Examensarbeit, 2021
47 Seiten, Note: 1,7
Die vorliegende wissenschaftliche Hausarbeit befasst sich mit der Frage, ob das Schulfach Sport als "Eisbrecher" für die Integration von Schülerinnen und Schülern nichtdeutscher Herkunft in den Regelunterricht dienen kann. Die Arbeit beleuchtet das Konzept der hessischen Intensivklassen und die Integrationsprozesse, die im schulischen Kontext stattfinden.
Die Einleitung stellt die Problematik der Integration von Schülerinnen und Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache in den deutschen Schulalltag vor und verdeutlicht die Bedeutung von Sprachkompetenz für die Integration.
Das zweite Kapitel behandelt das Konzept der hessischen Intensivklassen, die eine wichtige Rolle bei der Sprachförderung und Integration spielen. Dabei werden die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Umsetzung in der Praxis beleuchtet.
Das dritte Kapitel analysiert die Möglichkeit, das Schulfach Sport als "Eisbrecher" für die Integration in den Regelunterricht zu nutzen. Die Arbeit untersucht den Doppelauftrag des schulischen Sports, die Bedeutung nonverbaler Kommunikation sowie die Rolle von Koedukation und Geschlechtersensibilität.
Das vierte Kapitel präsentiert Erfahrungsberichte von Lehrenden, Lernenden und Regelklassen, die Einblicke in die Praxis der Integration geben.
Das fünfte Kapitel diskutiert den Brückenschlag zum außerschulischen Sport und wie dieser die Integration von Schülerinnen und Schülern nichtdeutscher Herkunft unterstützen kann.
Integration, Heterogenität, Schulfach Sport, Intensivklassen, Sprachförderung, nonverbale Kommunikation, Koedukation, Geschlechtersensibilität, Erfahrungswerte, außerschulischer Sport
Ja, das Schulfach Sport kann als „Eisbrecher“ fungieren, da es durch nonverbale Kommunikation und gemeinsames Handeln Sprachbarrieren überbrückt und den sozialen Anschluss erleichtert.
Hessische Intensivklassen sind ein schulisches Eingliederungskonzept, das primär auf die Sprachförderung und die Vorbereitung von Schülern nichtdeutscher Herkunft auf den Regelunterricht abzielt.
Im Sportunterricht ermöglicht die nonverbale Kommunikation eine Teilhabe am Geschehen, auch wenn noch keine ausreichenden Deutschkenntnisse vorhanden sind, was Frustrationen mindert.
Der Doppelauftrag umfasst die „Erziehung zum Sport“ (Erlernen sportlicher Fähigkeiten) und die „Erziehung durch Sport“ (Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und des Sozialverhaltens).
Da Schüler aus verschiedenen Kulturkreisen unterschiedliche Normverständnisse haben, ist ein sensibler Umgang mit Koedukation im Sportunterricht entscheidend für eine erfolgreiche Integration.
Ja, der Schulsport kann das Interesse an Vereinssport wecken, was die gesellschaftliche Integration über den Schulalltag hinaus nachhaltig stärkt.
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