Bachelorarbeit, 2017
44 Seiten, Note: 1,2
1. Einleitung
2. Methodisches Vorgehen
3. Psychische Traumata
3.1. Definition
3.2. Traumafolgestörungen
3.3. Behandlung
4. Tiergestützte Interventionen
4.1. Definition
4.2. Erklärungsansätze
4.3. Tiergestützte Interventionen in der Traumabehandlung
5. Traumabewältigung durch den heilpädagogischen Einsatz von Pferden
5.1. Grundlagen
5.2. Rechercheergebnisse
6. Diskussion
7. Resümee
Diese Bachelorarbeit untersucht die Wirksamkeit pferdegestützter Interventionen bei der Behandlung von traumatisierten Menschen im heilpädagogischen Arbeitsfeld. Es wird analysiert, inwiefern diese Methode als effektiv angesehen werden kann und welche Wirkmechanismen, insbesondere hinsichtlich der analogen Kommunikation zwischen Mensch und Pferd, der Methode zugrunde liegen.
4.2. Erklärungsansätze
In Bezug auf die Wirkmechanismen und Effektivität tiergestützter Maßnahmen werden aktuell verschiedenste Erklärungsansätze diskutiert. Dazu zählen u. a. die Biophilie-Hypothese nach Edward O. Wilson, die Theorie der „Du-Evidenz“, die Bindungstheorie und das Konzept der Spiegelneuronen. Den Fokus meiner Arbeit lege ich hier ausschließlich auf das Erklärungsmodell der Kommunikation zwischen Mensch und Tier (speziell dem Pferd) und auf die Wirkungen, die Tiere allgemein auf den Menschen ausüben.
Germann-Tillmann et al. (2014) zufolge bietet die Unterscheidung von analoger und digitaler Kommunikation eine Erklärung dafür, dass Menschen und Tiere sich ohne Worte verstehen. Eingeführt wurde diese Differenzierung von Watzlawick, Beavin und Jackson (2011), die deutlich machen, dass man nicht nicht kommunizieren kann. Das bedeutet, dass alles, was Menschen sagen und nicht sagen, tun und nicht tun, jede Körperhaltung, jedes Wort und jede Abwesenheit eine Botschaft übermittelt und dass keine Entscheidung darüber getroffen werden kann, ob kommuniziert wird oder nicht. Kommunikation findet somit immer statt, was auch für Tiere gilt. Otterstedt (2007) legt dar, dass analoge Kommunikation nicht mit Worten verbunden ist, sondern Gestik, Mimik, Körperhaltung, Stimme und die Bewegungen der Augen nutzt und mit digitaler Kommunikation die Belegung eines Wortes mit einem bestimmten Sinn gemeint ist. Sie führt weiter aus, dass Tiere in erster Linie analog kommunizieren, während der Mensch grundsätzlich beide Kommunikationsformen zur Verfügung und mit der digitalen Kommunikation die Möglichkeit hat, zu lügen. Gerrig und Zimbardo (2008) schildern, dass die Wirkungen von Botschaften zu 50-60% von der Körpersprache und bis zu 20-30% von der Stimme abhängig sind, während der Inhalt des gesprochenen Wortes nur 10% ausmacht. Somit wird deutlich, wie wichtig es ist, sich seiner Gestik und Mimik bewusst zu sein, um sicher auftreten und verständlich kommunizieren zu können.
1. Einleitung: Vorstellung des Themas, Relevanz von Traumata und Einleitung in die Fragestellung der pferdegestützten Traumabewältigung.
2. Methodisches Vorgehen: Erläuterung der durchgeführten Literaturrecherche in Fachdatenbanken und der Kriterien zur Auswahl der wissenschaftlichen Arbeiten.
3. Psychische Traumata: Definition von Traumata, Erläuterung von Traumafolgestörungen wie PTBS und Borderline sowie grundlegende Aspekte der Behandlung.
4. Tiergestützte Interventionen: Definition von Begrifflichkeiten und theoretische Erklärungsansätze für die Wirksamkeit der Mensch-Tier-Interaktion.
5. Traumabewältigung durch den heilpädagogischen Einsatz von Pferden: Verbindung der theoretischen Grundlagen mit der praktischen Anwendung bei traumatisierten Menschen und Zusammenfassung der Forschungsergebnisse.
6. Diskussion: Kritische Reflexion der recherchierten Studien hinsichtlich ihrer Methodik, Aussagekraft und Begrenzungen.
7. Resümee: Zusammenfassende Bewertung der Wirksamkeit pferdegestützter Maßnahmen und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Trauma, Traumabewältigung, pferdegestützte Therapie, heilpädagogische Förderung, Psychotraumatologie, analoge Kommunikation, Tiergestützte Intervention, PTBS, Borderline-Persönlichkeitsstörung, Wirksamkeit, Bindung, Körperwahrnehmung, Spiegelneuronen, Ressourcenorientierung, Selbsterfahrung.
Die Arbeit befasst sich mit dem Einsatz von Pferden als heilpädagogisches Instrument zur Unterstützung der Traumabewältigung bei psychisch traumatisierten Menschen.
Die zentralen Felder sind die Psychotraumatologie, die verschiedenen Definitionen und Ansätze der tiergestützten Interventionen sowie der spezifische Einfluss von Pferden auf den menschlichen Genesungsprozess.
Das Ziel ist es, zu klären, wie effektiv der heilpädagogische Einsatz von Pferden in der Traumabehandlung ist und welche Wirkmechanismen hinter dieser Methode stehen.
Die Autorin führte eine systematische Literaturrecherche in verschiedenen Fachdatenbanken (PubMed, Psyndex, Livivo, Google Scholar) durch, um den aktuellen Forschungsstand zu analysieren.
Im Hauptteil werden psychische Traumata und deren Folgen, theoretische Konzepte tiergestützter Arbeit (insbesondere die analoge Kommunikation) sowie die Ergebnisse sieben relevanter wissenschaftlicher Arbeiten kritisch gegenübergestellt.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Traumabewältigung, pferdegestützte Therapie, heilpädagogische Förderung, analoge Kommunikation und PTBS charakterisiert.
Die analoge Kommunikation zwischen Mensch und Pferd gilt als wesentlicher Wirkfaktor, da Pferde ohne verbale Sprache auf Körpersprache und Emotionen reagieren, was traumatisierten Menschen ermöglicht, sich authentisch zu erfahren.
Die Verfasserin kommt zu dem Schluss, dass die Forschung noch am Anfang steht, die Ergebnisse zwar vielversprechend sind, aber aufgrund methodischer Schwächen und geringer Fallzahlen noch keine abschließende wissenschaftliche Beweiskraft besitzen.
Dieser Begriff wird genutzt, um den stabilisierenden Effekt zu beschreiben, bei dem Tiere Menschen bedingungslos akzeptieren, unabhängig von ihrem Aussehen oder ihrer Behinderung.
Die HFP ist in Deutschland als eine staatlich anerkannte Ausbildung für heilpädagogische Fachkräfte relevant, die Pferde professionell in ihre Arbeit mit traumatisierten Personen integrieren wollen.
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