Magisterarbeit, 2008
66 Seiten, Note: 2,7
I. Problemfall (Massen)Kommunikation
1. Was ist Kommunikation? Ein Erläuterungsversuch
2. Die aktive „Masse“
3. Die Mediengesellschaft
II. Die Mediensituation in Italien
1. Historischer Diskurs
1.1. Das Fernsehen
1.2. Die Presse
2. Die sprachliche Ebene
III. Mündlichkeit und Schriftlichkeit zwischen Nähe und Distanz. Einige Begriffe
1. Verba volant
2. Nähe und Distanz
3. Verba manent
IV. Sprachliche Mittel der Beeinflussung in den italienischen Medien. Porta a Porta, Panorama, L´espresso
1. Kurze Präsentation der untersuchten Performanzmedien
1.1. Porta a Porta
1.2. Panorama
1.3. L´espresso
2. Analyse des Medientextes
2.1. Allgemeine Überlegungen
2.1.1. Syntaktische Elemente
2.1.2. Lexikalische Elemente
2.1.3. Rhetorische Mittel
2.2. Analyse von Porta a Porta
2.2.1. Illokutionen vs. Intentionen
2.2.2. Zusammenfassung
2.3. Analyse der Artikel von Panorama und L´espresso
2.3.1. Illokutionen vs. Intentionen
2.3.2. Zusammenfassung
V. Schlussbetrachtungen
Die vorliegende Arbeit untersucht linguistische Strategien der Meinungsbeeinflussung in italienischen Massenmedien. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, durch welche sprachlichen Mittel Kommunikatoren in unterschiedlichen Medienformaten – konkret der Fernsehsendung "Porta a Porta" sowie den Zeitschriften "Panorama" und "L'espresso" – gezielt auf die Rezeption einwirken und ob hierbei implizite Manipulationsmechanismen identifiziert werden können.
1. Was ist Kommunikation? Ein Erläuterungsversuch
Massenmedien und Massenkommunikation scheinen auf den ersten Blick verständliche Begriffe zu sein. In den alltagssprachlichen Konzepte evozieren sie Wörter wie „Presse, Fernsehen, Radio, Druckmedien“ usw. ein. Das genaue Formulieren aber dürfte etwas schwieriger ausfallen. Die Forscher, die sich mit dem Thema beschäftigen, stoßen auf nicht wenige Schwierigkeiten. Ziel dieser Arbeit ist, einen Teil des linguistischen Aspekts der Massenkommunikation zu untersuchen und deshalb ist es wichtig, sich mit einigen Grundbegriffen der Kommunikationswissenschaft zu befassen, denn in dieser Untersuchung wird einen Zusammenhang zwischen Sprachwissenschaft und Medien erstellt.
In der Kommunikationswissenschaft herrschen kontroverse Meinungen darüber, was genau unter dem Begriff „Massenkommunikation“ verstanden werden sollte. Eines ist klar, es handelt sich um eine Art Kommunikation, also um den Austausch von Informationen. In diesem Sinne sind auch in der Massenkommunikation die drei Hauptelemente vorhanden – der Sender (Kommunikator), der Empfänger (Rezipient) und die Aussage. Eine genaue Definition des Begriffs „Kommunikation“ ist aber, wie es oft in der Wissenschaft vorkommt, nicht möglich. Je nach Einstellung und Voraussetzung kann die Kommunikation Objekt unterschiedlicher Wissenschaften sein. Das lateinische Wort communicare bedeutet u.a.:
1) a) gemeinsam machen, vereinigen; b) mitteilen, teilnehmen lassen, (empfangend)
2) gemeinsam haben oder teilen, (mündlich oder schriftlich) mitteilen, besprechen.1
Daraus könnte man schließen, dass die Kommunikation in sich sowohl das Senden/Kommunizieren, als auch das Empfangen/Aufnahme und die Informationen/Daten beinhaltet. Diese Formulierung sagt aber explizit nichts über die Anzahl an Sendern, Empfängern, gesandte Informationen, Art des Austausches usw. aus. Es existieren auch keine einheitlichen Nennungen zur Bezeichnung des Informations-Sendenden und des Informations-Empfangenden.
