Masterarbeit, 2021
85 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problembeschreibung und Motivation
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Chatbots und Conversational Agents
2.2 Wesentliche Theorien der Interaktion zwischen Mensch und Chatbot
2.3 Instant Messaging
2.4 Kultur in der Kommunikation
2.5 Bisherige Arbeiten
3. Methodisches Vorgehen
3.1 Konzept der Literaturstudie
3.2 Literatursuche und -selektion
3.3 Datenerhebung und Synthese
4. Forschung zum Einfluss von Kultur in der Kommunikation mit Chatbots
4.1 Forschungsgebiete
4.2 Forschungsmethoden
4.3 Forschungsprobleme
4.4 Implikationen für das Design von Chatbots
5. Diskussion
5.1 Limitationen der Arbeit
5.2 Evaluation der Forschungsergebnisse
6. Fazit
6.1 Zusammenfassung
6.2 Ausblick
Ziel dieser Masterarbeit ist es, den aktuellen Forschungsstand zur Identifikation und Ableitung kultureller Einflussfaktoren in der Kommunikation mit Chatbots systematisch aufzubereiten und Implikationen für ein kulturell angepasstes Chatbot-Design abzuleiten.
Systemseitiges Kommunikationsverhalten
Quellen, die das Kommunikationsverhalten von Chatbots und CAs untersuchen, wurde im Rahmen dieser Arbeit am häufigsten klassifiziert und sind außerdem am vielfältigsten. Die Grenze zu Literatur, die das Design von Chatbots behandelt, ist oft fließend, da die meisten Arbeiten in dieser Kategorie auch Gestaltungsempfehlungen aussprechen. Außerdem steht bei der Evaluation von Chatbots im Rahmen von Experimenten und Fallstudien oft der Eindruck der Nutzer im Vordergrund, weswegen in diesem Abschnitt behandelte Literatur auch im Abschnitt des Forschungsbereichs zur Wahrnehmung diskutiert werden kann.
Bei der Betrachtung von Forschung zu systemseitigem Kommunikationsverhalten kann zwischen verschiedenen Perspektiven unterschieden werden. Die Grundlegende Annahme ist, dass sich kulturell angepasstes Verhalten einer Chatbot-Instanz auf unterschiedliche Art und Weise manifestieren kann. Das Dimensionenmodell nach Hofstede [Hofstede 2011, S. 8] kann hierbei angewendet werden, um für die Beschreibung des Verhaltens von Chatbots einen konzeptuellen Rahmen und damit eine Grundlage für die Modellierung kulturspezifischen Verhaltens zu schaffen [Aylett et al. 2009, S. 323; Mascarenhas et al. 2010, S. 555; Wang et al. 2020, S. 2].
Aylett et al. (2009) modellieren in ihrer Arbeit eine Chatbot-Instanz nach dem Dimensionenmodell und unterscheiden in ihrer Konzeption zwischen zwei Ebenen: eine reaktive Ebene, die für die emotionalen Reaktionen und das reaktive Verhalten des Charakters verantwortlich ist, und eine kalkulierende Ebene, deren Aufgabe die Steuerung des zielführenden Verhaltens des Charakters ist. Grund für die Trennung dieser Ebenen ist die Idee, dass in der reaktiven Ebene der emotionale Zustand des Charakters verändert und damit das Verhalten in der kalkulierenden Ebenen beeinflusst wird [Aylett et al. 2009, S. 332]. Die gleiche Agentenagentur namens FAtiMA [Dias/Paiva 2005, S. 127–140] wird auch von Mascarenhas et al. (2010) verwendet, um emotionale Aspekte wie ein bestimmtes Werteverständnis in das Kommunikationsverhalten ihrer Chatbot-Instanz zu integrieren.
1. Einleitung: Beschreibt die Relevanz der Untersuchung kultureller Einflüsse auf die Chatbot-Kommunikation und formuliert die Forschungsfragen sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Theoretischer Hintergrund: Definiert zentrale Begriffe wie Chatbots und Instant Messaging und erläutert relevante Theorien zur Mensch-Computer-Interaktion sowie interkulturellen Kommunikation.
3. Methodisches Vorgehen: Beschreibt den systematischen Literaturrecherche- und Analyseprozess nach anerkannten wissenschaftlichen Standards, inklusive Selektionskriterien.
4. Forschung zum Einfluss von Kultur in der Kommunikation mit Chatbots: Präsentiert die Ergebnisse der Literaturstudie, unterteilt in Forschungsgebiete, Methoden, Probleme und Design-Implikationen.
5. Diskussion: Reflektiert die Limitationen der eigenen methodischen Vorgehensweise und evaluiert die erzielten Forschungsergebnisse kritisch.
6. Fazit: Fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf notwendige zukünftige Forschungsaktivitäten.
Chatbots, Conversational Agents, kulturelle Einflussfaktoren, interkulturelle Kommunikation, Mensch-Computer-Interaktion, Nutzerverhalten, Sentiment-Analyse, Systemdesign, Literaturstudie, Akzeptanz, Nutzerzufriedenheit, Vertrauen, digitale Agenten, soziale Signale, Human-Computer Interaction.
Die Arbeit untersucht, wie kulturelle Faktoren die Interaktion zwischen Nutzern und Chatbots beeinflussen und wie dieses Wissen genutzt werden kann, um Chatbots kulturell besser anzupassen.
Die Themenfelder umfassen die Kommunikation, die Wahrnehmung von Chatbots durch Nutzer, relevante Qualitätskriterien für Chatbot-Dienste sowie methodische Designansätze.
Das Ziel ist es, einen strukturierten Überblick über den aktuellen Stand der Forschung zur Identifikation und Ableitung kultureller Einflüsse in der Chatbot-Kommunikation zu geben und praktische Implikationen für Entwickler aufzuzeigen.
Der Autor führt eine systematische Literaturstudie (Literature Review) durch, deren Ergebnisse anschließend mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet werden.
Der Hauptteil analysiert bestehende Forschungsarbeiten, kategorisiert diese in verschiedene Forschungsbereiche, identifiziert offene Forschungsprobleme und leitet daraus Gestaltungsempfehlungen für Chatbots ab.
Zentrale Begriffe sind Chatbots, kulturelle Einflüsse, Mensch-Computer-Interaktion (HCI), Nutzerakzeptanz und Designprozesse.
Die Arbeit definiert beide Begriffe und grenzt sie definitorisch ab, um im weiteren Verlauf der Analyse Klarheit über die technologischen Eigenschaften und den Kontext (domänenspezifisch vs. allgemein) zu schaffen.
Das Paradigma "Computers are social actors" (CASA) wird als theoretische Grundlage herangezogen, um zu erklären, warum Menschen Chatbots unterbewusst soziale Eigenschaften zuschreiben und von ihnen menschliches Verhalten erwarten.
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