Bachelorarbeit, 2021
80 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Mixed Martial Arts
2.2 Aggression
2.3 Formen der Aggression
2.4 Aggressionstheorien
2.4.1 Triebtheorien der Aggression
2.4.2 Frustrations-Aggressions-Theorie
2.4.3 Lerntheorien
2.4.3.1 Klassisches Konditionieren
2.4.3.2 Operantes Konditionieren
2.4.3.3 sozial-kognitive Lerntheorie
2.4.4 General Aggression Model
2.5 Ursachen von Aggression
2.5.1 Biologische Ursachen
2.5.2 Individuelle Ursachen
2.5.3 Psychosoziale Faktoren
2.5.4 Situative Einflussfaktoren
2.6 Sport und Aggression
3 Hypothesen
4 Methode
4.1 Stichprobe
4.2 Fragebogen
4.3 Design und Durchführung
5 Ergebnisse
5.1 Deskriptive Daten
5.2 Testung der Hypothesen
6 Diskussion
6.1 Methodenkritik
6.2 Diskussion der Ergebnisse
6.3 Fazit und Ausblick
7 Zusammenfassung
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, zu untersuchen, welchen Einfluss das Training der Sportart Mixed Martial Arts (MMA) auf das Aggressionsverhalten der Sportler hat. Dabei wird geprüft, ob sich MMA-Sportler signifikant von Fitnesssportlern hinsichtlich ihrer physischen und verbalen Aggression sowie ihrer Einstellung zur Aggression unterscheiden, um daraus Empfehlungen für oder gegen diese Sportart bei aggressivem Verhalten ableiten zu können.
2.4.3.3 sozial-kognitive Lerntheorie
Ähnlich wie beim operanten Konditionieren geht Bandura (1979) davon aus, dass Menschen durch ihre Erfahrungen lernen. Bei seiner sozial-kognitiven Lerntheorie findet dieses Lernen aber nicht nur durch Belohnung und Bestrafung statt, sondern auch durch die Beobachtung von anderen Menschen. Wichtig ist, dass neben dem Verhalten auch die Konsequenzen für die ausführende Person beachtet werden. Ob ein Verhalten gelernt wird, hängt also sowohl von den eigenen Erfahrungen ab als auch von den Erfahrungen, die ein anderer mit diesem Verhalten gemacht hat. Bandura (1979) ist der Meinung, dass dieses Lernen am Modell insbesondere das Aneignen von komplexem Verhalten erlaubt (Bandura, 1979, S. 60).
Das Erlernen neuer Verhaltensweisen kann in vier verschiedene Phasen aufgeteilt werden. Zuerst kommt es zu einem Aufmerksamkeitsprozess. Die Aufmerksamkeit, die ein Modell erfährt, ist von entscheidender Bedeutung dafür, ob ein Verhalten gelernt wird. Es gibt einige Faktoren, die zu einer genaueren Beobachtung führen und so die Lernwahrscheinlichkeit erhöhen. Zum einen ist das der häufige Umgang mit einer Person. Dieser ermöglicht ein gründlicheres Betrachten und erhöht dementsprechend auch die Chance bestimmte Handlungen zu erlernen. Auch die Konsequenzen, die eine handelnde Person erfährt, beeinflussen den Aufmerksamkeitsprozess. Negative Reaktionen reduzieren die Aufmerksamkeit, während positive Konsequenzen diese fördern. Menschen, die einen hohen Status in der Gesellschaft genießen und über viel Macht und Erfolg verfügen, wird häufig auch ein erfolgreiches Verhalten unterstellt, was ebenfalls zu einer besonderen Aufmerksamkeit führt.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik ein, definiert das umstrittene Bild von MMA in der Gesellschaft und leitet die Forschungsfrage sowie das Ziel der Arbeit ab.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen von Mixed Martial Arts, definiert den Begriff Aggression, stellt verschiedene Aggressionstheorien (Triebtheorien, Lerntheorien, General Aggression Model) vor und beleuchtet Ursachen sowie den Zusammenhang von Sport und Aggression.
3 Hypothesen: Basierend auf der theoretischen Herleitung werden die konkreten Hypothesen für die Untersuchung formuliert, welche die Unterschiede zwischen MMA-Sportlern und Fitnesssportlern betreffen.
4 Methode: Hier wird das methodische Vorgehen beschrieben, einschließlich der Rekrutierung der Stichprobe, der Entwicklung des eigens erstellten Fragebogens sowie der Durchführung der Online-Umfrage.
5 Ergebnisse: In diesem Kapitel werden die gesammelten Daten deskriptiv dargestellt und die Hypothesen mittels statistischer Tests auf Signifikanz geprüft.
6 Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch bewertet, methodische Einschränkungen reflektiert und in den theoretischen Kontext eingeordnet, gefolgt von einem Fazit und Ausblick.
7 Zusammenfassung: Das letzte Kapitel bietet eine komprimierte Übersicht über die gesamte Arbeit, vom theoretischen Rahmen bis hin zur Beantwortung der Ausgangsfragestellung.
Mixed Martial Arts, MMA, Aggression, Aggressivität, physische Aggression, verbale Aggression, Kampfsport, Fitnesssport, Lerntheorien, sozial-kognitive Lerntheorie, Konditionierung, Forschungsdesign, empirische Studie, Aggressionspotenzial, Sportpsychologie.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Sportart Mixed Martial Arts und dem Aggressionsverhalten der Sportler im Vergleich zu Fitnesssportlern.
Die Arbeit deckt die Definition von Aggression, verschiedene psychologische Aggressionstheorien, den Einfluss von Lerneffekten auf Verhalten und die Auswirkungen spezifischer Sportarten auf die Aggressivität ab.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, welche Wirkung die Sportart MMA auf die Aggression der Sportler hat und ob sie sich hierbei von einer Vergleichsgruppe aus dem Fitnessbereich unterscheidet.
Es wurde ein quantitatives Forschungsdesign gewählt, bei dem mittels eines selbst entwickelten Fragebogens Daten von 316 Sportlern erhoben und statistisch analysiert wurden.
Der Hauptteil umfasst eine tiefgehende theoretische Aufarbeitung, die Formulierung von Hypothesen, die methodische Vorgehensweise bei der Online-Umfrage sowie die detaillierte Darstellung und Diskussion der erzielten Ergebnisse.
Zu den zentralen Begriffen gehören Mixed Martial Arts, Aggression, Sportpsychologie, Lerneffekte, physische und verbale Aggression sowie die empirische Testung mittels t-Tests.
In Bezug auf die physische Aggression konnten höhere Werte für MMA-Sportler bestätigt werden; bei der verbalen Aggression zeigten sich jedoch niedrigere Werte als bei den Fitnesssportlern.
Ja, die Ergebnisse bestätigen, dass MMA-Sportler eine signifikant positivere Einstellung zur Aggression aufweisen als die untersuchte Vergleichsgruppe.
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