine effektive Klimaschutzpolitik und verdeutlicht die Notwendigkeit drastischer Emissionsminderungen, um die 2-Grad-Grenze nicht zu überschreiten.
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