Masterarbeit, 2021
51 Seiten, Note: 1,4
1. Einführung
1.1 Einleitung
1.2 Ziel
1.3 Forschungsfragen
2. Methodik
3. Berührung
3.1 Wissensstand
3.1.1 Geschichtlicher Hintergrund
3.1.2 Kulturelle Betrachtung
3.2 Definition von Berührung
3.2.1 Physische Ebene der Berührung
3.2.2 Psychische Ebene der Berührung
3.3 Bindungsforschung
3.4 Studienlage
4. Depression
4.1 Definition
4.2 Formen der Depression
4.2.1 Unipolare Depression
4.2.2 Bipolare Depression
4.3 Entstehung von Depression
5. Berührung in der Behandlung von Depressionen
5.1 Grundlagen der Psychotherapie
5.1.1 Die Bedeutung der Berührung in der Psychotherapie
5.1.1.1 Berührung und verbale Komponenten
5.1.1.2 Berührung und nonverbale Komponenten
5.1.2 Funktionen der Berührung in der Psychotherapie
5.1.3 Studienlage
5.1.4 Auswirkungen auf die Symptomatik bei Depressionen
5.1.4.1 Zusammenhang von Depressionen und Berührungen
5.1.4.2 Studienlage
5.2 Komplementäre Therapien - Achtsame Berührungstherapie
5.2.1 Vorgehensweise bei der achtsamen Berührungstherapie
5.2.2 Auswirkungen auf die Symptomatik bei Depressionen
5.2.3 Studienlage
6. Berührung und Neurobiologie
7. Diskussion
7.1 Forschungsfragen
7.2 Limitationen
7.3 Zukünftige Forschungsfragen
8. Zusammenfassung
Die Arbeit verfolgt das Ziel, den aktuellen Forschungsstand zu den positiven Auswirkungen von Berührungen in der Behandlung von Depressionen systematisch aufzuarbeiten und zu prüfen, ob diese Methodik zur Linderung der Symptomatik beitragen kann. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse von therapeutischen Möglichkeiten und neurologischen Wirkungsweisen.
3.2.1 Physische Ebene der Berührung
Für die Betrachtung der physischen Ebene ist es notwendig, den Begriff „physisch“ zu definieren. Der Begriff „physisch“ wird als „in der Natur begründet“ bzw. „natürlich“ bezeichnet (Biographisches Institut GmbH, Dudenverlag). Die physische Berührung wird ursprünglich mit dem Körper in Verbindung gebracht. Darüber hinaus wird die physische Berührung als taktile Sinneserfahrung verstanden - hier steht der Tastsinn im Vordergrund. Der Tastsinn schenkt menschlichen Berührungen eine besondere Beachtung. Dieser Nahsinn dient nicht nur dem unmittelbaren Begreifen der Welt, sondern steht ebenso für die Verbindung mit anderen Menschen. Diese „sozialen“ Berührungen gehen „tief unter die Haut“ - sie schaffen Nähe, schenken Geborgenheit, spenden Trost (GEO, 2018). Somit findet die Berührung über den Tastsinn an unserer Haut statt. Die Haut ist unsere äußere Grenze unseres Körpers. Hier findet ein enormer Teil des Kontaktes zu anderen Menschen und zur Umwelt statt. Mit der Haut nehmen wir Reize von außen auf, gleichzeitig schützt sie uns. Je nachdem, wie dünn- oder dickhäutig wir sind, geht uns dennoch etwas unter die Haut und kann uns verletzen.
Die Haut hat somit etwas mit unserer eigenen Empfindsamkeit zu tun – im ungünstigen Fall mit Schutzlosigkeit. Unsere aktive Berührung findet vorwiegend mit der Hand statt. Sie ist der geschickteste Körperteil, um andere Menschen zu berühren. Die Hände haben darüber hinaus auch eine symbolische Wirkung und werden mit Sicherheit, Zusicherung und Versicherung in Verbindung gebracht (Wagener, 2000). Dies verdeutlicht, dass die Berührung im körperlichen Sinne eine wichtige Rolle spielt und somit als Körperkontakt und „taktile Kommunikation“ verstanden wird.
1. Einführung: Dieses Kapitel legt die Relevanz der Thematik dar und formuliert das zentrale Ziel sowie die Forschungsfragen der Arbeit.
2. Methodik: Es wird die Vorgehensweise der systematischen Literaturrecherche erläutert, wobei insbesondere die Schneeballmethode zur Anwendung kommt.
3. Berührung: Hier werden der geschichtliche Kontext, definitorische Grundlagen sowie bindungstheoretische Aspekte und die aktuelle Studienlage zur Berührung dargelegt.
4. Depression: Dieses Kapitel bietet eine Übersicht über Definitionen, verschiedene Formen der Depression sowie Theorien zu deren Entstehung.
5. Berührung in der Behandlung von Depressionen: Der Hauptteil untersucht die Anwendung und Wirkung von Berührungen und achtsamen Berührungstherapien im psychotherapeutischen Kontext.
6. Berührung und Neurobiologie: Dieser Abschnitt beleuchtet die biologischen Grundlagen, insbesondere die Rolle von Hormonen wie Oxytocin bei Berührungen.
7. Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, Forschungsfragen beantwortet und Limitationen sowie Ausblicke auf zukünftige Forschung thematisiert.
8. Zusammenfassung: Es erfolgt eine abschließende Synthese der Kernergebnisse bezüglich der therapeutischen Wirksamkeit von Berührungen bei depressiven Patienten.
Berührung, Depression, Körperpsychotherapie, Psychotherapie, Oxytocin, Achtsamkeit, Bindungsforschung, Tastsinn, körperliche Berührung, psychische Gesundheit, Stressreduktion, taktile Kommunikation, Heilung, Neurobiologie, Wohlbefinden.
Die Arbeit analysiert das therapeutische Potenzial von physischen und psychischen Berührungen bei der Behandlung von depressiven Störungen.
Die Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen des menschlichen Berührungsbedürfnisses, der klinischen Depressionsforschung und den Methoden der Körperpsychotherapie.
Das Ziel ist es, den wissenschaftlichen Kenntnisstand zu den Auswirkungen von Berührungsarbeit auf depressive Symptomatiken zu erfassen und deren Wirksamkeit zu bewerten.
Es handelt sich um eine wissenschaftliche Literaturarbeit, die mittels systematischer Recherche und der Schneeballmethode relevante Fachbeiträge analysiert.
Im Hauptteil wird beleuchtet, wie Berührungen in der Psychotherapie eingesetzt werden, welche Funktionen sie erfüllen und welche Rolle die Neurobiologie, insbesondere das Hormon Oxytocin, dabei spielt.
Zentrale Begriffe sind neben Berührung und Depression vor allem Körperpsychotherapie, Achtsamkeit und die neurobiologischen Aspekte der sozialen Interaktion.
Oxytocin wird durch Berührungen ausgeschüttet, wirkt stressmindernd, senkt den Cortisolspiegel und fördert das Gefühl von Geborgenheit und Vertrauen, was den therapeutischen Prozess unterstützen kann.
Die Differenzierung hilft zu verstehen, dass Berührung nicht nur durch den direkten Hautkontakt (physisch) wirkt, sondern auch durch emotionale und symbolische Ebenen (psychisch) tiefgreifende Veränderungen in der Selbstwahrnehmung bewirken kann.
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