Bachelorarbeit, 2021
64 Seiten, Note: 1,9
1. Einleitung
1.1 Die Alzheimer-Erkrankung und das Darmmikrobiom
1.2 Die SELEX-Methode
1.3 Die Zielzelle
2. Ziel der Arbeit
3. Materialien
4. Methoden
4.1 Herstellung eines 2% Agarosegels und Gelelektrophorese
4.1.1 Theorie
4.1.2 Durchführung
4.2 Vorbereitung und Durchführung der Polymerase-Kettenreaktion
4.2.1 Theorie
4.2.2 Durchführung der Polymerasekettenreaktion (PCR)
4.2.3 Durchführung der Emulsions-Polymerasekettenreaktion
4.3 Vorbereitung und Durchführung der Strangtrennung
4.3.1 Theorie
4.3.2 Durchführung
4.4 Bestimmung der Stoffmenge von ssDNA Aptamere
4.4.1 Theorie
4.4.2 Durchführung
4.5 FluCell-SELEX der ssDNA Aptamere
4.5.1 Theorie
4.5.2 Durchführung
4.6 Fluoreszenzmessung
4.6.1 Theorie
4.6.2 Durchführung
4.7 Bindungsassay von Aptamere gegen Rikenella microfusus
4.7.1 Theorie
4.7.2 Durchführung
4.8 Spezifitätstest
4.8.1 Theorie
4.8.2 Durchführung
5. Ergebnisse
5.1 exemplarische Aufnahme des Agarosegels mit ssDNA Aptamere
5.2 Bindungsassay
5.3 Spezifitätstest
6. Diskussion
6.1 Bindungsassay
6.2 Spezifitätstest
6.3 Ausblick
Diese Bachelorarbeit zielt darauf ab, spezifische ssDNA-Aptamere zu entwickeln, die als Bindemoleküle an das Bakterium Rikenella microfusus dienen, um neue Ansätze für die Alzheimer-Diagnostik zu schaffen.
1.2 Die SELEX-Methode
In den letzten zwei Jahrzehnten wurden Nukleinsäure-Aptamere zur Bindung an einer Vielzahl von spezifischen Molekülen und komplexen Systemen wie lebenden Zellen entwickelt [15]. Aptamere sind kurze, einzelsträngige Nukleinsäuren, bestehend aus Ribonukleinsäure (RNA) oder Desoxyribonukleinsäure (DNA) mit bis zu 100 Nukleotiden. Dabei besitzen sie eine dreidimensionale Struktur, z.B. eine Hairpin oder eine Loop-Struktur, die es ihnen ermöglicht spezifisch an bestimmte Zielstrukturen zu binden [16]. An der Ausbildung dieser Bindungen tragen Wasserstoffbrücken und van-der-Waals-Bindungen zu einem erheblichen Beitrag dazu bei. Ebenso führen spezielle strukturelle Voraussetzungen, wie z.B. Guanidiniumgruppen von Argininseitenketten in der Proteinzielstruktur zu spezifischen Bindungen [17]. Die Methode zur Isolierung zielspezifischer Aptamere wird als “systematic evolution of ligands by exponential enrichment” (SELEX) bezeichnet [16]. Die Verwendung ganzer lebender Zellen als Ziel für SELEX-Experimente, der sogenannte Cell-SELEX Prozess, ist eine vielversprechende Methode zur Erzeugung zellrezeptorspezifischer Aptamere, die ein großes Potential in den Bereichen Diagnostik, Therapie, regenerative Medizin und Zielvalidierung besitzen [18]. Zu Beginn des Cell-SELEX liegt eine randomisierte Bibliothek an Oligonukleotiden mit bekannten flankierten Regionen vor. Diese zufällige Bibliothek mit Aptameren wird mit dem Ziel inkubiert. Aptamere mit einer zielspezifischen dreidimensionalen Konformation binden an die Zielzelle und ungebundene Sequenzen werden durch mehrere Waschschritte entfernt [16]. Gebundene Aptamere werden von der Zielstruktur durch Erhitzung des Zell-DNA Aptamerkomplexes bei 95 °C und anschließender Zentrifugation gelöst [15]. Die erhaltenen Aptamere werden amplifiziert mit der Polymerase-Ketten-Reaktion (PCR) unter Benutzung von Primern, welche komplementär zu den flankierenden konstanten Regionen der Aptamere sind [16].
