Bachelorarbeit, 2020
85 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Digitalisierung im breiten Kontext
2.1 Entwicklung und aktueller Stand der Digitalisierung
2.2 Digitalisierung in der Nachhaltigkeitsdebatte
2.3 Sozial-ökologische Erwartungen an die Digitalisierung
3 Sozial-ökologische Problemfelder der Digitalisierung
3.1 Materielle Basis der Digitalisierung
3.1.1 Rohstoffe
3.1.2 Produktion
3.1.3 Außerbetriebnahme und Entsorgung
3.2 Partizipation an der Digitalisierung
3.2.1 Zugang zum Internet
3.2.2 Digitale Kompetenzen
3.3 Nutzung digitaler Endgeräte und Dienste
3.3.1 Datenverkehr und Rechenzentren
3.3.2 Rebound-Effekt
3.4 Betrachtung der Problemfelder im Hinblick auf die SDGs
4 Entwicklungen und Handlungsempfehlungen
4.1 Bisherige Maßnahmen und Ziele in der EU und Deutschland
4.2 Handlungsempfehlungen
5 Fazit
Die vorliegende Bachelor Thesis analysiert die sozial-ökologischen Gefahren der Digitalisierung im Kontext der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs), um Strategien zur Reduktion dieser negativen Auswirkungen abzuleiten.
3.1.3 Außerbetriebnahme und Entsorgung
Nicht nur die Rohstoffgewinnung und -verarbeitung, sondern auch die Entsorgung der digitalen Komponenten und Endgeräte belastet die Gesellschaft und die Umwelt. Produkte wie Laptops und Smartphones mit besonders kurzer Lebensdauer tragen erheblich zum wachsenden Elektroschrottaufkommen bei. Smartphones werden im Durchschnitt nur 1,5 Jahre lang genutzt, bevor sie ersetzt werden.
Eine Ursache für diese kurze Lebensdauer könnte die geplante Obsoleszenz darstellen. Während sich der Begriff der Obsoleszenz auf das Veralten oder die Abnutzung eines Produktes bezieht, handelt es sich bei geplanter Obsoleszenz um eine durch den Hersteller vorsätzlich verkürzte Lebensdauer von Gütern, die Konsumenten zum Kauf neuer Produkte bewegen soll. Es lassen sich drei Obsoleszenz-Strategien unterscheiden. Erstens können kurze Innovationszyklen dazu führen, dass Vorgängerversionen veralten, da diese nicht mit den neusten Funktionen ausgestattet sind. Zweitens können die Austauschbarkeit einzelner Teile und die Reparierbarkeit durch das Produktdesign erschwert werden. So ist es beispielsweise nur unter größerem zeitlichen und ökonomischen Aufwand möglich, den Akku oder das Display eines modernen Smartphones zu wechseln. Dies kann sich in ausbleibenden Reparaturen widerspiegeln. Eine Studie belegt, dass nur bei einem von fünf Mobiltelefonen ein Reparaturversuch vor dem Austausch unternommen wurde. Als dritte Strategie kann ein Hersteller die Lebensdauer auch durch die Software beeinflussen, indem beispielsweise Software-Updates für ältere Geräte nicht mehr zur Verfügung stehen oder diese somit verlangsamt werden.
1 Einleitung: Hinführung zur Thematik der Digitalisierung als Herausforderung für soziale und ökologische Ziele sowie Darstellung der Forschungsfrage.
2 Digitalisierung im breiten Kontext: Überblick über die historische Entwicklung der Digitalisierung und ihre positive Wahrnehmung im Kontext der Nachhaltigkeitsziele.
3 Sozial-ökologische Problemfelder der Digitalisierung: Detaillierte Analyse der materiellen Basis, der digitalen Teilhabe und des Ressourcenverbrauchs im Lichte der SDGs.
4 Entwicklungen und Handlungsempfehlungen: Erörterung bestehender politischer Strategien und Formulierung von Empfehlungen für eine nachhaltigere digitale Zukunft.
5 Fazit: Zusammenfassung der Ergebnisse und abschließende Bewertung der sozial-ökologischen Ambivalenz des digitalen Wandels.
Digitalisierung, Nachhaltigkeit, SDGs, Elektroschrott, Ressourcenverbrauch, Digitale Teilhabe, Internetzugang, Digitale Kompetenzen, Rebound-Effekt, Ökodesign, Konfliktmaterialien, Umweltkosten, Klimaschutz, Ressourceneffizienz, Politische Handlungsempfehlungen.
Die Arbeit untersucht kritisch die sozial-ökologischen Folgen des digitalen Wandels und setzt diese in Beziehung zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (SDGs).
Die zentralen Themen sind die materielle Basis (Rohstoffe und Entsorgung), die digitale Teilhabe (Zugang und Kompetenzen) sowie der Energieverbrauch durch Datenverkehr.
Das Ziel ist es, Gefahren der Digitalisierung aufzuzeigen und Lösungsansätze zu entwickeln, wie diese im politischen und wirtschaftlichen Kontext reduziert werden können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von Daten im Kontext der Nachhaltigkeitsdebatte.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Rohstoffproblematik, der sozialen Aspekte der digitalen Teilhabe und der ökologischen Auswirkungen der Internetnutzung.
Wichtige Begriffe sind Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Elektroschrott, Rebound-Effekt und digitale Teilhabe.
Die Arbeit sieht in der EU und ihrer Gesetzgebung (z.B. Ökodesign-Richtlinien) ein wichtiges, wenngleich derzeit noch unzureichendes Instrument zur Steuerung einer nachhaltigen Digitalisierung.
Die digitale Spaltung wird als erhebliche soziale Herausforderung identifiziert, da ungleiche Zugangsmöglichkeiten zu Internet und Kompetenzen die soziale Ungleichheit verschärfen.
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