Masterarbeit, 2021
134 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Die Psychische Gesundheit
2.1 Was ist Gesundheit?
2.2 Warum werden physische und psychische Gesundheit voneinander unterschieden?
2.3 Die zentrale Bedeutung psychischer Gesundheit
3 Psychische Störungen und Auffälligkeiten
3.1 Prävalenz psychischer Störungen im Kindes und Jugendalter
3.1.1 Internationaler Vergleich psychischer Störungen
3.1.2 Prävalenz von psychischen Störungen und Auffälligkeiten in Deutschland
3.1.2.1 KiGGS Studie
3.1.2.2 BELLA Studie
3.1.2.3 Versorgungsatlas
3.2 Die häufigsten psychischen Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen
3.2.1 Entwicklungsstörungen
3.2.2 Verhaltens- und emotionale Störung
3.2.2.1 Hyperkinetische Störungen
3.2.2.2 Störungen des Sozialverhaltens
3.2.3 Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen
3.2.4 Affektive Störungen
3.3 Ätiologie psychischer Störungen im Kindesalter
3.3.1 Biologische Risikofaktoren
3.3.1.1 Genetische Bedingungen
3.3.1.2 Konstitutionelle Elemente
3.3.1.3 Somatische Faktoren
3.3.2 Psychosoziale Risikofaktoren
3.3.2.1 Individuelle Faktoren
3.3.2.2 Familiäre Faktoren
3.3.2.3 Schulische Faktoren
3.3.2.4 Gleichaltrige
3.3.3 Soziokulturelle Risikofaktoren
3.3.3.1 Soziale Schicht
3.3.3.2 Ökologie
3.3.3.3 Migration
3.3.3.4 Medien
3.3.4 Lebensereignisse und situative Risikofaktoren
3.3.5 Protektive Faktoren und Resilienz
4 Versorgung psychisch erkrankter Kinder und Jugendlicher in Deutschland
4.1 Ambulante Behandlung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher
4.1.1 Ambulante Behandlung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher im Rahmen des SGB V
4.1.1.1 An der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmende Leistungserbringer
4.1.1.2 Niedergelassene Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
4.1.1.3 Niedergelassene Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten und Psychologische Psychotherapeuten
4.1.1.4 Die Rolle von Kinder- und Jugendärzten bei der Prävention und Versorgung
4.1.1.5 Kinder- und jugendpsychiatrische Institutsambulanzen
4.1.2 Ambulante Hilfen für psychisch kranke Kinder und Jugendliche außerhalb des SGB V
4.1.2.1 Kinder- und jugendpsychiatrische Dienste (KJPD)
4.1.2.2 Frühförderung
4.2 Stationäre und teilstationäre Behandlung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher
4.2.1 Stationäre und teilstationäre Behandlung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher im Rahmen des SGB V
4.2.1.1 Maßregelvollzug bei Jugendlichen und Heranwachsenden
4.3 Wichtige Versorgungsstrukturen außerhalb des SGB V
4.3.1Schulpsychologie
4.3.2 School (Health) Nurses und Schulgesundheitspflege
4.3.3 Kinder-und Jugendhilfe (öffentliche und freie)
5 Gesundheitsförderung und Prävention in der Schule
5.1 Bildungs- und gesundheitspolitische Grundlagen
5.1.1 Beschlüsse der Kultusministerkonferenz
5.1.2 Schulgesetze der Länder
5.1.3 Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention
5.2 Bildung und Gesundheit von Kindern und Jugendlichen
5.2.1 Gesundheit beeinflusst Bildung
5.2.2 Bildung beeinflusst Gesundheit
5.3 Präventionskonzepte im schulischen Sektor
5.3.1 Methodisches Vorgehen der Recherche und der Datenanalyse
5.3.2 Ausgewählte Programme
5.3.2.1 „MindMatters“
5.3.2.2 „Verrückt? Na und! Seelisch fit in der Schule“
5.3.2.3 Vergleich der bewerteten Präventionsprogramme im Fokus der Berufsbildenden Schule
6 Fazit
Die Masterarbeit untersucht die Relevanz und Umsetzung von schulbasierten Präventionsprogrammen für psychische Gesundheit, insbesondere Depressionen und Ängste, mit einem spezifischen Fokus auf berufsbildende Schulen (BBS). Dabei wird die aktuelle Versorgungssituation in Deutschland analysiert und auf Basis einer Datenbankrecherche die Eignung bestehender Präventionskonzepte bewertet, um Empfehlungen für eine effektive Implementierung an BBS abzuleiten.
