Masterarbeit, 2021
177 Seiten, Note: 1,0
1 Ein Virus, der das Lernen verändert
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Technologiegestütztes Lernen
2.1.1 Begriffsannäherungen und Definition von technologiegestütztem Lernen
2.1.2 Klassifikationsansätze und Formen von technologiegestütztem Lernen
2.1.2.1 Chronologische und technologische Klassifizierung
2.1.2.2 Klassifizierung nach Visualisierungsgrad
2.1.2.3 Klassifizierung nach Grad der Interaktionsfreiheit
2.1.3 Chancen und Probleme des technologiegestützten Lernens
2.1.3.1 Chancen und Stärken
2.1.3.2 Probleme, Hindernisse und Herausforderungen
2.1.4 Einsatzgebiete von technologiegestütztem Lernen
2.2 Theoretische Modelle zur Wirksamkeit technologiegestützten Lernens
2.2.1 Effektivitätsmodell für elektronische Lernumgebungen nach Simon, Treiblmaier & Neumann
2.2.2 Modell lernrelevanter Kontexte und Komponenten technologiebasierter Lernszenarien nach Tergan
2.2.3 Rahmenmodell für das Lernen mit Multimedia nach Najjar
2.3 Forschungsstand zum technologiegestützten Lernen an Hochschulen
2.3.1 Bisheriger Einsatz und Nutzung von Technologien an Hochschulen
2.3.2 Akzeptanz digitaler Technologien in der Hochschullehre
2.3.3 Effektivität und Erfolg des technologiegestützten Lernens
2.3.4 Einfluss- und Erfolgsfaktoren beim technologiegestützten Lernen
2.4 Forschungsfragen und Hypothesen der aktuellen Studie
3 Methode
3.1 Auswahl und Begründung der quantitativen Online-Befragung
3.2 Operationalisierung und Gestaltung des Fragebogens
3.3 Stichprobe
3.3.1 Merkmale der Befragten
3.3.2 Vorkenntnisse der Befragten
3.4 Durchführung der Befragung
3.4.1 Vorarbeiten und Verbreitung der Umfrage
3.4.2 Stichprobenziehung
3.4.3 Rücklauf
4 Ergebnisse
4.1 Erfolg eines reinen Online-Studiums im Vergleich zum Präsenzstudium
4.2 Einflussfaktoren auf die Zufriedenheit in einem reinen Online-Studium
5 Diskussion und Ausblick
5.1 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
5.2 Limitationen der Studie und Empfehlungen für Anschlussforschung
5.3 Fazit und Ausblick
6 Literaturverzeichnis
7 Anhang
7.1 Fragebogen
7.2 Detaillierte Ergebnisse der Befragung
7.3 Ausgewählte visualisierte Ergebnisse der Befragung
Die vorliegende Arbeit evaluiert das erste rein digitale Studiensemester an der Universität Passau infolge der Corona-Pandemie, um zu klären, ob ein solches Format ebenso erfolgreich ist wie ein klassisches Präsenzstudium und welche Faktoren die Zufriedenheit der Studierenden beeinflussen.
1 Ein Virus, der das Lernen verändert
2,5 Millionen Infektionen, bis zu 31 000 Neue pro Tag und mehr als 73 000 Todesfälle allein in Deutschland, mehrere Monate geschlossene Ländergrenzen, geschlossene Schulen, Kitas und Universitäten sowie strenge Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen auf der ganzen Welt. (Robert Koch Institut, Stand: 15. März 2021) Der Ausbruch der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 hat etwas ausgelöst, das viele wohl nicht für möglich gehalten hätten und das das Leben von Milliarden Menschen von Grund auf verändert hat. Während unzählige Menschen und Branchen ums Überleben kämpften, stand plötzlich auch ein besonders wichtiger Bereich vor einer scheinbar unüberwindbaren Herausforderung: Die Bildung.
