Bachelorarbeit, 2006
38 Seiten, Note: 1,6
Geschichte Deutschlands - Erster Weltkrieg, Weimarer Republik
1. EINLEITUNG
2. GRUNDLAGEN
2.1 HOLZ
2.2 STEINKOHLE
2.2.1 Chemische Grundlagen
2.2.2 Historische Entwicklung
2.3 VERKOKUNG
3. KOKEREITECHNIK
3.1 MEILER
3.2 SCHAUMBURGER ÖFEN
3.3 BIENENKORBÖFEN
3.4 FLAMMÖFEN
3.5 REGENERATIV-ÖFEN
3.6 VERBUNDÖFEN
3.7 FAZIT KOKEREITECHNIK
4. KOKEREINEBENPRODUKTE
4.1 GAS
4.2 TEER
4.3 AMMONIAK
4.4 BENZOL
5. MECHANISIERUNG
6. FAZIT
Die vorliegende Arbeit untersucht die technische und wirtschaftliche Entwicklung der Kokereiindustrie in Westdeutschland bis zum Ende des Ersten Weltkrieges. Ziel ist es, den Transformationsprozess von frühen, handwerklichen Methoden hin zu mechanisierten und industrialisierten Verfahren nachzuvollziehen sowie die Bedeutung der Nebenproduktgewinnung für das wirtschaftliche Wachstum und den Rohstoffbedarf zu analysieren.
3.3 Bienenkorböfen
Die Verkokung in diesem Backofen, der nach seiner anfänglichen Ähnlichkeit mit der Form eines Bienenkorbes benannt wurde, entwickelte sich in England und verbreitete sich ab 1765. Es kam im Laufe der Zeit zu Weiterentwicklungen und verschiedenen Formen, so dass unter Bienenkorböfen eher eine Gruppe von Öfen zu verstehen ist.
Gemeinsam ist allen, dass sie vollständig ummauert waren, einen Rauchabzug meist in der Mitte der Ofendecke besaßen und mindestens eine verschließbare Öffnung aufwiesen. Der geometrische Grundriss war recht unterschiedlich und wandelte sich vom ovalen oder runden zum rechteckigen Grundriss. Die Öffnung wurde entweder vermauert oder mit einer eisernen Tür verschlossen; über Kontrollöffnungen konnte die Luftzufuhr in den Ofen reguliert werden. Nach vollendeter Verkokung zog bzw. hob man den Koks mithilfe von Hacken und eisernen Gabeln aus dem Ofen.
1. EINLEITUNG: Definiert den Untersuchungsgegenstand, die geografische Eingrenzung auf westdeutsche Steinkohlenreviere und legt den Fokus auf die technische sowie wirtschaftliche Entwicklung der Industrie bis 1918.
2. GRUNDLAGEN: Erläutert die Rohstoffe Holz und Steinkohle, deren chemische Eigenschaften sowie die historische Entwicklung der Steinkohleverkokung bis hin zum industriellen Durchbruch.
3. KOKEREITECHNIK: Beschreibt die Evolution verschiedener Ofentypen, wie Meiler, Bienenkorböfen, Regenerativ- und Verbundöfen, und deren jeweilige Bedeutung für die Effizienz der Koksherstellung.
4. KOKEREINEBENPRODUKTE: Analysiert den technologischen Wandel der Nebenproduktgewinnung und die wirtschaftliche Verwertung von Gas, Teer, Ammoniak und Benzol am Beispiel der Firma Dr. C. Otto & Comp.
5. MECHANISIERUNG: Untersucht den Ersatz manueller Tätigkeiten durch mechanische Verfahren bei der Befüllung und Entleerung der Öfen sowie bei der Ablöschung des Kokses.
6. FAZIT: Fasst die Entwicklungen zusammen und hebt die enge Verflechtung der Kokereiproduktion mit der Hütten- und Chemieindustrie sowie dem ständigen Innovationsdruck hervor.
Kokereiindustrie, Westdeutschland, Steinkohle, Verkokung, Meiler, Bienenkorböfen, Regenerativöfen, Verbundöfen, Nebenproduktgewinnung, Gas, Teer, Ammoniak, Benzol, Mechanisierung, Dr. C. Otto & Comp.
Die Arbeit behandelt die technologische und wirtschaftliche Entwicklung der Kokereiindustrie in Westdeutschland von ihren Anfängen bis zum Abschluss des Ersten Weltkrieges.
Im Zentrum stehen die Ofentechnik, die chemischen Grundlagen der Verkokung, die zunehmende Bedeutung der Nebenprodukte und der Mechanisierungsprozess in der Produktion.
Das Ziel ist es, die Entwicklungslinien der Kokereitechnik anhand konkreter Beispiele aufzuzeigen und die ökonomische Relevanz der Kokserzeugung und Nebenproduktgewinnung für die deutsche Industrie zu verdeutlichen.
Es handelt sich um eine historisch-technische Untersuchung, die auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von Firmenbeständen und statistischen Daten beruht.
Der Hauptteil gliedert sich in die technologische Ofenevolution, die wirtschaftliche Nutzung von Nebenprodukten sowie den schrittweisen Übergang zur Mechanisierung der Arbeitsabläufe.
Zu den zentralen Begriffen zählen Kokereitechnik, Industriegeschichte, Nebenproduktgewinnung, Steinkohle und der Strukturwandel in der westdeutschen Schwerindustrie.
Die Mechanisierung erforderte hohe Investitionen und bauliche Veränderungen an den Öfen. Zudem waren viele manuelle Verfahren lange Zeit wirtschaftlich ausreichend, bis Arbeitskräftemangel im Ersten Weltkrieg den Innovationsdruck erhöhte.
Das Unternehmen fungierte als Pionier, insbesondere bei der Entwicklung von Nebenproduktanlagen und der Errichtung kompletter Kokereien, was maßgeblich zur technologischen Weiterentwicklung beitrug.
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