Bachelorarbeit, 2008
29 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Grundlagen: Swaps und Zinsstrukturkurven
2.1 Swaps
2.1.1 Interest Rate Swaps
2.1.2 Cross Currency Swaps
2.1.3 Weitere Arten von Swaps
2.2 Zinsstrukturkurven
2.2.1 Eigenschaften von Zinsstrukturkurven
2.2.2 Das Nelson/Siegel Zinsstrukturmodell
3 Theoretische Bewertung von Swaps
3.1 Vorgehen
3.2 Bewertung des Fixed-Leg
3.3 Bewertung des Floating-Leg
3.4 Gesamtbewertung
3.5 Ausblick: Bewertung komplexerer Swaps
4 Numerische Analyse der Bewertung von Swaps
4.1 Vorgehen
4.2 Verwendete Swaps
4.3 Ergebnisse
5 Fazit, Ausblick und Interpretation
Anhang
A Definitionen
B Zinssätze
B.1 Referenzzinssätze
B.2 Day Count Conventions
B.3 Zinsmethoden
C Tabellen und Abbildungen
Die Arbeit untersucht die theoretische Bewertung von Zins-Swaps unter Verwendung von Zinsstrukturkurven sowie deren praktische Analyse mittels eines eigens entwickelten Excel-Tools, um den Einfluss einzelner Zinsstruktur-Parameter auf den Swap-Wert zu quantifizieren.
2.1.1 Interest Rate Swaps
Plain Vanilla Interest Rate Swaps (IRS) zeichnen sich durch ihre Einfachheit aus und sind die am meisten gehandelten Swaps. Bei einem Plain Vanilla IRS werden vorher vertraglich festgelegte feste Zinszahlungen auf Basis eines fiktiven Nominalkapitals für mehrere Perioden gegen einen variablen Zinssatz (z.B. LIBOR, EURIBOR) für dasselbe fiktive Nominalkapital ausgetauscht. Die Parteien eines IRS werden in Festzinszahler und Festzinsempfänger unterschieden, woraus sich die Begriffe Payerswap und Receiverswap abgeleitet haben. Ein Payerswap beschreibt einen Swap, bei dem ein fester Zinssatz gezahlt und ein variabler Zinssatz erhalten wird, während bei einem Receiverswap ein fester Zinssatz erhalten und ein variabler Zinssatz gezahlt wird.
Durch die gestiegene Beliebtheit von IRS besonders in den 1980er Jahren haben sich viele Abwandlungen zu dem Plain Vanilla IRS entwickelt, um verschiedene Bedürfnisse zu berücksichtigen. Bei einem Amortizing IRS ist der fiktive Nominalkapitalbetrag, anhand dessen die Zinszahlungen errechnet werden, nicht konstant über die gesamte Laufzeit, sondern abnehmend. Besonders zur Replikation der Zinszahlungen eines Kredits kann diese Art von Swap sinnvoll sein.
1 Einleitung: Einführung in das Thema der Swap-Bewertung mittels Zinsstrukturkurven und Darstellung des methodischen Vorgehens in der Arbeit.
2 Grundlagen: Swaps und Zinsstrukturkurven: Vorstellung der verschiedenen Swap-Arten sowie Erläuterung der theoretischen Grundlagen von Zinsstrukturkurven und des Nelson/Siegel-Modells.
3 Theoretische Bewertung von Swaps: Herleitung der mathematischen Bewertungsformeln für Plain Vanilla Swaps sowie Ausblick auf komplexere Swap-Varianten.
4 Numerische Analyse der Bewertung von Swaps: Praktische Untersuchung des Einflusses der Nelson/Siegel-Parameter auf verschiedene Swap-Typen mittels eines Excel-Tools.
5 Fazit, Ausblick und Interpretation: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, ökonomische Interpretation der Parameter-Sensitivitäten sowie kritische Reflexion der Modellannahmen.
Zinsstrukturkurve, Nelson/Siegel, Interest Rate Swap, Payerswap, Receiverswap, Cross Currency Swap, Bewertung, Diskontierungsfaktoren, Sensitivitätsanalyse, Forward Rates, Nominalkapital, Finanzmathematik, Swaption, Zinsänderungsrisiko, Arbitragefreiheit
Die Arbeit beschäftigt sich mit der mathematischen Bewertung von Swaps auf Basis von Zinsstrukturkurven.
Die zentralen Felder sind die Definition von Swap-Varianten, die Modellierung von Zinskurven nach Nelson/Siegel und die numerische Analyse der Swap-Bewertung.
Das Ziel ist es, den Einfluss der einzelnen Parameter einer Zinsstrukturkurve auf den Wert von Swaps theoretisch herzuleiten und numerisch zu untersuchen.
Es wurde ein mathematischer Bewertungsansatz (Zerlegung in Fixed- und Floating-Leg) in Kombination mit einer numerischen Analyse mittels eines Excel-Tools angewandt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Bewertungsformeln und die anschließende numerische Analyse anhand verschiedener Swap-Beispiele.
Die Arbeit lässt sich primär durch die Begriffe Swap-Bewertung, Zinsstrukturkurve, Nelson/Siegel-Modell und Parameter-Sensitivität charakterisieren.
Die Analyse zeigt, dass der Parameter Beta0 (langfristiges Zinsniveau) den größten Einfluss auf den Wert eines Swaps hat und bei einer Schätzung mit der höchsten Präzision bestimmt werden sollte.
Die Arbeit stellt fest, dass das verwendete deterministische Modell keine sinnvolle Bewertung von Swaptions erlaubt, da deren Wert primär durch die Unsicherheit zukünftiger Zinsentwicklungen bestimmt wird.
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