Nach den staatlich verordneten Schulschließungen im März 2020 waren knapp 33 000 deutsche Schulen und über 400 Hochschulen mit einem Mal gezwungen, den Unterricht auch ohne persönlichen Kontakt zu den Lernenden am Laufen zu halten und sämtliche Lehrveranstaltungen in digitale Formate umzuwandeln. (Statistisches Bundesamt, 2019, S. 95/103) Was für Fernhochschulen längst Alltag war, war für die Mehrzahl der Bildungsinstitutionen vollkommen neu. Zwar gab es schon vorher Online-Kurse, jedoch waren dies meist solche, die sich aufgrund des Lerninhalts dazu eigneten. Nun aber mussten ausnahmslos alle Lehrveranstaltungen – von der Vorlesung bis zum Praxisprojekt – auf den Präsenzunterricht verzichten. Selbst Hochschulen, die als Vorreiter in Sachen Online-Lernen galten und seit Jahren Unterricht zu Studierenden auf der ganzen Welt übertragen, wurden von der aktuellen Situation an ihre Grenzen gebracht, da selbst deren Kapazitäten nicht auf unendlich viele Lernende ausgelegt waren. (Schwertfeger, 2020a, S. 34) Doch die häufig verfluchten neuen Medien haben sich wohl nie als solch ein Segen erwiesen wie jetzt, schon allein im Kampf gegen die körperliche und soziale Isolation, die zur Eindämmung der Pandemie unumgänglich war. Die geltenden Kontaktbeschränkungen machten das digitale Lernen zur einzigen Möglichkeit, den Fortbestand der Bildungsprozesse sicherzustellen und das allein durch dessen zentralen Vorteil: Das ortsunabhängige Lernen ohne jeden physischen Kontakt.
1 Ein Virus, der das Lernen verändert: Einleitung in die Herausforderungen der Corona-Pandemie für den Bildungssektor und die plötzliche Umstellung auf digitale Lehre.
2 Theoretische Grundlagen: Aufarbeitung medienpädagogischer und lerntheoretischer Rahmenbedingungen für technologiegestütztes Lernen.
3 Methode: Detaillierte Beschreibung der quantitativen Online-Befragung, der Stichprobenziehung und des methodischen Vorgehens.
4 Ergebnisse: Präsentation der empirischen Befunde zum Erfolg des Online-Semesters und der Analyse relevanter Einflussfaktoren.
5 Diskussion und Ausblick: Interpretation der Studienergebnisse im Hinblick auf die Forschungsfragen sowie kritische Würdigung der Limitationen.
Technologiegestütztes Lernen, E-Learning, Online-Studium, Hochschullehre, Corona-Pandemie, Studienerfolg, Zufriedenheit, Lernmotivation, Medienkompetenz, Digitalisierung, Online-Befragung, Blended Learning.
Die Arbeit untersucht, wie sich die abrupte Umstellung auf ein rein digitales Studiensemester während der Corona-Pandemie auf das Lernen der Studierenden an der Universität Passau ausgewirkt hat.
Die Schwerpunkte liegen auf der Wirksamkeit von Online-Lehrformen, der Akzeptanz digitaler Medien bei Studierenden und Lehrenden sowie der Identifikation von Faktoren, die den Erfolg des digitalen Studiums bestimmen.
Ziel ist es zu klären, ob ein vollkommen online durchgeführtes Semester ebenso erfolgreich ist wie ein klassisches Präsenzstudium und welche Faktoren (z.B. Betreuung, Kontakt zu Mitstudierenden) die Zufriedenheit dabei beeinflussen.
Die Studie basiert auf einer quantitativen Online-Befragung, an der 226 Studierende der Universität Passau teilgenommen haben, deren Ergebnisse statistisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil umfasst theoretische Rahmenmodelle zur Wirksamkeit digitaler Lernumgebungen, einen Überblick über den bisherigen Forschungsstand zum E-Learning an Hochschulen sowie die detaillierte Darstellung und Diskussion der empirischen Ergebnisse.
Zentrale Begriffe sind technologiegestütztes Lernen, Online-Studium, Hochschullehre, Corona-Pandemie, digitaler Studienerfolg und die Zufriedenheit der Studierenden.
Obwohl es Unterschiede in der Zufriedenheit zwischen verschiedenen Studiengängen gibt, konnte statistisch kein signifikanter Einfluss des Studiengangs auf die Gesamtzufriedenheit nachgewiesen werden.
Besonders die Qualität der Betreuung durch die Lehrenden sowie die Anzahl auftretender technischer oder organisatorischer Probleme haben einen signifikant hohen Einfluss auf die Zufriedenheit der Studierenden im Online-Semester.
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