Bachelorarbeit, 2021
126 Seiten, Note: 1.3
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung und Methode
1.2 Aufbau
2 Theorie und Forschungsstand
2.1 Gesetzliche Grundlagen und Menschen
2.1.1 Elektrizitätsspezifische Regelungen
2.1.2 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz
2. 2 Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM
2. 3 Arbeitsbedingungen und Gesundheit: Wirkungsmodelle
2.3.1 Belastungen und Ressourcen
2.3.2 Modell der Gratifikationskrise
2.3.3 Soziotechnischer Systemansatz und das MTO-Konzept
2.4 Deutungs- und Handlungsmuster von Kulturen
2.4.1 Sicherheitskultur
2.4.2 Führungskultur
2.4.3 Motivation
2.5 Forschungsziel und Forschungsfragen
2.5.1 Forschungsfragen
2.5.2 Arbeitshypothesen
3 Methode
3.1 Art und Ablauf der Untersuchung
3.2 Sampling
3.2.1 Untersuchungsablauf
3.3 Leitfadengestützte Experteninterviews
3.4 Mitarbeitenden-Befragungen mit FWS JSA
3.5 Qualitative Inhaltsanalyse
3.5 Gütekriterium
4 Ergebnisse
4.1 Quantitative Datenauswertung
4.2 Qualitative Datenauswertung
4.2.1 Unternehmung U1
4.2.2 Unternehmung U2
4.2.3 Unternehmung U3
4.2.4 Vergleich der Unternehmungen
4.2.5 Die Sicht eines Gewerkschafters
5 Diskussion und Fazit
5.1 Beantwortung der Forschungsfrage
5.2 Besprechung der Arbeitshypothesen
5.3 Methodenkritik
Diese Arbeit untersucht die Qualität von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in schweizerischen Elektrizitätsunternehmen. Ziel ist es zu prüfen, inwieweit ein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) als geeignetes Instrument zur Prävention von Unfällen, Berufskrankheiten und psychosozialen Belastungen fungiert und welche förderlichen oder hemmenden Faktoren hierbei in der Praxis eine Rolle spielen.
2.4.1 Sicherheitskultur
Das Konzept der Sicherheitskultur ist heute weiter verbreitet als nur in der kerntechnischen Industrie. Sicherheitskultur geniesst heute weltweite Aufmerksamkeit. Verbreitet ist es in Branchen, wie der Luftfahrt, Raumfahrt, als auch in der Petrochemie und dem Bergbau. In der Gesellschaft wurde erkannt, dass individuelles Handeln der Beschäftigten ein prägender Einfluss auf Organisation und Kultur darstellt. ist und damit zu berücksichtigen ist (Badke-Schaub, Hofinger & Lauche, 2012, S. 31). Grosse Aufmerksamkeit fand die Berücksichtigung einer Sicherheitskultur erstmals in der Folge der atomaren Katastrophe von Tschernobyl. Als Folge entwickelte sich eine Sicherheitskultur als neues Konzept der Sicherheitsforschung, um unter anderem Systemunfällen vorzubeugen. (Büttner, Fahlbruch & Wilpert, 2007, S. 38). Die Analyse des GAU zeigte, dass organisatorische Mängel wie auch eine Fülle an Regelwidrigkeiten der Mitarbeitenden die Ursache für den Unfall war. Die vorherrschende Sicherheitskultur zum Zeitpunkt der Katastrophe soll mangelhaft gewesen sein (Badke-Schaub et al., 2012, S. 31).
Trotz der Weiterentwicklung diverser Sicherheitsoptimierungen in den letzten Jahren, zeigen sich trotzdem immer wieder verheerende Ereignisse wie das Flugunglück in den französischen Westalpen. Der Kopilot hatte sich im Cockpit eingeschlossen um den Absturz der Maschine bewusst und geplant herbeizuführen und so Suizid zu begehen. Damit zeigt sich, dass trotz der ausgeprägten Sicherheitskultur der Faktor Mensch nicht vernachlässigt werden darf.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Motivation der Arbeit dar und definiert die Zielsetzung, die Umsetzung von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz als Präventionskultur zu verstehen.
2 Theorie und Forschungsstand: Hier werden die rechtlichen Grundlagen von ASGS, Betrieblichem Gesundheitsmanagement (BGM) und verschiedene theoretische Modelle zur Gesundheit am Arbeitsplatz sowie Kulturaspekte diskutiert.
3 Methode: Dieses Kapitel erläutert den multimethodischen Feldzugang, der Experteninterviews mit der "Friendly Work Space Job-Stress-Analysis" zur Datenerhebung kombiniert.
4 Ergebnisse: Die Ergebnisse aus der quantitativen JSA-Befragung und den qualitativen Experteninterviews werden hier deskriptiv für die untersuchten Unternehmungen dargestellt.
5 Diskussion und Fazit: Das abschließende Kapitel beantwortet die Forschungsfragen, diskutiert die Arbeitshypothesen und reflektiert das Vorgehen kritisch.
Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz, BGM, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Präventionskultur, Elektrizitätsunternehmen, Sicherheitskultur, Führungsverhalten, JSA, Job-Stress-Analysis, psychosoziale Belastungen, Arbeitsbedingungen, Gesundheitsförderung, Mixed Methods, Experteninterviews.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Qualität von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (ASGS) und der Rolle des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) in Schweizer Elektrizitätsunternehmen.
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf Sicherheitskultur, Führungskultur, der praktischen Umsetzung von Präventionsmaßnahmen sowie dem Einfluss menschlicher Faktoren auf das Sicherheitsniveau in der Energiewirtschaft.
Das Ziel ist es, zu überprüfen, ob sich BGM eignet, um die Prävention von Unfällen und Gesundheitsbelastungen nachhaltig zu verbessern, und welche Bedingungen hierfür in der Unternehmenskultur entscheidend sind.
Die Autor verwendet einen multimethodischen "Mixed-Methods"-Ansatz, der sowohl qualitative Experteninterviews als auch quantitative Online-Befragungen mittels des Instruments "Friendly Work Space Job-Stress-Analysis" umfasst.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die detaillierte Methodik und die anschließende Auswertung der Untersuchungsergebnisse in drei verschiedenen Elektrizitätsunternehmen.
Wichtige Begriffe sind Arbeitssicherheit, Präventionskultur, BGM, Sicherheitskultur, Psychosoziale Belastungen und Experteninterviews.
Die Untersuchung zeigt, dass während die technische Arbeitssicherheit bei allen Firmen gut verankert ist, die systematische Einbettung von BGM und einer gelebten Gesundheitskultur je nach Unternehmung stark variiert.
Das Fazit betont, dass Führung, Vertrauen und eine klare Systematik die unverzichtbaren Grundlagen für eine erfolgreiche und nachhaltige Präventionskultur im Betrieb sind.
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