I. Problemfall (Massen)Kommunikation: Dieses Kapitel definiert die zentralen Grundbegriffe der Massenkommunikation und beleuchtet die aktive Rolle des Rezipienten im Kommunikationsprozess.
II. Die Mediensituation in Italien: Hier wird der historische Kontext der italienischen Fernseh- und Presselandschaft sowie die Bedeutung des "Duopolio" analysiert.
III. Mündlichkeit und Schriftlichkeit zwischen Nähe und Distanz. Einige Begriffe: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Differenzierungen zwischen gesprochener und geschriebener Sprache sowie das Kontinuum von kommunikativer Nähe und Distanz.
IV. Sprachliche Mittel der Beeinflussung in den italienischen Medien. Porta a Porta, Panorama, L´espresso: Der Hauptteil der Arbeit untersucht konkrete Beispiele aus dem Fernsehen und der Presse hinsichtlich ihrer persuasiven Sprachverwendung.
V. Schlussbetrachtungen: Das Fazit fasst zusammen, dass Medien in der politischen Berichterstattung primär persuasiv agieren und identitätsstiftende Sprachstrategien zur Manipulation oder Meinungssteuerung nutzen.
Massenkommunikation, Medienforschung, Italien, Porta a Porta, Panorama, L'espresso, Sprachwissenschaft, Manipulation, Textlinguistik, Sprechakttheorie, kommunikative Nähe, kommunikative Distanz, Politische Rhetorik, Boulevardisierung, Mediensprache.
Die Arbeit analysiert die linguistischen Mechanismen und rhetorischen Mittel, die in italienischen Medien genutzt werden, um Meinungen zu beeinflussen oder zu steuern.
Die zentralen Felder umfassen die Mediensituation in Italien, die Unterscheidung zwischen Nähe- und Distanzsprache sowie die praktische Analyse von Illokutionen in TV-Diskussionen und Zeitschriftenartikeln.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Sprache durch gezielte Wortwahl, syntaktische Strukturen und rhetorische Verfahren dazu genutzt wird, den Rezipienten in eine bestimmte Richtung zu lenken, auch wenn dies oft implizit geschieht.
Es wird ein kommunikationsorientierter textlinguistischer Ansatz gewählt, kombiniert mit einer Analyse der Sprechakttheorie nach Austin und Searle, um die "intentionale Absicht" hinter den Aussagen freizulegen.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Fernsehsendung "Porta a Porta" und den Magazinen "Panorama" und "L'espresso", wobei anhand konkreter Transkripte und Textstellen verschiedene rhetorische Kategorien untersucht werden.
Wichtige Begriffe sind Mediensprache, Manipulation, Illokution, kommunikative Nähe, Boulevardisierung und Politische Rhetorik.
Das Fernsehen nutzt eher spontane, durch Gestik und Schlagfertigkeit geprägte Nähe-Sprache, während Zeitschriften aufgrund ihrer zeitlichen Planung eine eher distanzierte und argumentativ durchdachte Sprache aufweisen.
Vespa dient als Beispiel für einen Kommunikator, der das Gastgeber-Konzept nutzt, um mittels rhetorischer Kniffe das Geschehen zu steuern und das Publikum im Studio sowie die Zuschauer zu beeinflussen.
Der Begriff beschreibt eine Modernisierung der Sprache, bei der alltagsnahe, emotionale und direkte Kommunikationsmittel genutzt werden, um die Akzeptanz beim Publikum zu erhöhen.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass politische Berichterstattung in den untersuchten Medien niemals völlig neutral ist, sondern stets eine gezielte Beeinflussung durch "eingebettete Intentionen" verfolgt.
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