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Relevanz der Alzheimer-Erkrankung im Kontext des Darmmikrobioms und erläutert die Grundlagen der SELEX-Methode sowie die Relevanz der Zielzelle.
2. Ziel der Arbeit: Das Kapitel beschreibt die Zielsetzung, spezifische Bindemoleküle (Aptamere) an Rikenella microfusus zur Entwicklung zukünftiger Diagnosemethoden für Alzheimer zu evolvieren.
3. Materialien: Eine detaillierte Auflistung der verwendeten Chemikalien, Verbrauchsmaterialien, Laborgeräte und Bakterienstämme für die experimentellen Arbeiten.
4. Methoden: Beschreibt die wissenschaftlichen Protokolle für Agarosegelelektrophorese, PCR, Strangtrennung, Quantifizierung der Aptamere, den FluCell-SELEX-Prozess, Fluoreszenzmessungen sowie die Bindungs- und Spezifitätstests.
5. Ergebnisse: Präsentation der experimentellen Daten, einschließlich der Gelelektrophorese-Aufnahmen und der statistischen Auswertungen der Bindungs- und Spezifitätstests mittels Fluoreszenzmessung.
6. Diskussion: Interpretation der erzielten Ergebnisse hinsichtlich der Aptamer-Bindungsspezifität sowie ein Ausblick auf zukünftige Potenziale und Anwendungsmöglichkeiten in der Diagnostik.
Alzheimer, Darmmikrobiom, Rikenella microfusus, Aptamere, SELEX, FluCell-SELEX, DNA, Bindungsassay, Spezifitätstest, Diagnostik, PCR, Fluoreszenzmessung, Dysbiose, Bindungsaffinität, Laboranalytik
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung von ssDNA-Aptameren, die spezifisch an das Darmbakterium Rikenella microfusus binden, um dieses als Marker für die Alzheimer-Diagnostik nutzbar zu machen.
Die zentralen Themen sind die Alzheimer-Forschung, die Rolle des Darmmikrobioms, die SELEX-Technologie (insbesondere Cell-SELEX) und die molekularbiologische Detektion von Bakterien.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung und Evolution von Bindemolekülen an Rikenella microfusus, um die bei Alzheimer-Patienten gehäuft auftretende Dysbiose spezifisch detektierbar zu machen.
Die Arbeit nutzt die FluCell-SELEX-Methode, ein Verfahren zur gerichteten Evolution von Aptameren gegen lebende Zellen.
Der Hauptteil umfasst die detaillierte methodische Durchführung, beginnend bei der Vorbereitung, über die Selektionsrunden, bis hin zu den Bindungs- und Spezifitätstests zur Verifizierung der Aptamer-Qualität.
Wichtige Begriffe sind Aptamere, Alzheimer, Darmmikrobiom, SELEX, Rikenella microfusus und Bindungsspezifität.
Das Bakterium wurde gewählt, da eine Dysbiose mit einer erhöhten Häufigkeit dieser Spezies bei Alzheimer-Patienten assoziiert ist, was es zu einem relevanten diagnostischen Ziel macht.
Die Fluoreszenzmessung dient dazu, die Bindungsstärke und Spezifität der generierten Aptamer-Bibliothek quantitativ zu erfassen und den Erfolg der Selektionsrunden zu belegen.
Der Ausblick unterstreicht das Potenzial von Aptameren als neue diagnostische Klasse und schlägt vor, die entwickelten Aptamere zur Analyse von Stuhlproben bei Alzheimer-Patienten einzusetzen.
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