Diplomarbeit, 1987
151 Seiten, Note: gut
1. EINLEITUNG
1.1. Vorbemerkungen zum methodischen Vorgehen
2. SOZIOLOGISCHER HINTERGRUND
2.1. Klärung des Begriffes "Familie"
2.2. Die Wechselwirkung zwischen Familie und Gesellschaft, Sozialisationstheorien der frühen Kindheit
2.2.1. Die emotionale Sozialisation
2.2.1.1 Der lerntheoretische Ansatz
2.2.1.2 Der ichpsychologische Ansatz von Mahler und Bergmann
2.2.2 Die geschlechtsspezifische Sozialisation
2.2.2.1 Die lerntheoretische Ansätze
2.2.2.2 Der psychoanalytische Ansatz
2.2.2.3 Der kognitive entwicklungspsychologische Ansatz
2.2.3 Die schichtenspezifische Sozialisation
2.2.3.1 Die Erziehungspraxis und Weltanschauung
2.2.3.2 Die Sprache
3. DIE FAMILIENKONSTELLATION DER EINEIIGEN ZWILLINGE
3.1. Die Erziehung der Eltern und deren Wirkung auf ihre Kinder
3.2. Die Eltern-Kind-Beziehung
3.2.1. Die Eltern-Zweikind-Beziehung
3.3. Die Geschwisterbeziehungen
4. DIE ENTWICKLUNG VON EINEIIGEN ZWILLINGEN
4.1. Die geistige Entwicklung
4.1.1. Die Sprache - Die allgemeine Entwicklung
4.1.2. Das Verhältnis von Sprache, Denken und Wahrnehmen
4.1.3 Die Sprache der Zwillinge und deren Entwicklung - Die Paarsprache
4.1.4 Sprachentwicklungsverzögerungen bzw. Störungen
4.2. Die psychische und soziale Entwicklung
4.2.1 Die Persönlichkeitsentwicklung im Säuglings- und Kindesalter
4.2.2 Die Ichentwicklung und Identifikation Spiegelbild - Fremdbild
4.2.3 Die besondere psychische und soziale Beziehung der Zwillinge untereinander
4.2.3.1 Die Paarverbundenheit
4.2.3.2 Die Rollenverteilung
4.2.4 Die soziale Beziehung der Zwillinge zu anderen Menschen, wie Verwandte, Bekannte und Freunde
5. DIE TYPISCHE ERZIEHUNG VON EINEIIGEN ZWILLINGEN UND BIOLOGISCH SEHR ÄHNLICH AUSSEHENDEN, GLEICHGESCHLECHTLICHEN ZWEIEIIGEN ZWILLINGEN, AUFGEZEIGT AN DEN FOLGENDEN WICHTIGSTEN GLIEDERUNGSPUNKTEN
5.1. Die Namensgebung
5.2. Die Gleichbehandlung
5.3. Die Kleidung und Frisur
5.4. Zimmer und Ausstattung
5.5. Freizeit und Ferien
5.6. Ergänzung und Zusammenfassung zur Erziehung
6. RESÜMEE
6.1 Zusammenfassung
6.2 Verbesserungsvorschläge
6.3 Eigene Stellungnahme
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die spezifische familiäre Situation und die Sozialisationsbedingungen von eineiigen Zwillingen in den ersten sechs Lebensjahren, wobei insbesondere der Einfluss von Erziehungsmustern auf die Identitätsentwicklung und psychische Konstitution im Vordergrund steht.
Die emotionale Sozialisation
Da mir diese Art der Sozialisation sehr wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung des Menschen erscheint und diese vorallem in den ersten 6 Lebensjahren am intensivsten stattfindet, möchte ich ausführlicher darauf eingehen.
Es bestehen unterschiedliche Theorieansätze hierzu. Ich möchte mich auf den lerntheoretischen und auf einen psychoanalytischen Ansatz (Mahler/Bergmann) beschränken.
1. EINLEITUNG: Die Arbeit begründet die Relevanz der Untersuchung von eineiigen Zwillingen unter soziologischen und pädagogischen Aspekten und legt die eigene Motivation sowie das methodische Vorgehen dar.
