Bachelorarbeit, 2008
48 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Die Balanced Scorecard
2.1 Relevanz der Balanced Scorecard für unternehmerisches Handeln
2.2 Die Balanced Scorecard nach Robert S. Kaplan und David P. Norton
2.2.1 Das Grundkonzept der BSC
2.2.2 Die finanzwirtschaftliche Perspektive
2.2.3 Die Kundenperspektive
2.2.4 Die interne Prozessperspektive
2.2.5 Die Lern und Entwicklungsperspektive
2.2.6 Ursache-Wirkungsmodell Balanced Scorecard
2.3 Vorteile und Nachteile des BSC-Konzeptes
3. Die Balanced Scorecard für KMU
3.1 Einleitung
3.2 KMU - definitorische Abgrenzung von den Großunternehmen
3.2.1 Quantitative Abgrenzung
3.2.2 Qualitative Abgrenzung
3.3 Die Möglichkeiten der Einführung einer BSC in KMU
3.3.1 Prägnanz der Kernkriterien für KMU
3.3.1.1 Wertschöpfung
3.3.1.2 Führungssystem und Delegation
3.3.1.3 Identifikation mit dem Unternehmen
3.3.1.4 Mitarbeiterführung und Weiterbildung
3.3.1.5 Veränderungserfahrung und Managementtheorien
3.3.1.6 Bekanntheit und Umgang mit der Unternehmensstrategie
3.3.1.7 Externe Beratung
3.3.1.8 Finanzierung, Transparenz und Benchmarks
3.4 Die Phasen der Einführung einer BSC in KMU (Horváth & Partners – Modell)
3.4.1 Organisatorischen Rahmen schaffen
3.4.2 Strategische Grundlagen klären
3.4.3 Eine BSC entwickeln
3.4.4 Die Organisation strategieorientiert ausrichten
3.4.5 Kontinuierlichen BSC-Einsatz sicherstellen
3.5 Vorschläge für eine Mittelstand- Balanced Scorecard (BSC-Light)
3.6. Grenzen der Implementierung einer Balanced Scorecard in KMU
3.6.1 Generelle Grenzen der BSC
3.6.2 Spezielle Grenzen der BSC für KMU
4. Schlußbetrachtung
Das Ziel dieser Arbeit ist es, auf Basis der Besonderheiten von KMU Spezifika für die Einführung, den Aufbau und Einsatz der Balanced Scorecard abzuleiten, da das klassische, für Großunternehmen entwickelte Konzept nicht ohne Weiteres auf kleine und mittlere Unternehmen übertragbar ist.
2.2.1 Das Grundkonzept der BSC
Das Balanced Scorecard - Konzept wurde im Jahre 1992 von Professor Robert S. Kaplan (Harvard Business School) und David P. Norton (CEO des Nolan Norton Institutes) entwickelt. Kaplan und Norton nannten das Konzept „Balanced Scorecard“, um zum Ausdruck zu bringen, dass es sich dabei um ein ausgewogenes („Balanced“) System handelt, welches einen klaren Bezug zur Erfolgsmessung („Scorecard“) besitzt.
Die BSC stellt eine Managementmethode dar, die ein Führen von Unternehmen anhand weniger gleichgewichteter Kennzahlen ermöglicht. Eine Kommunikation von Strategien auf allen Hierarchieebenen und ein Aufzeigen der persönlichen Anforderungen an alle Beteiligten zur erfolgreichen Realisierung der Unternehmensstrategie wird bei richtigem Einsatz des Konzeptes möglich.
Die Grundidee der BSC ist die klare Transformation der Vision und Strategie einer Unternehmung in ein geschlossenes Bündel qualitativer und quantitativer Zielsetzungen und monetären und nicht-monetären Kennzahlen. Hierzu werden die finanziellen Steuerungsgrößen über Ursache-Wirkungs-Ketten mit den für Vision und Strategie wesentlichen Leistungsperspektiven hinsichtlich Kunden, interner Prozesse sowie Lernen und Entwicklung miteinander verknüpft.
