Bachelorarbeit, 2021
69 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theorie und Forschungsstand
2.1 Vertrauen
2.1.1 Vertrauen als sozialer Mechanismus
2.1.2 Vertrauen in Systeme
2.2 Vertrauen in journalistische Medien
2.3 Schlüsselereignisse beim Vertrauen in journalistische Medien
3 Untersuchungsbeispiel Corona-Pandemie
4 Forschungsfrage und Hypothesen
5 Methodik
5.1 Methodenwahl: Quantitative Online-Befragung
5.2 Operationalisierung und Aufbau des Fragebogens
5.3 Durchführungszeitraum, Pretest, und Stichprobe
5.4 Auswertungsverfahren
6 Ergebnisse und Interpretation
6.1 Deskriptive Befunde
6.2 Hypothesenprüfung
7 Diskussion und Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Schlüsselereignissen auf das Vertrauen von Rezipienten in journalistische Medien, wobei die Corona-Pandemie als zentrales Untersuchungsbeispiel dient. Das primäre Ziel ist es, zu explorieren, inwiefern spezifische Erfahrungen mit der Berichterstattung oder Diskrepanzen zwischen subjektiver und medialer Realitätswahrnehmung das Vertrauen der Bevölkerung in den Journalismus bestärken oder schwächen.
2.1.1 Vertrauen als sozialer Mechanismus
Vertrauen ist allgemein ein vielschichtiger Forschungsgegenstand, der in zahlreichen wissenschaftlichen Disziplinen theoretisch behandelt und empirisch exploriert wird (Bentele & Seidenglanz, 2015, S. 413). In der Literatur existiert daher bislang keine einheitliche, interdisziplinär gültige Begriffserklärung. Vielmehr haben unterschiedliche Perspektiven der psychologischen, neurologischen, biologischen, politikwissenschaftlichen, ökonomischen, soziologischen und kommunikationswissenschaftlichen Vertrauensforschung mannigfaltige Definitions- und Konzeptionsansätze konstituiert (für einen Überblick vgl. Seiffert-Brockmann, 2016, S. 70-136). Vor diesem Hintergrund soll sich Vertrauen nachfolgend primär aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht definitorisch angenähert werden, wobei insbesondere soziologische Ansätze dieses Forschungsfeld maßgeblich geformt und geprägt haben (Bentele & Seidenglanz, 2015, S. 414; Seiffert-Brockmann, 2016, S. 73).
Generell herrscht Konsens darüber, dass Vertrauen sowohl auf der Individual- als auch Kollektivebene einen zentralen psychologischen und sozialen Prozess darstellt (Prochazka, 2020, S. 39). Luhmann (2014) zufolge ist Vertrauen „ein elementarer Tatbestand des sozialen Lebens“ (S. 8). Der Mensch „[könnte] [o]hne jegliches Vertrauen […] morgens sein Bett nicht verlassen“ (ebd.). Simmel (1908) charakterisiert Vertrauen daher auch als „eine der wichtigsten synthetischen Kräfte innerhalb der Gesellschaft“ (S. 346). Im Wesentlichen beschreibt Vertrauen dahingehend einen bestimmten Zustand sozialer Relationen, in derer sich die Beteiligten reziprok aufeinander verlassen können (Endreß, 2018, S. 487). Dieser Konnex setzt sich prinzipiell aus einem Vertrauensobjekt und Vertrauenssubjekt zusammen, wobei Letzteres Vertrauen gegenüber dem Objekt schenkt (Obermaier, 2020, S. 14). Entsprechend des jeweiligen Forschungsinteresses kann diese Beziehung aus dem Blickwinkel des Subjekts, des Objekts oder beider Seiten betrachtet werden (Kohring, 2004, S. 132). Im Hinblick auf das Forschungsziel der vorliegenden Arbeit soll der Schwerpunkt im Folgenden auf der Subjektperspektive liegen, also den Handlungsweisen und Motiven des Vertrauensgebers.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Themas Medienvertrauen während der Corona-Pandemie ein und umreißt die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.
2 Theorie und Forschungsstand: Hier werden die theoretischen Grundlagen zu Vertrauen, Vertrauen in journalistische Medien und dem Konzept der Schlüsselereignisse aus kommunikationswissenschaftlicher Perspektive erarbeitet.
3 Untersuchungsbeispiel Corona-Pandemie: Dieses Kapitel verortet die Corona-Pandemie als globales Schlüsselereignis und beleuchtet die Rolle journalistischer Medien als primäre Informationsquelle in dieser Ausnahmesituation.
4 Forschungsfrage und Hypothesen: Basierend auf dem theoretischen Rahmen werden die zentrale Forschungsfrage und daraus abgeleitete Hypothesen zum Einfluss von Schlüsselereignissen auf das Medienvertrauen formuliert.
5 Methodik: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Design der quantitativen Online-Befragung, inklusive der Operationalisierung der Konstrukte und der Stichprobenbeschreibung.
6 Ergebnisse und Interpretation: Die empirischen Daten werden hier deskriptiv ausgewertet und die aufgestellten Hypothesen mittels statistischer Analysen auf ihre Gültigkeit geprüft.
7 Diskussion und Fazit: Die Ergebnisse werden im Kontext des Forschungsstandes diskutiert, kritisch reflektiert und abschließend zusammengefasst, wobei ein Ausblick auf zukünftige Forschung gegeben wird.
Medienvertrauen, Schlüsselereignisse, Corona-Pandemie, Journalismus, Medienskepsis, Medienzynismus, Vertrauensverlust, Diskrepanzerfahrung, Institutionenvertrauen, Online-Befragung, Medienperformanz, Kommunikationswissenschaft, Gesellschaft, Krisenkommunikation, empirische Studie.
Die Arbeit untersucht, wie sogenannte Schlüsselereignisse – hier am Beispiel der Corona-Pandemie – das Vertrauen der Menschen in journalistische Medien beeinflussen.
Zentral sind die Bereiche Vertrauen auf systemischer und interpersonaler Ebene, das Rollenverständnis von Journalismus in Krisenzeiten sowie die psychologischen Faktoren von Medienskepsis und Medienzynismus.
Das Ziel ist es, zu erforschen, ob und wie spezifische Erfahrungen oder Diskrepanzerfahrungen während der Pandemie zu einer Stärkung oder einem Rückgang des Vertrauens in die journalistische Berichterstattung führen.
Die Untersuchung basiert auf einer quantitativen Online-Befragung von 155 Personen, deren Daten mittels statistischer Verfahren wie Regressions- und Korrelationsanalysen ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Konzepte, die Beschreibung des Untersuchungsbeispiels, die methodische Vorgehensweise sowie die detaillierte Ergebnispräsentation und Hypothesenprüfung.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Medienvertrauen, Schlüsselereignisse, Medienskepsis und Medienzynismus, die in der Kommunikationswissenschaft zur Analyse der Rezipientenhaltung verwendet werden.
Die Pandemie fungiert als „konzentriertes Weltereignis“, das ein hohes Informationsbedürfnis erzeugte und die Medien in eine zentrale Rolle als Vermittler zwischen Wissenschaft und Bevölkerung rückte.
Nein, die Ergebnisse zeigen, dass eine kritisch-konstruktive medienskeptische Haltung sogar positiv mit dem allgemeinen Medienvertrauen korrelieren kann, während eine destruktive medienzynische Haltung negativ wirkt.
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