3.1.1 Internationaler Vergleich psychischer Störungen
Im internationalen Vergleich zeigt sich eine große Bandbreite der Prävalenzen psychischer Auffälligkeiten bei KuJ zwischen 9 – 22%. Diese hohe Variabilität der Prävalenzangaben lässt sich u. a. durch die Verwendung verschiedener Erhebungsinstrumente (z. B. Fragebogenverfahren, Diagnosestatistiken, psychodiagnostische Interviews), der Anwendung unterschiedlicher Klassifikationsverfahren psychischer Störungen (kategoriale vs. dimensionale Störungsklassifikation), der Bezugnahme auf verschiedene Altersbereiche oder der Verwendung unterschiedlicher Cut-off-Kriterien erklären. Im letzten Jahrzehnt wurden zwar international vermehrt Studien zur Prävalenz psychischer Auffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter durchgeführt, allerdings sind bevölkerungsrepräsentative Trendstudien hierzu immer noch selten und in ihren Ergebnissen widersprüchlich.
Beispielsweise beschrieben Collishaw et al. in zwei britischen Studien für einen 25-Jahres- (1974-1999) sowie einen 20-Jahres-Zeitraum (1986-2006) einen substanziellen Anstieg von Verhaltens- und emotionalen Problemen (vgl. Collishaw et al. 2004, S. 1350; Collishaw et al. 2010, S. 885). Dahingegen konnten Wittchen et al. in ihrer transnationalen Vergleichsstudie für Europa, welche auch KuJ einschloss, keinen Prävalenzanstieg auf Bevölkerungsebene bestätigen (vgl. Wittchen et al. 2011, S. 655).
1 Einleitung: Die Einleitung begründet die Notwendigkeit von Präventionsprogrammen im Bereich psychischer Gesundheit an Schulen und erläutert die besondere Ausgangslage bei berufsbildenden Schulen.
2 Die Psychische Gesundheit: Das Kapitel definiert Gesundheit über die WHO-Standards und diskutiert die Bedeutung sowie die häufig kritisch betrachtete Trennung von physischer und psychischer Gesundheit.
3 Psychische Störungen und Auffälligkeiten: Dieses Kapitel liefert eine fundierte Darstellung nationaler und internationaler Prävalenzstudien sowie einen Überblick über die häufigsten Störungsbilder und deren ätiologische Faktoren.
4 Versorgung psychisch erkrankter Kinder und Jugendlicher in Deutschland: Hier werden die komplexen Versorgungsstrukturen im SGB V sowie unterstützende Strukturen außerhalb dieses Rahmens detailliert aufgeführt.
5 Gesundheitsförderung und Prävention in der Schule: Dieses Kapitel behandelt die politischen Grundlagen, die Wechselwirkung von Bildung und Gesundheit sowie die Analyse und Bewertung zweier spezifischer Präventionsprogramme.
6 Fazit: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer systematischeren Verankerung von Mental Health Prävention in der Schulentwicklung.
Psychische Gesundheit, Kindes- und Jugendalter, Präventionsprogramme, Schule, Berufsbildende Schulen, Depression, Angststörungen, Versorgungsstrukturen, Gesundheitsförderung, Mental Health Literacy, Resilienz, Qualitätsanalyse, Schülerinnen und Schüler, Interventionen, Schulentwicklung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Prävention psychischer Störungen, wie Depressionen und Ängsten, bei Kindern und Jugendlichen im schulischen Kontext, mit einem besonderen Fokus auf berufsbildende Schulen.
Zentral sind die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen, die Prävalenz psychischer Störungen bei Jugendlichen, die aktuelle Versorgungssituation in Deutschland sowie die Analyse und Bewertung schulischer Präventionskonzepte.
Ziel ist es, bestehende Präventionsprogramme für den Bereich Mental Health zu analysieren und Anregungen für deren Verbesserung und effektive Integration in den schulischen Alltag, besonders an berufsbildenden Schulen, abzuleiten.
Die Autorin nutzt eine systematische Literaturanalyse zur Bestandsaufnahme und das QGPS-Verfahren zur Qualitätsbewertung der ausgewählten Präventionsprogramme „MindMatters“ und „Verrückt? Na und!“.
Im Hauptteil werden die Programme „MindMatters“ (insbesondere das Modul „Wie geht’s?“) und „Verrückt? Na und! Seelisch fit in der Schule“ im Detail beschrieben und evaluiert.
Die Arbeit fokussiert auf Begriffe wie Psychische Gesundheit, Präventionsprogramme, berufsbildende Schulen, Depression, Angststörungen und Gesundheitsförderung.
Die Trennung ist aus Sicht der Autorin künstlich, da beide Bereiche eng miteinander verknüpft sind und eine bio-psycho-soziale Betrachtungsweise notwendig ist, um eine umfassende Diagnostik und Behandlung sicherzustellen.
Partizipation ist für die Wirksamkeit zentral; die Autorin stellt jedoch fest, dass beide bewerteten Programme in diesem Punkt Optimierungspotenzial aufweisen, da Schüler oft nicht systematisch an Entscheidungsprozessen beteiligt werden.
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