Von zentraler Bedeutung ist neben der Ausgewogenheit und operativen Konkretisierung und Quantifizierung von Strategien die komplementäre Verknüpfung von Strategieelementen über Ursache-Wirkungs-Beziehungen. Dazu sind sämtliche Ziele und Kennzahlen der anderen Perspektiven mit einem Ziel der Finanzperspektive direkt oder indirekt zu verbinden. Diese Verknüpfung stellt deutlich heraus, dass alle Strategien, Programme und Maßnahmen die Erreichung finanzwirtschaftlicher Ziele der Geschäftseinheit bewirken sollen, womit eine starke Orientierung an den Überlegungen zur Wertorientierung oder zum Shareholder Value (Interessengruppen) erfolgt.
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz des Balanced Scorecard-Konzepts und definiert das Ziel der Arbeit, spezifische Anforderungen für den Einsatz in KMU abzuleiten.
2. Die Balanced Scorecard: Hier wird das klassische Grundkonzept nach Kaplan und Norton mit seinen vier Perspektiven sowie die Ursache-Wirkungs-Logik und die allgemeinen Vor- und Nachteile dargestellt.
3. Die Balanced Scorecard für KMU: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil der Arbeit, in dem KMU von Großunternehmen abgegrenzt und die spezifischen Herausforderungen, Anpassungen und Implementierungsphasen für das BSC-Konzept im Mittelstand detailliert untersucht werden.
4. Schlußbetrachtung: Hier werden die Ergebnisse zusammengefasst und die Bedeutung der BSC für die strategische Steuerung von KMU, insbesondere im Hinblick auf Anforderungen wie Basel II, herausgestellt.
Balanced Scorecard, KMU, Mittelstand, Strategieumsetzung, Unternehmensführung, Kennzahlen, Strategische Planung, Wertschöpfung, Ressourcen, Benchmarking, Prozessmanagement, Mitarbeiterführung, Transformation, Wettbewerbsfähigkeit, Managementmethode
Die Arbeit untersucht, inwiefern das ursprünglich für Großkonzerne entwickelte Balanced-Scorecard-Konzept auf die spezifischen Rahmenbedingungen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) übertragbar ist und wie es dort erfolgreich implementiert werden kann.
Die zentralen Themen sind das klassische BSC-Konzept nach Kaplan/Norton, die strukturellen Unterschiede zwischen Großunternehmen und KMU, spezifische Erfolgsfaktoren für KMU sowie die Phasen der BSC-Implementierung.
Das primäre Ziel ist es, auf Basis der Besonderheiten von KMU konkrete Spezifika für die Einführung, den Aufbau und den operativen Einsatz der Balanced Scorecard in diesen Unternehmen abzuleiten.
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und den Vergleich von Unternehmensstrukturen, um theoretische Konzepte der BSC auf die Praxis kleiner und mittlerer Unternehmen zu adaptieren.
Der Hauptteil analysiert intensiv die qualitativen Unterschiede (z. B. Führungssystem, Wertschöpfung, Identifikation), erarbeitet Anpassungsvorschläge für eine "BSC-Light" und stellt ein 5-Phasen-Modell zur Implementierung vor.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Balanced Scorecard, KMU, Strategieumsetzung, Unternehmensführung, Kennzahlensysteme und mittelstandsspezifische Anpassung geprägt.
Das klassische Modell ist stark auf die Komplexität und die arbeitsteiligen Strukturen von Großkonzernen ausgerichtet; KMU hingegen sind stärker durch den persönlichen Einfluss des Unternehmers und begrenzte Ressourcen geprägt.
Die "BSC-Light" stellt einen Vorschlag für eine reduzierte, auf den Mittelstand zugeschnittene Form der Balanced Scorecard dar, die insbesondere bei der Tiefe der Implementierung und der Anzahl der Ziele fokussierter agiert.
Durch den wachsenden Druck auf Transparenz im Mittelstand seitens der Banken kann die BSC als wertvolles Instrument dienen, um durch nachweisbare strategische Steuerung ein besseres Rating zu erzielen.
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