2. SOZIOLOGISCHER HINTERGRUND: Dieses Kapitel definiert den Begriff "Familie" und erläutert verschiedene Sozialisationstheorien sowie die Bedeutung geschlechts- und schichtenspezifischer Erziehungseinflüsse.
3. DIE FAMILIENKONSTELLATION DER EINEIIGEN ZWILLINGE: Es wird untersucht, wie die Erziehung durch die Eltern und die spezifische Geschwisterkonstellation die psychische Entwicklung der Zwillinge beeinflussen.
4. DIE ENTWICKLUNG VON EINEIIGEN ZWILLINGEN: Ein Schwerpunkt liegt auf der geistigen und sprachlichen Entwicklung sowie den Herausforderungen der Identitätsbildung und der besonderen sozialen Bindung zwischen Zwillingen.
5. DIE TYPISCHE ERZIEHUNG VON EINEIIGEN ZWILLINGEN UND BIOLOGISCH SEHR ÄHNLICH AUSSEHENDEN, GLEICHGESCHLECHTLICHEN ZWEIEIIGEN ZWILLINGEN, AUFGEZEIGT AN DEN FOLGENDEN WICHTIGSTEN GLIEDERUNGSPUNKTEN: Die Verfasserin reflektiert anhand literarischer Analyse und eigener Kindheitserfahrungen typische Erziehungspraktiken wie Kleidung, Namensgebung und Freizeitgestaltung.
6. RESÜMEE: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, konkreten Verbesserungsvorschlägen für den pädagogischen Alltag sowie einer persönlichen abschließenden Stellungnahme.
Eineiige Zwillinge, Sozialisation, Identitätsentwicklung, Familienkonstellation, Erziehungspraxis, Sprachentwicklung, Paarsprache, Kleidung, Identifikation, Gleichbehandlung, Psychische Entwicklung, Sozialpsychologie, Persönlichkeitsentwicklung, Individuation, Geschwisterbeziehung
Die Arbeit analysiert die spezifischen Sozialisations- und Erziehungsbedingungen von eineiigen Zwillingen in deren ersten sechs Lebensjahren.
Zentrale Themen sind die Auswirkungen der familiären Erziehung, die Identitätsentwicklung, sprachliche Besonderheiten (Paarsprache) sowie die psychischen Dynamiken der Zwillingsbeziehung.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Eltern und Bezugspersonen eine positive, individuelle Entwicklung von Zwillingen fördern können, statt sie in eine einseitige Identitätsverschmelzung zu drängen.
Die Arbeit kombiniert eine tiefgehende Literaturrecherche zu entwicklungspsychologischen und soziologischen Theorien mit der Reflexion der eigenen Kindheitserfahrungen der Autorin als eine von vierlinghaft aufgewachsenen Zwillingen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Hintergründe zur Sozialisation, die Untersuchung der speziellen Familienkonstellation von Zwillingen sowie die Analyse konkreter Erziehungsaspekte wie Namensgebung, Kleidung und räumliche Trennung.
Wichtige Begriffe sind Sozialisation, Identitätsentwicklung, Ichentwicklung, Paarsprache, Gleichbehandlung und die "typische Zwillingserziehung".
Aufgrund ihrer biologischen Ähnlichkeit und oft identischen Erziehung (gleiche Kleidung, gleiche Behandlung) fällt es eineiigen Zwillingen schwerer, sich als Individuum vom Zwillingspartner abzugrenzen.
Sie dient als privates Kommunikationsmittel zwischen Zwillingen, kann jedoch als Indikator für eine soziale Isolation von der Außenwelt gewertet werden, wenn sie die Sprachentwicklung negativ beeinflusst.
Sie warnt davor, Gleichbehandlung mit Uniformität zu verwechseln, da eine zu starke Betonung der Paareinheit die notwendige Förderung der individuellen Persönlichkeit behindert.
Die Autorin nutzt ihre eigene Lebensgeschichte als Fallbeispiel, um die theoretischen Konzepte kritisch zu überprüfen und die oftmals schmerzhaften Folgen einer identitätsverlustfördernden Erziehung zu illustrieren.
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