Diplomarbeit, 2008
69 Seiten, Note: 1,0
Die Diplomarbeit befasst sich mit der systemtheoretischen Betrachtung der Genese psychischer Systeme, basierend auf den Arbeiten Niklas Luhmanns. Sie zielt darauf ab, die Entstehung und Entwicklung des Bewusstseins im Rahmen der Autopoiesis-Theorie zu erklären und die Konsequenzen der Geschlossenheit psychischer Systeme für die Interaktion mit der Umwelt zu analysieren.
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in die systemtheoretischen Grundbegriffe, die für das Verständnis der Autopoiesis psychischer Systeme relevant sind. Dazu gehören die Konzepte der Autopoiesis, der Emergenz, der strukturellen Kopplung, der Komplexität, des Sinns, der Kommunikation und der Beobachtung. Im zweiten Kapitel wird die Autopoietische Genese psychischer Systeme im Detail betrachtet. Hierbei werden die Konsequenzen der Geschlossenheit psychischer Systeme für die Beobachtung und Teilnahme an Kommunikation, die Erzeugung und Reproduktion von Gedankenereignissen sowie die Entstehung und Formung des Bewusstseins analysiert. Das dritte Kapitel widmet sich der Sozialisation und Erziehung des Bewusstseins. Es werden die Konzepte der Sozialisation nach Luhmann, der Selbstsozialisation, der Individualität durch Abweichung sozialer Normen und der Erziehung im Kontext der Autopoiesis-Theorie beleuchtet.
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die Autopoiesis, psychische Systeme, Bewusstsein, Kommunikation, Wahrnehmung, Selbstreferenz, Sozialisation, Erziehung, Individualität und Niklas Luhmann. Die Arbeit analysiert die Entstehung und Entwicklung des Bewusstseins im Rahmen der Autopoiesis-Theorie und beleuchtet die Konsequenzen der Geschlossenheit psychischer Systeme für die Interaktion mit der Umwelt.
In Anlehnung an Niklas Luhmann beschreibt Autopoiesis die Eigenschaft psychischer Systeme, sich selbst durch die fortlaufende Produktion von Gedankenereignissen zu reproduzieren und operativ geschlossen zu bleiben.
Luhmann definiert psychische Systeme als operativ geschlossen. Das Gehirn gehört zur Umwelt des Bewusstseins; beide sind lediglich über „strukturelle Kopplung“ miteinander verbunden.
Bewusstsein und Kommunikation sind getrennte Systeme. Das Bewusstsein kann Kommunikation beobachten, aber nicht direkt in sie eingreifen. Es nimmt an Kommunikation als „Kontakt“ teil, bleibt aber in seinen eigenen Gedankenoperationen isoliert.
Doppelte Kontingenz bezeichnet die Situation, in der zwei interagierende Systeme (z.B. Personen) wissen, dass das Verhalten des jeweils anderen von dessen eigenen, nicht einsehbaren Erwartungen abhängt.
Sozialisation wird als Selbstsozialisation verstanden. Das System verarbeitet Umwelteinflüsse nach eigenen Regeln und bildet Individualität oft durch die Abweichung von sozialen Normen aus.
Der blinde Fleck ist die Unfähigkeit eines beobachtenden Systems, seine eigenen Voraussetzungen der Beobachtung während des Beobachtungsvorgangs selbst zu sehen.
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