Bachelorarbeit, 2020
53 Seiten, Note: 2.0
1. Einleitung
1.1 Einführung
1.2 Problemstellung
1.3 Zielsetzung
2. Grundlagen autonomer Fahrzeuge
2.1 Begriffsklärung
2.2 Automatisierungsstufen
2.2.1 Stufe 0 – Driver only
2.2.2 Stufe 1 – Assistiert
2.2.3 Stufe 2 – Teilautomatisiert
2.2.4 Stufe 3 – Hochautomatisiert
2.2.5 Stufe 4 – Vollautomatisiert
2.2.6 Stufe 5 – Fahrerlos
3. Technik der autonomen Fahrzeuge
3.1 Aktueller Fortschritte der Entwicklung
3.2 Autonomes Fahren der Zukunft
4. Ethische Herausforderung
4.1 Warum ethisches Verhalten wichtig ist
4.2 Dilemma-Situationen: Eigene Sicherheit am höchsten
4.3 Ethische Regeln nach dem BMVI
4.4 Rechtsgrundlage
4.4.1 Aktueller Stand autonomer Fahrzeuge
4.4.2 Zukünftige Aspekte
4.5 Theorien zur ethischen Entscheidungsfindung
4.5.1 Der kategorische Imperativ nach Immanuel Kant
4.5.2 Der Utilitarismus nach Jeremy Bentham
5. Analyse der Dilemma-Situationen mit Hilfe ethischer Theorien
5.1 Erste Situation: Eine oder mehrere Personen
5.1.1 Beurteilung nach dem kategorischen Imperativ
5.1.2 Beurteilung nach dem Utilitarismus
5.1.3 Fazit der ersten Dilemma-Situation
5.2 Zweite Dilemma-Situation: Insassen oder Passanten
5.2.1 Beurteilung nach dem kategorischen Imperativ
5.2.2 Beurteilung nach dem Utilitarismus
5.2.3 Fazit der zweiten Dilemma-Situation
5.3 Zwischenfazit der Ergebnisse
6. Gesellschaftliche Akzeptanz
6.1 Nutzungsbereitschaft und Akzeptanz der Gesellschaft
6.2 Der menschliche Fahrer im Vergleich zu autonomen Fahrzeugen
7. Fazit
Diese Arbeit untersucht das Verhalten autonomer Fahrzeuge in moralisch relevanten Dilemma-Situationen und analysiert, inwieweit ethische Prinzipien als Entscheidungsgrundlage für Algorithmen dienen können, um eine angemessene Handlungsweise bei unvermeidbaren Unfällen zu definieren.
4.2 Dilemma-Situationen: Eigene Sicherheit am höchsten
Wie bereits im vorherigen Abschnitt 4.1, wurde anhand einer unvermeidbaren Unfallsituation erklärt, warum ethisches Verhalten wichtig ist. Im Folgenden wollen wir die Dilemma-Situationen genauer betrachten und erläutern.
„Ein Dilemma (griechisch δί-λημμα: „zweigliedrige Annahme“, Plural: Dilemmas oder Dilemmata), auch Zwickmühle, bezeichnet eine Situation, die zwei Wahlmöglichkeiten bietet, welche beide zu einem unerwünschten Resultat führen. Es wird durch seine Ausweglosigkeit als paradox empfunden. Auch der Zwang zu einer Auswahl zwischen zwei positiven Möglichkeiten kann ein Dilemma sein.“
Oft wird bezüglich der Dilemma-Situationen, das in der allgemeinen Literatur oft zitierte „Trolley-Problem“ beschrieben. Hierbei handelt es sich um ein Gedankenexperiment, das erstmals 1967 von der Philosophin und Ethikforscherin Philippa Foot vorgestellt wurde. Eine führerlose Straßenbahn (Trolley: deutsch Straßenbahn) fährt auf fünf Personen zu. Die Straßenbahn kann auf ein anderes Gleis umgeleitet werden, wo sich eine andere Person befindet. Es stellt sich die moralische Frage, inwieweit der Tod der einzelnen Person toleriert werden kann, damit das Leben der fünf Personen gerettet wird.
