Bachelorarbeit, 2021
79 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Problemstellung
1.3 Ziel der Arbeit und Vorgehensweise
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Zentralbanken und andere wichtige Institutionen
2.1.1 Europäische Zentralbank (EZB)
2.1.2 Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ)
2.2 Technologische Grundlagen
2.2.1 Distributed Ledger Technology (DLT)
2.2.2 Blockchains
2.3 Was ist Geld?
2.3.1 Funktionen und Formen von Geld
2.3.2 Währungssysteme
2.3.3 Arten von Geld
2.3.3.1 Bargeld
2.3.3.2 Giralgeld
2.3.3.3 Zentralbankgeld
2.3.3.4 E-Geld
2.3.3.5 Kryptowährungen
2.3.3.6 Stablecoins
2.3.3.7 Digitales Zentralbankgeld (CBDC)
2.3.4 Geldmenge
2.3.5 Geldschöpfung
2.3.6 Geldpolitik
3 Aktueller Forschungsstand zur Einführung des digitalen Euros
3.1 Literatur aus der Sphäre von Zentralbanken
3.2 Literatur aus anderen Sphären
4 Methodisches Vorgehen
4.1 Beschreibung des Forschungsdesigns
4.2 Vorgehen bei der Suche und Auswahl der Literatur
4.3 Vorgehen bei der Auswertung der relevanten Literatur
5 Wesentliche Ergebnisse der Literaturanalyse
5.1 Literaturergebnisse zu den Motiven der EZB
5.1.1 Boar und Wehrli, 2021
5.1.2 EZB, 2020
5.1.3 Christine Lagarde, 2020
5.1.4 Fabio Panetta, 2021
5.1.5 BIZ et al. 2020
5.1.6 Christian Pfister, 2020
5.1.7 dGen, 2020
5.2 Literaturergebnisse zu den Chancen und Risiken des digitalen Euros
5.2.1 Ulrich Bindseil, 2020
5.2.2 Kumhof und Noone, 2018
5.2.3 Cœuré und Loh, 2018
5.2.4 EZB, 2020
5.2.5 Christine Lagarde, 2020
5.2.6 BIZ et al. 2020
5.2.7 Fabio Panetta, 2021
5.2.8 Hanl und Michaelis, 2019
5.2.9 Jörg Krämer, 2020
5.2.10 Jörg Krämer, 2021
5.2.11 Groß, Klein und Sandner, 2020
5.2.12 Bundesministerium der Finanzen, 2020
5.3 Literaturergebnisse zu den Eigenschaften des digitalen Euros
5.3.1 Ulrich Bindseil, 2020
5.3.2 Kumhof und Noone, 2018
5.3.3 Cœuré und Loh, 2018
5.3.4 BIZ et al. 2020
5.3.5 Christine Lagarde, 2020
5.3.6 EZB, 2021
5.3.7 Fabio Panetta, 2021
5.3.8 Hanl und Michaelis, 2019
5.3.9 Jörg Krämer, 2020
5.3.10 Groß, Klein und Sandner, 2020
5.3.11 Thomas Mayer, 2019
5.3.12 Simon Hess, 2019
5.3.13 Sonnenberg und Hess, 2020
5.3.14 Bundesministerium der Finanzen, 2020
5.3.15 dGen, 2020
6 Diskussion der Ergebnisse
6.1 Diskussion der Motive der EZB für die Einführung eines digitalen Euro
6.1.1 Motivation für digitalen Euro
6.1.2 Vorteile / Ziele des digitalen Euros für die EZB
6.1.3 Anforderungen/Prinzipien an den digitalen Euro
6.2 Diskussion der Chancen und Risiken eines digitalen Euro
6.2.1 Bankendisintermediation
6.2.2 Digitaler Bankrun
6.2.3 Geldpolitik
6.2.4 Auswirkungen auf die Bürger
6.3 Diskussion der Eigenschaften eines digitalen Euro
6.3.1 Aktuelle Gestaltung des digitalen Euros
6.3.2 Ansprüche der Bürger an einen digitalen Euro
6.3.3 Digitaler Euro auf DLT-Basis
6.3.4 Ansprüche weiterer Stakeholder
6.4 Kritische Reflektion
7 Fazit
7.1 Zusammenfassung
7.2 Zukünftiger Forschungsbedarf und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Beweggründe der Europäischen Zentralbank für die Einführung eines digitalen Euros und analysiert die potenziellen Auswirkungen auf das Finanzsystem sowie die Erwartungen der Bürger, um eine kritische Ursachenanalyse der aktuellen Bestrebungen zu liefern.
