Diplomarbeit, 2008
78 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Strategisches Management und das Management der Ressource Wissen
2.1 Ansätze des Strategischen Managements und seine organisationstheoretische Weiterentwicklung
2.1.1 Market-based View
2.1.2 Resource-based View
2.1.3 Knowledge-based View
2.2 Wissen und Wissensmanagement in Organisationen
2.2.1 Wissensbegriff
2.2.2 Wissenstypen
2.2.2.1 Explizites und Implizites Wissen
2.2.2.2 Individuelles und Kollektives Wissen
2.2.2.3 Wissenstypen nach Spender
2.2.3 Wissen als strategische Ressource
2.2.4 Organisationales Lernen
2.2.5 Wissensmanagement
2.2.5.1 Grundzüge der Theorie des Wissensmanagements
2.2.5.2 Die Kernelemente des Wissensmanagements
2.3 Wissen bewirtschaften?
2.3.1 Gründe für die Bewirtschaftung der organisationalen Wissensbasis
2.3.2 Ganzheitliche Bewirtschaftung der organisationalen Wissensbasis
3 Strategische Personalwirtschaft als Instrument der Bewirtschaftung der organisationalen Wissensbasis
3.1 Grundzüge der strategischen Personalwirtschaft
3.2 Ableitung der strategischen Personalwirtschaft aus dem Resource-based View
3.3 Entwicklung der strategischen Personalwirtschaft
3.4 Widerstände gegen eine erfolgreiche Bewirtschaftung der organisationalen Wissensbasis
3.5 Strategische Maßnahmen der Personalwirtschaft zur Bewirtschaftung der organisationalen Wissensbasis
4 Fazit
Die Diplomarbeit untersucht, wie Unternehmen ihre organisationale Wissensbasis erfolgreich bewirtschaften können, um durch die Nutzung von Wissen langfristige Wettbewerbsvorteile zu sichern. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie die strategische Personalwirtschaft als Bindeglied zwischen Wissensträgern und Unternehmensstrategie fungieren kann, um den Verlust von Wissen zu verhindern und dessen Nutzbarmachung zu fördern.
2.2.2.1 Explizites und Implizites Wissen
Explizites Wissen begegnet dem Menschen überall im täglichen Leben, sei es in Form eines Rezeptes, einer mathematischen Formel oder in der Bedienungsanleitung einer Maschine. Es lässt sich in Worten, Zeichen und Symbolen ausdrücken, aussprechen oder niederschreiben. Es lässt sich kodifizieren sowie problemlos von einem Menschen zum anderen übertragen, über Zeit und Raum hinweg. Das explizite Wissen kann somit einfach vervielfältigt werden, und der Bestand an explizitem Wissen kann rasch aufgebaut werden. Es ist folglich auch die Grundlage der Datenverarbeitung. Es lässt sich unter anderem von Computern bearbeiten, in elektronischer Form speichern und kommunizieren. Dieser Wissenstyp stellt allerdings nur einen Bruchteil unseres gesamten Wissens dar. Michael Polanyi schrieb darüber schon 1966, dass Menschen viel mehr wissen können, als sie fähig sind, in Worten auszudrücken. So wird der größere Teil des Wissens durch das implizite Wissen verkörpert.
Das implizite Wissen, auch personal knowledge oder tacit knowledge genannt, beinhaltet persönliche Erfahrungen, Intuitionen und Können. Es unterteilt sich in zwei Kategorien: die technische und die kognitive. Zu der technischen Dimension gehören Fähigkeiten und Fertigkeiten, das so genannte Know-how, wie zum Beispiel das Schlittschuhlaufen. Jemand, der diese Fertigkeit hat und selbst sehr gut beherrscht, kann sie jedoch nur schwer oder gar nicht verbal oder schriftlich an einen anderen weitergeben. Er kann nur sehr schwer beschreiben, wie man das Gleichgewicht halten und sich dabei fortbewegen kann. Dies kann nur durch Beobachtung und Praxis erlernt werden. Die kognitive Dimension besteht aus geistigen Modellen, Erwartungen und Vorstellungen. Sie spiegelt die persönliche Erwartungshaltung an die Wirklichkeit und an die Zukunft wieder; die Vorstellung dessen, was ist und was sein sollte. Das menschliche Handeln basiert zumeist unbewusst auf dem impliziten Wissen, welches an den jeweiligen Erfahrungsträger gebunden ist. Zumeist ist sich die Person dieses Könnens gar nicht bewusst, verlässt sich im täglichen Leben aber darauf, ohne es vollständig verstehen oder beschreiben zu können. Da es untrennbar mit der jeweiligen Person verbunden ist, wird es auch als körperliches Wissen bezeichnet.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel zur Wissensgesellschaft und definiert Wissen als strategischen Wettbewerbsfaktor sowie die damit verbundenen Herausforderungen für Unternehmen.
2 Strategisches Management und das Management der Ressource Wissen: Dieses Kapitel erläutert theoretische Ansätze wie den Resource-based und Knowledge-based View, differenziert verschiedene Wissensformen und behandelt Methoden des Wissensmanagements.
3 Strategische Personalwirtschaft als Instrument der Bewirtschaftung der organisationalen Wissensbasis: Hier wird die Rolle der Personalwirtschaft als essenzielles Bindeglied untersucht, das Wissensträger durch strategische Maßnahmen langfristig an das Unternehmen bindet.
4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Bewirtschaftung der Wissensbasis ein fortlaufender, ganzheitlicher Prozess ist, der die Personalwirtschaft als zentralen Partner der Unternehmensführung erfordert.
Wissensmanagement, Strategische Personalwirtschaft, Organisationale Wissensbasis, Wissensträger, Humankapital, Wettbewerbsvorteil, Explizites Wissen, Implizites Wissen, Strategisches Management, Wissenstransfer, Wissensdiffusion, Organisationale Routinen, Wissensbewertung, Wissensgenerierung
Die Arbeit befasst sich mit der Bewirtschaftung der organisationalen Wissensbasis als strategischem Instrument, um langfristige Wettbewerbsvorteile durch den Schutz und die Nutzung von Wissen zu sichern.
Zentrale Themen sind die Theorie des strategischen Managements, die Typologie von Wissen sowie die Verknüpfung von Wissensmanagement mit der strategischen Personalwirtschaft.
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen ihre Wissensbasis verändern, bewahren und beeinflussen können, um vorhandenes Wissen optimal zur Zielerreichung zu nutzen.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse und der Anwendung existierender Managementtheorien basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Wissensmanagements und die praktische Ableitung der Personalwirtschaft als wichtiges Instrument für die Wissenssteuerung.
Wichtige Begriffe sind Wissensmanagement, Humankapital, Wettbewerbsvorteil, Wissensträger und strategische Personalwirtschaft.
Implizites Wissen ist oft an Mitarbeiter gebunden und schwer zu kodifizieren, weshalb es eine Quelle für nachhaltige Wettbewerbsvorteile darstellt, die jedoch bei Ausscheiden des Mitarbeiters verloren gehen kann.
Die Personalwirtschaft agiert als Bindeglied, das den Wissensaustausch fördert, Nachfolgeregelungen etabliert und ein Umfeld schafft, in dem Mitarbeiter ihr Wissen teilen und entwickeln können.
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