Wenn das oben beschriebene „Trolley-Problem" auf die Frage des autonomen Fahrens angewendet wird, ist klar, dass ein autonom fahrendes Fahrzeug als Handlungsobjekt auch in vergleichbare Dilemma-Situationen geraten kann. Wenn nur zwei Alternativen zur Verfügung stehen, die beide zu Schäden an Menschenleben führen können, befindet sich ein autonomes Fahrzeug in einer Dilemma-Situation, sofern das System keine anderen Handlungsalternativen hat.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Aufstieg autonomer Fahrzeuge und definiert die Forschungsfrage bezüglich der moralischen Entscheidungsfindung in Dilemma-Situationen.
2. Grundlagen autonomer Fahrzeuge: Dieses Kapitel erläutert die Definitionen und die sechs Automatisierungsgrade des autonomen Fahrens gemäß VDA-Standard.
3. Technik der autonomen Fahrzeuge: Hier werden aktuelle Entwicklungsfortschritte, Sensorik und die Bedeutung der Vernetzung (C2X) für das autonome Fahren detailliert.
4. Ethische Herausforderung: Das Kapitel diskutiert die Bedeutung philosophischer Ethik, stellt Dilemma-Situationen vor und analysiert die BMVI-Regeln sowie relevante ethische Theorien.
5. Analyse der Dilemma-Situationen mit Hilfe ethischer Theorien: Eine tiefgehende Untersuchung von zwei Szenarien mittels des Kategorischen Imperativs und des Utilitarismus zur Bewertung moralischer Handlungsoptionen.
6. Gesellschaftliche Akzeptanz: Dieses Kapitel bewertet die Nutzungsbereitschaft von Konsumenten und vergleicht das Sicherheitsniveau menschlicher Fahrer mit dem potenzieller autonomer Systeme.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass bisher keine abschließende ethische Lösung für Dilemma-Situationen existiert.
Autonomes Fahren, Automatisierungsstufen, Ethik, Dilemma-Situationen, Kategorischer Imperativ, Utilitarismus, Algorithmen, Verkehrssicherheit, Menschliches Versagen, Rechtsgrundlage, BMVI, Gesellschaftliche Akzeptanz, Sensortechnik, Vernetzung, Produkthaftung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Verhalten von autonomen Fahrzeugen, insbesondere in moralisch schwierigen Situationen, in denen Unfälle unvermeidbar sind.
Zu den Kernpunkten gehören technische Grundlagen des Fahrens, ethische Fragestellungen bei Programmierung und Entscheidungsfindung sowie die rechtliche Einordnung und gesellschaftliche Akzeptanz.
Das Ziel ist es, Lösungsansätze für Dilemma-Situationen zu finden und zu klären, ob autonome Fahrzeuge mit moralischen Entscheidungsalgorithmen ausgestattet werden können.
Die Arbeit nutzt die Analyse von Gedankenexperimenten unter Anwendung zweier ethischer Theorien: des Kategorischen Imperativs von Immanuel Kant und des Utilitarismus von Jeremy Bentham.
Der Hauptteil gliedert sich in technische Grundlagen, eine ethische Analyse von Unfallsituationen, die Rolle des BMVI sowie eine Auswertung zur gesellschaftlichen Einstellung gegenüber der neuen Technologie.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie autonomes Fahren, Ethik, Dilemma-Situationen, Algorithmen, Verkehrssicherheit und Automatisierungsstufen beschreiben.
Das Trolley-Problem ist ein statisches Gedankenexperiment, während autonome Fahrzeuge in einer hochdynamischen Umgebung agieren, in der die Komplexität technischer Entscheidungen und rechtlicher Haftung eine einfache Übertragung erschwert.
Die Analysen zeigen, dass eine eindeutige moralische "richtige" Lösung weder durch den Kategorischen Imperativ noch durch den Utilitarismus zweifelsfrei gefunden werden kann, da beide Ansätze in Konflikt mit rechtlichen oder menschenrechtlichen Grundsätzen geraten.
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