1.2 Problemstellung
Etwas über ein Jahrzehnt nach der Entstehung von Bitcoin kündigte die Libra Association an, eine eigene Kryptowährung, namens Libra (mittlerweile Diem) veröffentlichen zu wollen. Dahinter stehen die private Institution Facebook und über 20 andere namhafte Firmen. Die Kryptowährung soll ebenfalls auf der DLT basieren. Um die Preisstabilität zu gewährleisten soll die Kryptowährung Diem als Stablecoin an eine Fiat-Währung gebunden sein und die Einnahmen der Währung sollen unmittelbar in kurzfristige Staatsanleihen und Bankeinlagen investiert werden (vgl. Groß et al., 2020, S. 712–717).
Diese Ankündigung war für die Zentralbanken und die Politik weltweit ein Weckruf, wie Benoît Cœuré (damals noch Direktoriumsmitglied der EZB, mittlerweile bei der BIZ) vor dem Deutschen Bundestag kommentierte. Private Initiativen für globale Stablecoin-Lösungen seien die logische Konsequenz des technologischen Fortschritts, der Globalisierung und der wandelnden Verbraucherpräferenzen. Den politischen Entscheidungsträgern und den Zentralbanken wird empfohlen auf diese Herausforderung zu reagieren (vgl. Cœuré, 2019).
Die Antwort der Zentralbanken scheint die eigene Ausgabe einer digitalen Währung in Form eines digitalen Zentralbankgeldes (CBDC) zu sein. Laut einer Studie der BIZ arbeiteten 2020 schon 86% aller Zentralbanken weltweit an der Einführung eines digitalen Zentralbankgeldes (CBDC) (vgl. Boar, Wehrli, 2021, S. 6). Auch die EZB ist an der Implementierung eines digitalen Euros interessiert.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Digitalisierung der Finanzwelt ein und motiviert die Untersuchung des digitalen Euros als Reaktion auf private Krypto-Initiativen.
2 Theoretische Grundlagen: Das Kapitel erläutert die Funktionsweise von Zentralbanken, technologische Aspekte wie DLT und Blockchain sowie die verschiedenen Formen und Funktionen von Geld.
3 Aktueller Forschungsstand zur Einführung des digitalen Euros: Hier werden die maßgeblichen Quellen aus dem Zentralbankumfeld sowie von externen Autoren vorgestellt, die als Basis für die weitere Analyse dienen.
4 Methodisches Vorgehen: Dieses Kapitel beschreibt das qualitative Forschungsdesign der Literaturanalyse und die Vorgehensweise bei der Suche, Auswahl und Auswertung der relevanten Dokumente.
5 Wesentliche Ergebnisse der Literaturanalyse: Die gewonnenen Erkenntnisse aus der Literatur werden in drei Clustern zu Motiven, Risiken und Eigenschaften eines digitalen Euros zusammenfassend dargestellt.
6 Diskussion der Ergebnisse: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert und in Bezug auf die Forschungsfragen analysiert, wobei die Perspektive der EZB sowie die Auswirkungen auf Stakeholder im Vordergrund stehen.
7 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bietet einen Ausblick auf den zukünftigen Forschungsbedarf bezüglich des digitalen Euros.
Digitaler Euro, Europäische Zentralbank, EZB, Zentralbankgeld, CBDC, Digitalisierung, Finanzstabilität, Kryptowährungen, Stablecoins, DLT, Blockchain, Geldpolitik, Bankendisintermediation, Bankrun, Literaturanalyse
Die Arbeit analysiert die Gründe der Europäischen Zentralbank für die geplante Einführung eines digitalen Euros und bewertet kritisch die damit verbundenen Ursachen und potenziellen Auswirkungen.
Zentrale Themen sind die Motive der Zentralbanken, die technologischen Grundlagen (DLT/Blockchain), die Auswirkungen auf das bestehende Geldsystem sowie die Chancen und Risiken einer digitalen Währung.
Die Hauptforschungsfrage lautet: "Welche Motive hat die Europäische Zentralbank einen digitalen Euro einzuführen?" Ergänzend werden die voraussichtlichen Eigenschaften sowie die Chancen und Risiken der Einführung untersucht.
Die Arbeit nutzt ein qualitatives Forschungsdesign, das auf einer systematischen Literaturanalyse und der Auswertung mittels Konzeptmatrix basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Vorstellung des Forschungsstandes, das methodische Vorgehen sowie eine detaillierte Ergebnisanalyse und deren Diskussion.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie CBDC (Central Bank Digital Currency), Disintermediation des Bankensystems, Währungssouveränität, DLT und Zahlungsstabilität.
Die Literatur sieht in der Einführung eines digitalen Euros in Krisenzeiten ein erhöhtes Risiko für digitale Bankruns, da Nutzer ihr Geld einfach vom Giral- auf ein digitales Euro-Konto umschichten könnten; Lösungsansätze wie Guthabenlimits werden diskutiert.
Private Stablecoins wie Diem werden als "Weckruf" für die Zentralbanken gesehen, da sie die Währungssouveränität gefährden könnten, was die EZB unter Druck setzt, ein eigenes staatliches digitales Äquivalent zu entwickeln.
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